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Lücke in Solarplattform machte deutsches Stromnetz angreifbar

Michael Förtsch

7. Oktober 2026 um 18:46:51

Michael Förtsch

Wie Die Zeit berichtet, hat eine Sicherheitslücke das deutsche Stromnetz angreifbar gemacht. Die Lücke lag jedoch nicht bei den Energieversorgern, sondern bei der Cloud-Verwaltungsplattform iSolarCloud des chinesischen Solartechnologieanbieters Sungrow. Diese wird für die Überwachung und Steuerung von Wechselrichtern des Unternehmens genutzt. Diese sind sowohl in professionellen Solarkraftwerken als auch in zahlreichen kleineren Anlagen von Gewerbegebäuden und Privathaushalten integriert.  Wie der IT-Sicherheitsexperte Marlon Starkloff herausfand, war es durch die Lücke in der Plattform möglich, sich Administratorenrechte zu verschaffen und dadurch Zugang zu allen mit der Plattform verbundenen Geräten zu erlangen.

 

Mit wenigen Klicks hätte er 2,2 Millionen Solaranlagen auf der ganzen Welt überwachen, steuern und abschalten können. Hätte er dies für die 250.000 Anlagen in Deutschland getan, hätte er dem Stromnetz mehrere Gigawatt an Einspeiseleistung entziehen und dadurch in Teilen Deutschlands einen Stromausfall hervorrufen können. Auch die Einspeisung von Schadsoftware über ein falsches Update wäre möglich gewesen. Das chinesische Unternehmen habe „schnellstmöglich die erforderlichen Maßnahmen ergriffen“ und die Lücke geschlossen. Bereits seit mehreren Jahren warnen IT-Sicherheitsexperten vor zentralen Plattformen, die Solaranlagen oder Bauteile in Energienetzen zentral steuern lassen.

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