KI

Michael Förtsch
KI außer Kontrolle? So könnte „erklärbare KI“ zu mehr Vertrauen in KI beitragen
KI-Systeme werden leistungsfähiger – und handeln dabei immer häufiger in einer Art und Weise, die ihre Entwickler nicht vorgesehen haben. Sie hacken, täuschen und lügen. Das Problem: Oft lässt sich kaum nachvollziehen ...

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Updates aus Tech und Zukunft. Kurz und bündig.
Die ersten Waymo-Fahrzeuge sind in München eingetroffen
24. September 2026, 19:29 Uhr
Das ging dann doch recht schnell. Erst im August hatte die Google-Ausgründung Waymo angekündigt, ihre selbstfahrenden Fahrzeuge nach München zu bringen. Ende September sind die ersten Fahrzeuge eingetroffen und parken derzeit auf dem Gelände eines Bürobaus in Heimstetten außerhalb von München. Unser Autor Michael Förtsch hat einige Fotos davon veröffentlicht. Ebenso soll Waymo derzeit eine Werkshalle für die Wartung der Fahrzeuge in der Region vorbereiten.
Bereits jetzt sind die ersten Fahrzeuge auf die Straßen unterwegs. Allerdings zunächst nicht selbstfahrend, sondern mit geschulten Personen hinter dem Steuer. Während der Fahrten sollen die Sensoraufbauten genügend Umgebungsdaten sammeln, um die autonomen Fahrsysteme auf die Münchner Straßen vorzubereiten. Im Rahmen der IAA soll im September 2027 ein erster Praxiseinsatz mit Fahrgästen stattfinden. Ende 2027 soll dann der Start des fahrerlosen Taxidienstes erfolgen.




Meta-KI-Agent: Muse wird zum Phänomen
24. September 2026, 10:54 Uhr
Mit Muse hat Meta erst kürzlich einen KI-Assistenten mit agentischen Fähigkeiten vorgestellt. Der Dienst, der bislang offiziell nur in den USA nutzbar ist, kann E-Mails und Kalender verwalten, Termine buchen, im Internet recherchieren, Einkäufe erledigen und sogar Konten überwachen. Dabei ist er, wie Nutzer attestieren, komfortabel und tatsächlich hilfreich. Dennoch wächst bereits die Kritik. KI-Enthusiasten mutmaßen, Muse sei eine dreiste Kopie von OpenClaw. Datenschützer wiederum kritisieren, dass Muse weitreichenden Zugriff auf persönliche Daten benötigt und Nutzer ihre Informationen dem Social-Media-Unternehmen per AGB zum Training von KI-Modellen bereitstellen müssen.
Dennoch entwickelt sich Muse aktuell zum Phänomen. Vor allem bei Nutzern, denen Agenten wie OpenClaw oder Hermes Agent noch zu technisch waren. Die Nutzung soll durch ein Charm getauftes Gadget mit Mikrofon, Kamera und Bildschirm noch einfacher werden, da es eine direkte Kommunikation mit dem Agenten ermöglicht. Es soll im Dezember erscheinen. Auch ein pelzige Maskottchen names Jolly, das Meta als eine mögliche Verkörperung von Muse präsentiert hat, befeuert den Hype. Denn dieses hat auf Social-Media-Plattformen eine Welle von KI-generierten Bildern und Parodien ausgelöst, die von Meta selbst befeuert werden. Für Meta ist Muse auch ein finanzieller Erfolg. Er hat für einen Kursprung um 11 Prozent bei den Aktien gesorgt.
Xiaomi: Neues Open-Source-Modell ist Weltspitze
23. September 2026, 14:06 Uhr
Der vor allem für Smartphones, Fernseher und Smartwatches bekannte chinesische Konzern Xiaomi ist kein neuer Teilnehmer im KI-Wettrennen. Bislang rangierten dessen KI-Modelle jedoch eher unter „ferner liefen”. Das hat sich nun geändert. Mit seinem Sprachmodell MiMo-V2.6-Pro hat sich das Unternehmen überraschend an die Spitze der Open-Weight-Modelle katapultiert. Zumindest wenn es nach bisherigen Tests und Benchmarks geht. Laut Artificial Analysis liegt das Modell im Intelligence Index vor bisherigen freien Top-Modellen wie GLM-5.3, Kimi K3 oder DeepSeek V4.1 Flash und erreicht die Leistung von Grok 4.7 von xAI.
In einigen Disziplinen, wie etwa bei agentischen Fähigkeiten und Coding, kommt es proprietären Modellen wie Muse Spark 1.3 von Meta oder Claude Opus 5 von Anthropic sehr nahe. Beim Reasoning über lange Kontexte hinweg übertrifft es sogar die Frontier-Modelle Fable 5.1 von Anthropic und Googles Gemini 3.8 Flash. Gleichzeitig ist das Modell über die Schnittstelle von Xiaomi deutlich günstiger als eben diese Modelle und kann kostenlos heruntergeladen und genutzt werden.
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