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Dürfen wir vorstellen: Das agentische Netz  – wie KI-Agenten Internet, Geld und Alltag umbauen
Krischan Lehmann

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Dürfen wir vorstellen: Das agentische Netz – wie KI-Agenten Internet, Geld und Alltag umbauen

Er sucht, klickt und meldet dich zu Partys an. Und schon bald soll er auch deine Geldgeschäfte übernehmen. Auf der TOKEN2049, der größten Kryptomesse der Welt, war der KI-Agent der (un-)heimliche Star.

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Updates aus Tech und Zukunft. Kurz und bündig.

China will Export von Technologien stärker regulieren

Michael Förtsch

Michael Förtsch

20. Oktober 2026, 12:39 Uhr

Die Volksrepublik China will stärker überwachen und regulieren, welches technische Wissen und welche Technologien aus China ins Ausland gelangen. Konkret soll es zunächst um 40 sogenannte Schlüsseltechnologien gehen, berichtet Reuters. Darunter sind Biomedizin, Photovoltaik und auch Künstliche Intelligenz. Für einige Technologien soll der Export ins Ausland komplett untersagt werden. Andere sollen nur nach Genehmigung aus Peking ausgeführt werden dürfen. Verboten werden könnten beispielsweise bestimmte KI-Modelle und KI-Anwendungen, die für „Verteidigung oder kritische Infrastruktur“ taugen. Genehmigungspflichtig könnten Technologien hinter Modellen werden, die mindestens zwei Billionen Parameter umfassen oder unter den Top 10 der weltweit besten KI-Modelle rangieren.

 

Auch Designs für fortschrittliche Speicher-, Grafik- respektive KI-Chips sollen nicht ohne Weiteres aus China ausgeführt werden können. Bei Solartechnologie sollen Herstellungsverfahren für fortschrittliche Perowskit-Tandemzellen restriktiver gehandhabt werden. Fertige Module sollen weiterhin exportiert werden dürfen. Für bestimmte Verfahren zur Herstellung und Verarbeitung von Batteriebestandteilen gibt es bereits gesonderte Exportkontrollregeln. Noch sind die neuen Exportkontrollen nicht beschlossen. Bis zum 15. November sollen Unternehmen Stellungnahmen einreichen können.

Anthropic stellt fünf Prozent seiner Aktien für eigenen Gemeinwohlfonds bereit

Michael Förtsch

Michael Förtsch

20. Oktober 2026, 11:59 Uhr

Die Kritik an Künstlicher Intelligenz und den KI-Unternehmen wird immer lauter. Nicht nur wegen zuletzt unberechenbar agierender Modelle, sondern auch wegen der gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Unsicherheit, die die Technologie auslöst. Experten warnen vor Arbeitslosigkeit, wachsender finanzieller Ungleichheit und einer Verschiebung von politischem und wirtschaftlichem Einfluss. Der Kritik will das KI-Unternehmen Anthropic nun mit einem Fonds begegnen. Fünf Prozent seiner Unternehmensanteile sollen dort eingebracht werden.

 

Der sogenannte Anthropic Public Benefit Fund soll etwa an gemeinnützige Organisationen spenden oder auch direkt „Zuwendungen an bestimmte Bevölkerungsgruppen“ tätigen, wie Anthropic schreibt. Als mögliches Projekt nennt das Unternehmen die Erforschung der Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt. Der Schritt wurde öffentlich durchaus begrüßt, aber auch kritisiert. Denn der Fonds ist keine unabhängige Non-Profit-Organisation, sondern eine Gesellschaft, die direkt Anthropic untersteht. Wer über die Verteilung der potenziellen Milliarden entscheidet, ist noch offen. Die Kontrolle liegt vorerst bei den wohlhabenden Gründern und Managern des KI-Unternehmens.

Bundesregierung schließt KI-Allianz mit Nvidia

Wolfgang Kerler

Wolfgang Kerler

20. Oktober 2026, 9:45 Uhr

Die deutsche Bundesregierung hat mit dem US-Technologiekonzern und Chip-Hersteller Nvidia eine Kooperation beschlossen, um gemeinsam die Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Deutschland voranzutreiben. Davon solle vor allem der deutsche Mittelstand profitieren und die technologische Souveränität Deutschlands gestärkt werden. Konkret will die Bundesregierung einen dreistelligen Millionenbetrag in die Zusammenarbeit investieren. Nvidia selbst will Entwickler und Ingenieure für das Projekt abstellen und KI-Beschleuniger liefern. Bereits im vergangenen Jahr hat Nvidia eine Milliarde US-Dollar in Deutschland investiert – etwa über die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom beim Aufbau von KI-Infrastruktur.

 

Rund ein Dutzend deutscher Unternehmen wollen an der Kooperation beteiligen. Darunter sind bereits Siemens, Audi und das KI-Start-up Black Forest Labs. Nvidia-Chef Jensen Huang bekräftigte, dass Deutschland sowohl über das Talent als auch die Ressourcen verfüge, um bei Künstlicher Intelligenz eine wichtige Rolle zu spielen. Es müsse vor allem seine über Jahrzehnte gesammelten Daten aus Maschinenbau, Automatisierung und Technik als nationale Ressource begreifen, die nicht exportiert, sondern zum Aufbau einer „nationalen Intelligenz“ genutzt werden sollten.

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