KI

Michael Förtsch
Claude als Gott-KI: Warum der Glaube an KI mit Bewusstsein gefährlich werden kann
Eine Künstliche Intelligenz, die leidet, Wünsche besitzt und vielleicht sogar eine Seele hat: Was nach Science-Fiction klingt, wird bei Anthropic offenbar ernsthaft diskutiert. Einige Entwickler behandeln Claude bereits wie mehr als bloße Software. Damit beginnt eine Entwicklung, bei der ...

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Updates aus Tech und Zukunft. Kurz und bündig.
Hacker griffen Kühlsysteme von Supermärkten in Frankreich an
13. Oktober 2026, 22:59 Uhr
In Frankreich sind mehrere Supermarktketten, darunter die zur Handelsgruppe Les Mousquetaires gehörenden Ketten Intermarché und Netto, zum Ziel eines Hackerangriffs geworden. Die Hacker attackierten dabei nicht etwa Datenbanken mit Kunden- und Zahlungsinformationen, sondern die Steuerung der Kühl- und Gefrieranlagen in mehreren Hundert Geschäften. Darunter rund 150 Filialen von Les Mousquetaires sowie Geschäfte von Carrefour und anderen Handelsketten. Die Angreifer stellten die Anlagen aus der Ferne in den Auftaumodus. Dabei stieg die Temperatur einzelner Geräte auf bis zu 50 Grad Celsius. Dabei wurde die vorgeschriebene Lagertemperatur für Fleisch, Milchprodukte und Fertiggerichte überschritten. Zahlreiche gekühlte und tiefgefrorene Waren verdarben und mussten entsorgt werden.
Nach derzeitigen Erkenntnissen erfolgte der Angriff nicht direkt auf die IT-Infrastruktur der Handelskonzerne, sondern über internetfähige Steuerungssysteme für Kühlanlagen, insbesondere des dänischen Herstellers Danfoss. Dieser liefert Kühl- und Wärmetechnik für Supermärkte in ganz Europa und stellt auch Systeme zur Fernwartung, Diagnose und Steuerung der verbauten Anlagen zur Verfügung. Danfoss bestätigte die Vorfälle. Inzwischen wurden auch Kühlsysteme anderer Hersteller angegriffen. Die auf Cyberkriminalität spezialisierte Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Auch die französische Cybersicherheitsbehörde ANSSI untersucht den Fall.
Fahrerloser Bus in München: November startet Testbetrieb mit Passagieren
13. Oktober 2026, 22:39 Uhr
Bereits seit Anfang September ist ein autonomer Linienbus im öffentlichen Straßenverkehr Münchens unterwegs. Im Rahmen des Forschungsprojekts MINGA testen der Lkw- und Bushersteller, die Stadtwerke München und die Münchner Verkehrsgesellschaft den Elektrobus, der sich durch seine blaue Bemalung auszeichnet, auf der Linie 178 zwischen Petuelring und Freimanner Hölzl. Dabei werden vor allem Verkehrsdaten und mögliche Problemindikatoren gesammelt. Bisher noch ohne Fahrgäste. Das soll sich voraussichtlich im November ändern.
Ab dann sollen ausgewählte Testpassagiere mitfahren können. Anmeldungen hierfür sind auf der Seite der Münchner Verkehrsgesellschaft möglich. Der Bus wird zusätzlich zu den regulären Fahrzeugen eingesetzt. Parallel dazu erprobt das Projekt MINGA in Neuperlach Zentrum ein Bus-Platoon, bei dem ein fahrerloser Bus einem Bus mit Fahrer selbsttätig folgt. In Nymphenburg-Gern werden autonome VW-Buzz-Kleinbusse als On-Demand-Shuttle getestet.
Angriffe auf russische Rechenzentren: Keine Bot-Farmen zerstört
13. Oktober 2026, 21:53 Uhr
Vor wenigen Tagen haben ukrainische Militärdrohnen mehrere Rechenzentren des russischen Technologiekonzerns Yandex beschädigt oder zerstört. Dadurch ist ein Teil der russischen Internetinfrastruktur ausgefallen. Daraufhin wurde behauptet, dass damit auch große Bot-Farmen in Russland lahmgelegt wurden, die auf Social-Media-Plattformen Desinformationen verbreiten und Beeinflussung in Form von Werbung für rechte Parteien oder den US-Präsidenten Donald Trump betreiben. Mittlerweile haben Analysen jedoch ergeben, dass dem nicht so ist. Hauptsächlich sei der Traffic von Yandex-Such-Crawlern zusammengebrochen. Die Aktivität russischer Bots habe nur bedingt bis gar nicht abgenommen.
Nutzer konnten auf Social-Media-Plattformen wie X oder Reddit dennoch beobachten, dass einzelne sonst sehr aktive, russlandfreundliche oder rechtspopulistische Accounts plötzlich verstummten. Ebenso konnten sie beobachten, dass bekannte, ideologisch populistisch verortete X-Nutzer statt wie sonst Hunderter bis Tausender Likes auf ihren Beiträgen nur noch wenige Dutzend bekamen. Diese Beobachtung konnte auch das polnische Forschungsinstitut NASK in Teilen bestätigen. Demnach ist die Behauptung von der Zerstörung russischer Bot-Farmen falsch. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass ein kleiner Teil der staatlichen oder privaten Desinformationsinfrastruktur durch die Angriffe auf die Rechenzentren gestört wurde.
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