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New York Times verklagt Brave Software
3. November 2026, 12:55 Uhr
Die New York Times, die New York Daily News und zwei weitere US-Zeitungen haben gegen den Entwickler des Browsers Brave Klage eingereicht. Sie werfen dem IT-Unternehmen Brave Software vor, die Inhalte der Verlage ohne Erlaubnis zu kopieren, dabei zum Teil unrechtmäßig Bezahlschranken zu umgehen und die Inhalte für das Training von KI-Modellen bereitzustellen. Denn die Firma soll KI-Unternehmen wie Anthropic, Perplexity und xAI gegen Bezahlung Zugriff auf „Echtzeit-Online-Inhalte aus dem Brave-Index“ gewähren, die diese dann sowohl zur Beantwortung von Nutzeranfragen als auch zum Aufbau ihrer Datensätze verwenden.
Laut den Klageschriften hat „Brave die Medienhäuser nie um Erlaubnis gebeten, auf ihre Websites zuzugreifen“, oder ihnen eine finanzielle Vergütung angeboten. Brave soll vielmehr bewusst die Identität seiner Webcrawler verschleiern und so verhindern, dass die Verlage diese gezielt über Einträge in der robots.txt oder durch andere Sperrmaßnahmen abweisen können. Beschwerden der Verlage gegen dieses Vorgehen habe Brave Software wiederholt ignoriert, erklärt die New York Times. Brave verhalte sich laut den Klägern sowohl wie „ein Einbrecher“ als auch wie „ein KI-Hehler, der gestohlene Inhalte an Dritte verkauft“.
Riesiges Botnetzwerk auf Android-TV-Boxen aufgedeckt
3. November 2026, 11:53 Uhr
Wer keinen Smart-TV hat oder nicht auf dessen integriertes Betriebssystem setzen will, greift oft zu günstigen Android-TV-Boxen als Mediacenter. Viele davon sind durchaus leistungsfähig. Doch hinter ihnen stecken häufig wenig bekannte Hersteller aus China. Wie nun The Register berichtet, hat der Hersteller Videostrong Technology mehr als 1,3 Millionen Geräte, überwiegend Android-TV-Boxen, mit versteckter Schadsoftware ausgeliefert. Besonders kritisch ist dies, da das Unternehmen bislang ein offizieller Android-Hardwarepartner von Google war. Laut Google wurde die XCPE getaufte Hintertür gezielt in die Firmware der Boxen integriert.
Diese ermöglichte den Hintermännern den Aufbau und Betrieb eines riesigen Botnetzes. Über dieses konnten die TV-Boxen ferngesteuert werden, um beispielsweise Werbebetrug zu betreiben, als Proxy-Server die Herkunft von Datenströmen zu verschleiern oder zusätzliche Schadsoftware nachzuladen. Laut Google verkaufte Videostrong den Zugang zu dem Botnetz an Hackergruppen und andere Kriminelle. Durch die Abschaltung von Steuerungsservern wurde das Botnetz mittlerweile erheblich geschwächt. Die Schadsoftware selbst ist dadurch allerdings nicht automatisch von den betroffenen Geräten verschwunden.
Milliarden von Kryptobörse Binance gestohlen
30. Oktober 2026, 16:53 Uhr
Die weltgrößte Kryptobörse Binance wurde gehackt. Dabei wurden Kryptowährungen im Gesamtwert von rund 5,6 Milliarden Euro gestohlen. Es handelt sich um den bislang größten Krypto-Raub. Laut der US-Analysefirma TRM Labs fand der Angriff am Donnerstagabend statt. Der Großteil der Kryptowährungen wurde innerhalb von nur 20 Minuten ausgeschleust. Hinter dem Angriff steckt offenbar die nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor. Laut Binance selbst könnte ein kompromittierter Laptop eines Entwicklers als Einfallstor gedient haben. Das Unternehmen arbeitet bereits mit anderen Kryptounternehmen und Blockchain-Partnern zusammen, um die gestohlenen Vermögenswerte einzufrieren.
Bei einem Teil der abgeflossenen Werte ist dies bereits gelungen. Einen weiteren Teil tauschten die Hacker jedoch schnell in andere Kryptowährungen um und versuchten, die Transaktionen zu verschleiern. Laut Binance müssten sich die Kunden keine Sorgen um ihre Einlagen machen. Das Unternehmen verspricht, sämtliche Verluste zu decken. Dafür soll auch ein eigens für solche Vorfälle angelegter Bitcoin-Sicherheitsfonds genutzt werden, der Vermögenswerte im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar hält. Die übrigen Verluste sollen durch Unternehmensmittel gedeckt werden. Aus Sicherheitsgründen hat die Kryptobörse Auszahlungen vorübergehend ausgesetzt, um ihre Systeme auf weitere Sicherheitslücken und mögliche Hintertüren der Angreifer zu überprüfen.
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