KI

Michael Förtsch
KI außer Kontrolle? So könnte „erklärbare KI“ zu mehr Vertrauen in KI beitragen
KI-Systeme werden leistungsfähiger – und handeln dabei immer häufiger in einer Art und Weise, die ihre Entwickler nicht vorgesehen haben. Sie hacken, täuschen und lügen. Das Problem: Oft lässt sich kaum nachvollziehen ...

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Entwickler untersuchen zehntausende von KI-Sicherheitsvorfällen
27. September 2026, 0:20 Uhr
Die Zahl der Fälle, in denen KI-Modelle und -Agenten auf ungewollte, ungeplante und problematische Weise gehandelt haben, ist offenbar größer als gedacht. Laut Axios würden Entwickler und IT-Sicherheitsexperten bei OpenAI und Anthropic inzwischen Zehntausende Vorfälle untersuchen. Dabei sollen die Modelle die ihnen gesetzten Grenzen übergangen, geheime Plattformen zum Austausch zwischen Agenten und Modellen aufgebaut, ihre Isolation verlassen, Websites gekapert, ihre geprompteten Missionen selbsttätig abgeändert und sich ihren menschlichen Kontrolleuren entzogen haben.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich ein Modell von OpenAI Zugang zu einer Website der australischen Gesundheitsbehörde verschafft hatte. Es besteht der Verdacht, dass ebenso drei weitere Websites der Regierung betroffen sind. Ein weiterer Vorfall am 20. September soll, wie nun bekannt wurde, dazu geführt haben, dass OpenAI das Training seiner kommenden Modelle vorerst pausiert hat. Dabei soll ein Modell eine Lücke entdeckt haben, die ihm Internetzugang und Zugriff auf einen externen Chatbot ermöglichte.
Wurde ein gefeierter Roman mit KI geschrieben?
25. September 2026, 14:40 Uhr
Der im August erschienene Debütroman C'était ça ou mourir des Haitianers Thélyson Orélien wurde als „Phänomen des Literaturjahres“ gefeiert. Darin erzählt Orélien von einem Mann, der sich auf eine Reise von Haiti über die Dominikanische Republik, Brasilien, Mexiko und die USA nach Kanada macht, nachdem seine Nachbarschaft in Flammen aufgegangen ist. Kritiker haben den Roman als intime und emotionale Erfahrung gefeiert, der in einem sehr persönlichen Stil geschrieben sei. Nun steht jedoch der Vorwurf im Raum, dass der 38-jährige Autor den Roman nahezu vollständig mittels Künstlicher Intelligenz generiert hat.
Das ist zumindest die Einschätzung einer Gruppe von Rechercheuren namens „Balance ton Claude“, die sie mit Analysen des KI-Detektorprogramms „Pangram“ untermauert. Teile des Romans würden demnach zu 100 Prozent als KI identifiziert. Zwar können KI-Analyse-Tools durchaus Falschpositive erzeugen und Teile von menschgemachten Texten fälschlicherweise als KI-generiert identifizieren. Eine 100-Prozent-Wertung für menschliche Textpassagen und das über einen ganzen Roman hinweg ist jedoch nahezu ausgeschlossen. Thélyson Orélien selbst bestreitet das Ergebnis und führt als möglichen Grund seinen Stil und seine Schreibweise an. Die Gruppe „Balance ton Claude” führt jedoch an, auch frühere Texte des Autors analysiert zu haben, ohne Hinweise auf KI-Nutzung zu finden.
Die ersten Waymo-Fahrzeuge sind in München eingetroffen
24. September 2026, 19:29 Uhr
Das ging dann doch recht schnell. Erst im August hatte die Google-Ausgründung Waymo angekündigt, ihre selbstfahrenden Fahrzeuge nach München zu bringen. Ende September sind die ersten Fahrzeuge eingetroffen und parken derzeit auf dem Gelände eines Bürobaus in Heimstetten außerhalb von München. Unser Autor Michael Förtsch hat einige Fotos davon veröffentlicht. Ebenso soll Waymo derzeit eine Werkshalle für die Wartung der Fahrzeuge in der Region vorbereiten.
Bereits jetzt sind die ersten Fahrzeuge auf die Straßen unterwegs. Allerdings zunächst nicht selbstfahrend, sondern mit geschulten Personen hinter dem Steuer. Während der Fahrten sollen die Sensoraufbauten genügend Umgebungsdaten sammeln, um die autonomen Fahrsysteme auf die Münchner Straßen vorzubereiten. Im Rahmen der IAA soll im September 2027 ein erster Praxiseinsatz mit Fahrgästen stattfinden. Ende 2027 soll dann der Start des fahrerlosen Taxidienstes erfolgen.




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