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Claude als Gott-KI: Warum der Glaube an KI mit Bewusstsein gefährlich werden kann
Michael Förtsch

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Leitender Redakteur

KI

Claude als Gott-KI: Warum der Glaube an KI mit Bewusstsein gefährlich werden kann

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Updates aus Tech und Zukunft. Kurz und bündig.

18 Monate Haft für Betrug mit KI-Songs und Bots

Wolfgang Kerler

Wolfgang Kerler

9. Oktober 2026, 11:48 Uhr

Die New York Times berichtet über das Urteil im Fall eines millionenschweren Betrugs mit KI-generierter Musik: Ein US-Bundesgericht in New York verurteilte einen 54-jährigen Amerikaner zu 18 Monaten Haft, weil er sich mit einem KI-gestützten Betrug von Streamingplattformen wie Spotify, Apple Music und Amazon Music Tantieme in Höhe von mehreren Millionen US-Dollar erschlichen hatte, die sonst Künstlern und anderen Rechteinhabern zugutegekommen wären.


Seit 2017 hatte er Tausende gefälschte Nutzerkonten bei den Streamingdiensten angelegt, die in Dauerschleife Songs streamten, die er selbst künstlich mit KI erzeugt hatte. Bis 2024 kamen so Milliarden von Streams zusammen. Laut dem US-Justizministerium handelt es sich um den ersten Strafrechtsfall wegen Betrugs mit KI-gestütztem Musikstreaming.

Doppelter Durchbruch bei Kernuhren, die präziser als Atomuhren werden könnten

Wolfgang Kerler

Wolfgang Kerler

9. Oktober 2026, 11:39 Uhr

Geht Zeitmessung noch genauer als mit Atomuhren? Ja, möglicherweise mit Kernuhren. Der Unterschied: Herkömmliche Atomuhren messen die Zeit anhand von Energieübergängen in der Atomhülle. Kernuhren nutzen dafür Energieübergänge im Atomkern. Nun ist es gleich zwei Forschungsteams in Wien und Peking erstmals gelungen, solche Kernuhren stabil laufen zu lassen, wie zum Beispiel GEO berichtet.


Über 24 Stunden hielten die Uhren eine Genauigkeit, die selbst in Millionen von Jahren nur zu einer Abweichung von einer Sekunde führen würde. Das reicht noch nicht an die genausten herkömmlichen Atomuhren heran, doch könnten künftige Kernuhren diese Genauigkeite um ein Vielfaches schlagen. Derart genaue Kernuhren könnten beispielsweise bei der Erforschung von Dunkler Materie helfen.

ESA hat Mars-Rover-Prototyp in Spanien erprobt

Michael Förtsch

Michael Förtsch

7. Oktober 2026, 17:42 Uhr

In rund vier Jahren will die ESA mit ihrem Rover Rosalind Franklin im Rahmen der Mission ExoMars den roten Planeten erkunden. Das sechsrädrige Gefährt soll dabei Bodenproben nehmen, diese in einem bordeigenen Labor analysieren und dadurch nach Spuren von Leben suchen. Um sicherzustellen, dass das auch alles funktioniert, wurde dessen Prototyp Charlie gerade in irdischen Gefilden erprobt. Und zwar in der steinigen Umgebung der Region Tabernas in Spanien, die mit ihren Geröllfeldern und Felshügeln als Marsersatz taugt.

 

Rund acht Tage wurde der Rover durch die Gegend gefahren, die unter anderem auch als Drehort für Game of Thrones und Indiana Jones und der letzte Kreuzzug herhielt. Dabei kam er rund 220 Meter weit und wurde von einem Forscherteam aus über 1.200 Kilometern Entfernung dirigiert. Teilstücke der Strecke durfte der Rover auch selbst mit einem autonomen Navigationssystem zurücklegen. Das alles diente auch als Schulung für das Forscherteam selbst, das sich dadurch mit der Software sowie den Fähigkeiten und Grenzen des Rovers vertraut machen konnte.

 


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