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- Das VR-Projekt „Die Rettung“ vom Bayerischen Rundfunk gewinnt den New Realities Wettbewerb | 1E9.community
Eine Fachjury hat entschieden: Das VR-Storytelling-Projekt Die Rettung vom Bayerischen Rundfunk gewinnt den New Realities Wettbewerb von 1E9 und dem XR HUB Bavaria. Mit den anderen Beiträgen,... 24. November 2020 Das VR-Projekt „Die Rettung“ vom Bayerischen Rundfunk gewinnt den New Realities Wettbewerb Eine Fachjury hat entschieden: Das VR-Storytelling-Projekt Die Rettung vom Bayerischen Rundfunk gewinnt den New Realities Wettbewerb von 1E9 und dem XR HUB Bavaria. Mit den anderen Beiträgen, die bei der 1E9-Konferenz in Pitches präsentiert wurden, bewies Die Rettung , wie XR-Technologien wie Virtual, Augmented und Mixed Reality die Welt schon heute spannender und besser machen können. Der Wettbewerb Anfang des Jahres riefen 1E9 und der XR HUB Bavaria dazu auf , beim New Realities Wettbewerb innovative Projekte, Ideen und Konzepte in Virtual, Augmented und Mixed Reality einzureichen. Die einzige Vorgabe: Die Beiträge sollten zeigen, „wie die Welt mit XR noch besser und noch spannender werden kann“. 40 Bewerbungen gingen damals ein – darunter Ideen für künstlerische Arbeiten, Prototypen für B2B-Lösungen und fertige Produkte sowie journalistische Arbeiten. Ausgewählte Beiträge wurden seit dem Frühjahr in Artikel bei 1E9, im New Realities Podcast sowie in der New Realities Videoserie vorgestellt. Bei der digitalen 1E9-Konferenz 2020, am 12. November, präsentierten dann zehn Teilnehmende ihre Beiträge in Pitches vor einer Fachjury. Die kürte dann Die Rettung zum Sieger des diesjährigen Wettbewerbs. Das gesamte Projekt wurde möglich durch eine Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales. Die Staatsministerin Judith Gerlach hielt auch das Grußwort zum Wettbewerbsfinale. Das Projekt Die Rettung vom Bayerischen Rundfunk Die immersive XR-Experience Die Rettung versetzt die Menschen in eine Extremsituation: Festgeschnallt in einen echten Rettungssack der Bergwacht und an einem Seil im Raum schwebend erleben sie durch die Virtual-Reality-Brille eine Bergrettung. Untermalt mit sphärischen Klängen, mit den Funksprüche aus dem Helikopter im Ohr gleiten sie durch eine „magisch-realistische“ alpine Welt. Eingebettet wurde die Experience in die Ausstellung 100 Jahre Bergwacht im Alpinen Museum in München. Daneben entstanden auch eine Web-Version und eine Fassung für Oculus Quest für zuhause. „Mit Die Rettung wollen wir vor allem ein Gefühl erzählen. Hängend an einem Seil, einer Extremsituation ausgesetzt, sollen unsere Nutzer innen spüren, dass auf der anderen Seite des Seiles sich freiwillige Rettungskräfte tagtäglich für Gesundheit und Leben einsetzen. Wir freuen uns, dass die Jury unser Projekt aus den vielen großartigen Einreichungen des Wettbewerbs ausgewählt hat.* Die Rettung war unser erstes XR-Projekt und wir sind jetzt sehr motiviert für alle kommenden.“ - Matthias Leitner, Digital Storyteller beim Bayerischen Rundfunk Hinter Die Rettung steckt ein ganzes Team des Bayerischen Rundfunks, der dafür mit straightlabs und der Bergwacht Bayern kooperierte. Alle Beteiligten sind hier nachzulesen. Die Jury Zur Jury gehörten Lina Timm , Geschäftsführerin der Medien.Bayern GmbH und des dazugehörigen Media Lab Bayern, die Filmproduzentin, Festivaldirektorin, Dozentin und VR-Storytelling-Expertin Astrid Kahmke sowie Matthias Bastian , Gründer und Herausgeber des auf VR, AR, MR und KI spezialisierten Onlinemagazins Mixed.de . Die Jury kürte das Projekt Die Rettung wegen seiner Kombination aus inhaltlicher Klarheit und technischer Komplexität zum Sieger des Wettbewerbs. „ Die Rettung ist eine Experience, die Dinge vermittelt, die man unmöglich anders als in VR erleben kann – außer man ist in der schrecklichen Situation tatsächlich gerettet werden zu müssen“, sagte Astrid Kahmke zur Begründung der Jury-Entscheidung. Und Matthias Bastian ergänzte: „Dass man für dieses Mixed-Reality-Erlebnis VR mit realen Elementen verbindet und dadurch ein Erlebnis schafft, was daheim nicht möglich ist, das zeigt, dass Out-of-Home-VR verstanden wurde.“ Die anderen Finalisten Die Beratungen der Jury dauerten länger als gedacht, da auch die anderen vorgestellten Produkte, Ideen, Arbeiten und Konzepte durch ihren Innovationsreichtum überzeugten und in kreativen Pitches präsentiert wurden. Sie hatten sich bereits in der ersten Auswahlrunde im Frühjahr gegen zahlreiche andere Einreichungen durchsetzen können. Julia Bruton vom Sinnema Animation Studio stellte die VR-Experience The Matriarx vor, die das Leben in einer matriarchalen Gesellschaft erlebbar macht . Dabei sollen ökonomische, soziale und auch politische Strukturen vermittelt werden. Sebastian Quast von der Akademie der Bildenden Künste München stellte seine Arbeit Entering New Realities: Prototypes For Transitional Systems vor, die sich mit der Frage auseinandersetzt, wie wir auch im zukünftigen Metaversum verbunden bleiben. Achim Kober von Seven M präsentierte eine AR-Anwendung für Rettungskräfte, mit deren Hilfe sie nach Verkehrsunfällen feststellen können, wo die brennbaren Batterien Elektroautos verbaut sind . Das soll die Gefahr bei Bergungseinsätzen verringern. Die Münchner UX-Designerin Vivien Bardosi zeigte ihren funktionierenden Prototypen eines Augmented-Reality-Kochassistenten vor, der in der AR-Brille genau dann die Informationen zu einem Rezept zeigt und erklärt, wenn sie gebraucht werden – und genau dort, wo sie gebraucht werden. Ozan Saltuk von der K5 Factory präsentierte das VR-Basketball-Game Swish VR , das den traditionellen Sport mit Arcade-Elementen anreichert. Es setzt auf cleveres Gamedesign, um einen flüssigen Spielablauf auch in beengten Wohnungen zu ermöglichen . Jonas Mayer von TNG Technology Consulting demonstrierte live einen Tech-Showcase aus dem Innovation-Hacking-Team der Firma: Art Vision, eine KI-gestützte VR-Anwendung, die die Welt durch die Augen eines Künstlers zeigt . https://cdn.podigee.com/media/podcast_22151_new_realities_der_xr_pdcst_episode_248204_wenn_vr_brillen_auf_ki_und_kunstwerke_treffen_entsteht_eine_innovative_xr_experie.mp3?v=1594013849&source=web_download&dl=1 Hier könnt ihr den New Realities Podcast mit Jonas Mayer nachhören. Der Künstler Niko Abramidis skizzierte sein Kunstprojekt Realm , das mythologische Wesen als Augmented-Reality-Objekte in den öffentlichen Raum bringen soll . Die Wesen pitchen ihre Visionen für die Zukunft – und Fotos und Videos von ihnen können über Social Media geteilt werden. https://cdn.podigee.com/media/podcast_22151_new_realities_der_xr_pdcst_episode_258984_in_augmented_reality_kann_kunst_den_offentlichen_raum_erobern.mp3?v=1595872554&source=web_download&dl=1 Hier könnt ihr den New Realities Podcast mit Niko Abramidis nachhören. Katharina Kraft vom Team E-Doc der Hochschule Fresenius in München pitchte ihr Konzept für den e-Doc, einen in VR- und AR-modellierten persönlichen Gesundheitsassistenten, der durch den Einsatz von KI zum individuellen medizinischen Begleiter werden soll. Und Zaid Zaim , der gerade sein Studium in Berlin angefangen hat, präsentierte den Prototypen einer Mixed-Reality-Experience, mit der die vom IS zerstörte antike Stadt Palmyra in Syrien virtuell wieder aufgebaut und erkundet werden kann . https://cdn.podigee.com/media/podcast_22151_new_realities_der_xr_pdcst_episode_229738_in_mixed_reality_kann_die_zerstorte_stadt_palmyra_wieder_besucht_werden.mp3?v=1590735328&source=web_download&dl=1 Hier könnt ihr den New Realities Podcast mit Zaid Zaim nachhören. Loading... Wolfgang Kerler Chefredakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! 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- Der neue Video-Generator von OpenAI erzeugt Szenen, die von der Realität kaum zu unterscheiden sind | 1E9.community
OpenAI hat überraschend sein KI-Modell Sora vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Video-Generator, der fotorealistische Szenen erzeugt. Die Künstliche Intelligenz dahinter soll laut OpenAI verst... 16. Februar 2024 Der neue Video-Generator von OpenAI erzeugt Szenen, die von der Realität kaum zu unterscheiden sind OpenAI hat überraschend sein KI-Modell Sora vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Video-Generator, der fotorealistische Szenen erzeugt. Die Künstliche Intelligenz dahinter soll laut OpenAI verstehen, wie sich Objekte und Lebewesen in der Realität verhalten. Von Michael Förtsch In den vergangenen Monaten hatte OpenAI-Chef Sam Altman mehrfach angedeutet, dass OpenAI an verschiedenen neuen KI-Modellen arbeitet. Nun hat das Unternehmen überraschend eines davon enthüllt, das diverse Start-ups und Konkurrenten wohl ziemlich schockiert. Denn das KI-Modell Sora – japanisch für Himmel – ist ein Video-Generator, der aus einfachen Textvorgaben, einem Standbild oder einem anderen Video verblüffend fotorealistische Videoclips erzeugt, die erstaunlich konsistent und überzeugend wirken. Sora ist noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. Aber OpenAI-Mitarbeiter teilen bereits viele Clips , die auf Vorschlägen von Nutzern des Kurznachrichtendienstes X – früher Twitter – basieren. Laut OpenAI selbst ist das KI-Modell Sora nicht einfach ein Modell zur Erzeugung von Videos. Es wurde mit dem Ziel entwickelt, „einer KI beizubringen, die physische Welt in Bewegung zu verstehen und zu simulieren“. Sora verstehe, wie sich Objekte verhalten und wie Emotionen aussehen. Die produzierten Videos können bis zu einer Minute lang sein und verschiedene Szenen und Stile darstellen. Zu den bisher veröffentlichten Beispielen gehören ein täuschend echter Flug über einen Leuchtturm an der Küste, kleine Schiffe, die in einer Kaffeetasse segeln, oder eine junge Frau, die durch das abendliche Tokio läuft. „Das Modell versteht nicht nur, was der Benutzer in der Eingabeaufforderung verlangt hat, sondern auch, wie diese Dinge in der physischen Welt existieren“, so OpenAI. Tatsächlich zeigen diese Videos kaum Artefakte, wie sie von anderen Videogeneratoren wie Gen-2, Pika oder Stable Video Diffusion bekannt sind, bei denen sich Gesichter und Formen verzerren, wenn sich die Blickrichtung ändert. Auch Gliedmaßen von Lebewesen wie Menschen, Vögeln oder Fantasy-Monstern bewegen sich erstaunlich natürlich. Texte und Logos auf sich bewegenden Oberflächen, wie zum Beispiel einem fahrenden Auto, bleiben konstant und klar sichtbar. Ganz perfekt sind Soras Kreationen aber nicht, wie andere Beispielvideos zeigen. In manchen scheinen Menschen zu schrumpfen und zu wachsen, während sie durch eine Stadtkulisse marschieren. Oder am Strand buddelnde Menschen ziehen einen Sandklumpen aus dem Boden, der sich plötzlich zu einem Stuhl formt . Einer Katze, die ihr Frauchen wecken will, wächst plötzlich eine dritte Vorderpfote . Videos werden mit „Vorschau“ erzeugt OpenAI selbst stellt fest, dass „das aktuelle Modell Schwächen hat. Es kann Schwierigkeiten haben, die Physik einer komplexen Szene genau zu simulieren, und es kann bestimmte Fälle von Ursache und Wirkung nicht verstehen. Zum Beispiel könnte eine Person in einen Keks beißen, aber der Keks könnte keine Bissspuren aufweisen.“ Die genaue Arbeitsweise und Architektur von Sora wird von OpenAI geheim gehalten. Der Kern soll jedoch – ähnlich wie bei Bildgeneratoren wie DALL-E 3 oder Stable Diffusion – ein Diffusionsmodell sein. Dabei werden Einzelbilder mit statischem Rauschen erzeugt, das nach und nach entfernt wird, um die per Prompt gewünschte Szene zu erzeugen. Auch andere Videogeneratoren arbeiten nach diesem Prinzip und erzeugen die für die Videos notwendigen Bilder in einer Reihe. Sora ist jedoch in der Lage, „ganze Videos auf einmal zu erzeugen“ und diese zu verlängern, indem eine Art Vorschau der gesamten Szene erzeugt wird. Sora baut vor allem auf den Arbeiten an DALL-E, aber auch an den GPT-Modellen auf. Etwa der Recaptioning-Technik bei der sehr umfangreiche und hochdetaillierte Textbeschreibungen für das Training genutzt werden, die anschließend auch die Verarbeitung von deutlich feineren und detaillierteren Prompts erlauben. Erstaunen und Warnungen Die Reaktionen auf die Enthüllung von Sora und die bisher verfügbaren Videos reichen von Erstaunen bis Besorgnis. Als „revolutionär“ und „bahnbrechend“ wird Sora bezeichnet. Einige Film- und Videomacher prophezeien jedoch, dass das Modell schon bald Stock-Videoplattformen überflüssig und Kameraleute arbeitslos machen könnte. So antwortete die YouTube-Persönlichkeit MrBeast, die für ihre ausgeklügelten Wettbewerbe bekannt ist, auf den Ankündigungs-Tweet von Sam Altman: „Sam, bitte mach mich nicht obdachlos.“ Andere warnen davor, dass ein Modell wie Sora eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen könnte . Es könnte dazu benutzt werden, Videos von Szenen zu verbreiten, die gar nicht stattgefunden haben – etwa von Terroranschlägen oder Kriegsszenen, die dazu benutzt werden könnten, Angst zu verbreiten oder Personen zu diskreditieren. Ähnlich wie es heute schon mit KI-generierten Bildern geschieht . Tatsächlich sind viele Szenen so überzeugend, dass sie selbst bei genauem Hinsehen nicht von Filmszenen oder Stock-Videos zu unterscheiden sind. Wie OpenAI in seiner Vorstellung von Sora schreibt, ist man sich der potentiellen Gefahren des Modells bewusst. Daher werde das Modell zunächst mit sogenannten Red Teamern geteilt, Personen, die das Modell auf Missbrauchsmöglichkeiten überprüfen sollen. Dabei gehe es insbesondere um die Möglichkeit, das Modell für Desinformation, Hassreden oder sexualisierte Inhalte zu missbrauchen. Das Modell werde aber auch einigen Künstlern, Designern, Filmemachern und Spezialeffektkünstlern zur Verfügung gestellt, um Feedback zu erhalten. „Trotz umfangreicher Forschung und Tests können wir weder alle vorteilhaften Möglichkeiten vorhersagen, wie Menschen unsere Technologie nutzen werden, noch alle Möglichkeiten des Missbrauchs“, schreibt OpenAI. „Deshalb glauben wir, dass das Lernen aus der realen Nutzung eine entscheidende Komponente bei der Entwicklung und Freigabe von immer sichereren KI-Systemen ist.“ Geht es nach den OpenAI-Entwicklern soll Sora ein weiterer Schritt in Richtung einer Allgemeinen Künstlichen Intelligenz sein – also einer KI, die lernen und verstehen kann. Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! Konntest du mit diesem Artikel etwas anfangen? Ja Job, der Bot Das freut mich zu hören! Darf ich fragen warum? Abschicken Leider gab es einen Fehler. Bitte probiere es später noch einmal! Zur Startseite comments debug Kommentare Anmelden Kommentar verfassen Kommentar verfassen Deine Meinung teilen Jetzt den ersten Kommentar verfassen. Weiter bei 1E9... Überschrift 3 Cooler Artikel! Überschrift 3 Button Artikel Überschrift 3 Button Cooler Artikel! Überschrift 3 Button Cooler Artikel! 6dbddb1f-007f-4520-aaf9-7e88dfff1025 698dd6e6636516a316700854
- Diese Toilette zahlt Geld für euer Geschäft – und macht daraus Energie | 1E9.community
Ein koreanischer Forscher hat eine Toilettenanlage entwickelt, die Exkremente in Strom verwandelt. Und wer durch seinen Toilettengang zur Stromgewinnung beiträgt, wird mit einer digitalen Währung belo... 28. Juli 2021 Diese Toilette zahlt Geld für euer Geschäft – und macht daraus Energie Ein koreanischer Forscher hat eine Toilettenanlage entwickelt, die Exkremente in Strom verwandelt. Und wer durch seinen Toilettengang zur Stromgewinnung beiträgt, wird mit einer digitalen Währung belohnt. Von Michael Förtsch Einer Statistik zufolge verbringt jeder Mensch rund 20 Minuten pro Tag auf der Toilette. Über das gesamte Leben gerechnet sind das rund drei Jahre. Während dieser Sitzungen lässt der Mensch wertvolle Energie zurück – und spült sie einfach ungenutzt weg. Dabei ließen sich Exkremente und Urin sinnvoll nutzen. Das ist jedenfalls die Erkenntnis, die der koreanische Forscher Cho Jae-Weon vom Ulsan National Institute of Science and Technology für sich gewonnen hat. Und zwar schon 2015. Über die vergangenen Jahre entwickelte er daher eine Toilette , die die menschlichen Ausscheidungen in Strom und Geld verwandeln soll. Die BeeVi getauften Toilette wird genauso genutzt wie eine normale Sanitäranlage. Nach dem Spülen werden die Ausscheidungen jedoch nicht über ein Abflussrohr in eine Kanalisation abgeführt. Sie werden stattdessen von einer Vakuumpumpe in einen Tank gezogen. In dem sind Mikroorganismen angesiedelt, die Exkremente und Urin zersetzen und dabei Methan erzeugen. Dieses Gas wird in einen Druckbehälter abgepumpt und genutzt, um beispielsweise Gasöfen und Heißwasserboiler zu betreiben. Ebenso kann es zum Betrieb einer Festoxidbrennstoffzelle genutzt werden. Genau das passiert schon in einem Gebäude des Uni-Campus, das C ho Jae-Weon mit drei Toiletten und einer Energiegewinnungsanlage ausgestattet hat. Laut dem Forscher können aus den täglichen Ausscheidungen einer Person rund 0,5 Kilowattstunden elektrischer Strom gewonnen werden. Das sei genug, um ein modernes Elektroauto 1,2 Kilometer weit fahren zu lassen. Oder einen durchschnittlichen Laptop 25 Stunden zu betreiben. Der Rest, der von den Mikroorganismen nicht verwertet wird, kann zu einem Düngemittel weiterverarbeitet werden. „Wenn wir über den Tellerrand schauen, haben Fäkalien einen großen Wert“, sagt der Forscher. „Ich habe diesen Wert in den ökologischen Kreislauf integriert.“ Und da die Exkremente einen echten Wert haben, sollen die Lieferanten auch entlohnt werden. Geld für das Geschäft Wer auf eine Toilette von Cho Jae-Weon geht, kann das mit einer App via QR-Code vermerken und bekommt daraufhin einmal pro Tag eine virtuelle Währung gutgeschrieben. Und zwar zehn Ggool – auf Deutsch: Honig –, oder auch Feces Standard Money , wie der eigentliche Name der Einheit lautet. Diese digitale Währung funktioniert wie ein Gutscheinsystem und kann auf dem Campus des Ulsan National Institute of Science and Technology und bei einigen Unternehmen der Universitätsstadt von Studierenden und Lehrkräften eingelöst werden. Mit Ggool lässt sich beispielsweise der Kaffee und das Essen in der Kantine bezahlen. Auch Bücher, Stifte, Schreibblöcke und anderes können damit erstanden werden. Rund 1.000 Menschen sollen die Währung bisher nutzen. Geht es nach Cho Jae-Weon könnte das System in Zukunft durchaus landes- oder sogar weltweit funktionieren. Normale Kraftwerke ersetzen könnten die Fäkal-Verwertungsanlagen nicht. Aber sie könnten eine zusätzliche Energiequelle darstellen und es großen Einrichtungen und Wohnblöcken erlauben, ihren Strombedarf zumindest in Teilen selbst zu decken. Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! Konntest du mit diesem Artikel etwas anfangen? Ja Job, der Bot Das freut mich zu hören! Darf ich fragen warum? Abschicken Leider gab es einen Fehler. Bitte probiere es später noch einmal! Zur Startseite comments debug Kommentare Anmelden Kommentar verfassen Kommentar verfassen Deine Meinung teilen Jetzt den ersten Kommentar verfassen. Weiter bei 1E9... Überschrift 3 Cooler Artikel! Überschrift 3 Button Artikel Überschrift 3 Button Cooler Artikel! Überschrift 3 Button Cooler Artikel! 56dd8b51-7d57-4d1b-94e1-74a8a65279d9 6992e2666afbe985b7a28aa3
- Hype, Hysterie und Elon Musk: Woher kommt eigentlich Dogecoin? | 1E9.community
Sie war nichts wert. Doch nun hat sie Menschen plötzlich zu Millionären gemacht. Die Kryptowährungen Dogecoin stellte in diesem Jahr die Finanzwelt auf den Kopf – mit Hilfe von Elon Musk. Aber wo komm... 23. April 2021 Hype, Hysterie und Elon Musk: Woher kommt eigentlich Dogecoin? Sie war nichts wert. Doch nun hat sie Menschen plötzlich zu Millionären gemacht. Die Kryptowährungen Dogecoin stellte in diesem Jahr die Finanzwelt auf den Kopf – mit Hilfe von Elon Musk. Aber wo kommt sie eigentlich her und wer steckt hinter der digitalen Brieftasche, in der ganze 28 Prozent aller Dogecoins stecken? Von Michael Förtsch Es sollte eigentlich nur ein Scherz sein. Als der IBM-Entwickler Billy Markus und der Adobe-Software-Mitarbeiter Jackson Palmer im Dezember 2013 die Kryptowährung Dogecoin starteten, rechneten sie nicht damit, jemals nennenswerten Erfolg damit zu haben. Niemals. Schließlich handelte es sich um eine Kryptowährung, die auf einem Meme aufgebaut war, dem Doge , einem treudoof dreinblickenden Shiba-Inu-Hund namens Kabosu , dessen Bild die Kindergärtnerin Atsuko Sato ins Internet hochgeladen hatte. „Ich dachte nicht groß darüber nach“, erinnerte sich Jackson Palmer 2019 in einem Interview. „Es war nur ein Gag, ein Gag, der hauptsächlich zwischen mir und meinen Freunden ablief. Wir wollten uns damit über Kryptowährungen lustig machen.“ Wir wollten uns damit über Kryptowährungen lustig machen. Jackson Palmer Nach dem Erfolg von Bitcoin im Jahr 2013 schien es für Palmer und seine Freunde nämlich so, als würden alle paar Minuten neue Kryptowährungen auftauchen. Eine davon dubioser und überflüssiger als die andere. Und auch der Doge bestimmte das Jahr 2013 – der Hund mit einem Gesicht, dem niemals jemand etwas Böses oder gar Betrügerisches zutrauen würde. „Es war für mich klar, dass die beiden Dinge zusammenkommen müssen“, so Palmer daher. Der Dogecoin sollte die erste Kryptowährung sein, der man vertrauen könnte. Wie auch nicht, bei diesem Hundeblick? Also schrieb Palmer zunächst einen Tweet über dieses „nächste große Ding“ und setzte eine Website auf. Zu diesem Zeitpunk noch ohne, dass eine echte Kryptowährungen absehbar war. Das wäre es auch beinahe gewesen. Aber dann wurde Palmer vom Entwickler Billy Markus kontaktiert, der sich bereits seit einiger Zeit mit Kryptowährungen befasste. Er hatte schon an einer vom Nintendo-Game Animal Crossing inspirierten Bitcoin-Kopie namens Bells gearbeitet, die aber komplett unterging. Er bot daher an, aus dem erfolgreichen Scherz ein „echtes Ding“ zu machen, sei es auch nur, um dem Gag die Krone aufzusetzen. Palmer fand das gut. Also baute der IBM-Entwickler die Kryptowährung zusammen. Er nutzte dafür einfach die quelloffenen Protokolle der bereits existenten Währungen Litecoin und Luckycoin und setze einige „Parameter, die ich für einigermaßen sinnvoll hielt“, erinnerte er sich 2018. Alles in allem wäre Dogecoin in gerade mal drei Stunden entstanden, gestand Markus gegenüber Newsweek . Es war eine wirklich gelungene Satire. Doch sie blieb es nicht lange. Zwar war Dogecoin, als er am 6. Dezember 2013 seinen Launch feierte, kaum etwas wert und weit von den Kursen anderer Kryptowährungen entfernt. Aber binnen weniger Tage luden sich bereits mehrere Hunderttausend Menschen die digitale Brieftasche Dogecoin Core herunter und begannen die virtuellen Hundemünzen zu schürfen. Von nahezu nichts stieg der Kurs bis zum 1. Januar 2014 auf immerhin 0,00031 Euro-Cent. Das war, nun ja, auch nur etwas mehr als nichts, aber wer einige Tausend Dogecoin sein Eigen nannte, hatte damit dennoch geldwerte Einheiten in seiner Brieftasche. Und das hatten bald viele. Bei Social-Media-Diensten wie Reddit und Twitter wurden die Hundemünzen daher gerne auch verschenkt. Mal Dutzende, mal Hunderte oder gar Tausende auf einmal. Rückblickend dürften sich manche der Wohltäter ziemlich in den Hintern beißen. Wenn aus Spaß plötzlich Geld wird Ab Mitte 2019 war ein Dogecoin bereits durchschnittlich zwischen 0,002 und 0,003 Euro-Cent wert. Ein Wert, der sich ziemlich stabil hielt und selbst Finanzexperten nachhaltig überraschte. Heute (Stand 21.04.2021) ist ein Dogecoin hingegen ganze 27 Cent wert. Mehr als 130.000 Prozent mehr als in den ersten Tagen der Währung. Das ist insbesondere der Community selbst zu verdanken, die sich um die Scherz-Kryptowährung gebildet hat und ihr aus Spaß an der Freude – for the lulz – mehr Sichtbarkeit verschaffte. 2014 sammelte die vor allem auf Reddit vereinte Gemeinschaft über 50.000 US-Dollar , um die Jamaikanische Bobmannschaft zur Winterolympiade zu schicken. Im gleichen Jahr wurden 67,8 Millionen Dogecoin – zu diesem Zeitpunkt 55.000 US-Dollar – eingesammelt, um den NASCAR-Fahrer Josh Wise zu sponsoren , der dann tatsächlich mit einem mit dem Shiba-Hund beklebten NASCAR-Auto an mehreren Rennen teilnahm. Ebenso wurden Dogecoin-Spenden-Marathons abgehalten, um Geld für Hilfsprojekte in Kenia und anderen Ländern zu sammeln. Inmitten der Corona-Pandemie des Jahres 2020 entdeckten viele TikTok-Nutzer plötzlich die Spaß-Währung – und machten daraus die DogecoinTikTokChallange . Die Herausforderung, die ursprünglich der TikToker jamezg97 gesetzt hatte: Jeder solle 25 US-Dollar in Dogecoin investieren und gemeinsam werde man so daraus 10.000 US-Dollar machen. Das klappte natürlich nicht. Aber dennoch schoss der Kurs über zwei Tage hinweg um über 1.900 Prozent in die Höhe. Auch so manche professionellen Kryptoinvestoren machten mit. Darunter der Gründer des DeFi -Unternehmens Compound Robert Leshner, der genug „skin in the game“ habe, um den Trend genau zu verfolgen. much currency. very value. so wow. Allen voran aber war es der Tesla-Chef und SpaceX-Gründer Elon Musk, der Dogecoin immer wieder einen Push versetzte. Erstmals bezeichnete er Dogecoin 2019 als seine „fav cryptocurrency“ – und jagte dessen Kurs damit um mehrere Cent-Bruchteile nach oben. Im Dezember 2020 schrieb er: „One word: Doge“ . Und nachdem Im Januar 2021 Reddit-Nutzer des Subreddit /wallstreetbets die Aktie von GameStop in die Höhe schießen ließen, machte bald darauf die Idee die Runde, das auch mit Dogecoin zu tun. Elon Musk postete daraufhin Ende Januar auf Twitter ein Bild von Dogue , eine Anspielung auf das Vogue -Magazin, was die Community als Unterstützung ihrer Sache interpretierte und den schon steigenden Kurs regelrecht explodieren ließ. Am gleichen Tag schoss der Wert der Währung auf zwei Cent. Dogecoin ist anders Im Kern hat Dogecoin sehr vieles mit Bitcoin, Litecoin und anderen frühen Kryptowährungen gemein. Aber in einem Aspekt ist es anders – und das ganze bewusst. Dogecoin-Entwickler Billy Markus war irritiert, dass die Zahl an ganzen Münzen bei Bitcoin und Litecoin so stark begrenzt ist . Es wird maximal 21 Millionen Bitcoin und 84 Millionen Litecoin geben. Daher stellte er die Begrenzung für Dogecoin auf 100 Milliarden ein. Im Februar 2014 wurde die Begrenzung komplett aufgehoben: jedes Jahr sollen 5,256 Milliarden neue Dogecoin dazukommen. Es kann also unendlich viele Dogecoin geben, wodurch die Hundewährung eigentlich einer dauerhaften Inflation unterlegen ist. Als Elon Musk dann am 6. Februar über Dogecoin als „zukünftige Währung der Erde“ abstimmen ließ und sich auch Snoop Dog und Gene Simmons als Dogecoin-Fans outeten, kraxelte der Kurs bis zum 8. Februar auf ein Hoch von 7 Cent. Die Aussage von Musk, dass Börsen wie Coinbase das Kaufen und Verkaufen von Dogecoin ermöglichen sollten , der April-Scherz (vielleicht ist es aber auch keiner), er werde Dogecoin „wortwörtlich auf den Mond“ bringen , oder einfach nur ein Bild von einem Hund auf dem Mond , das er postete, sorgten immer wieder für kurzfristige Kurssprünge. Die Dogecoin sprang dadurch zunächst auf 10, 20, 30 und dann sogar auf 36 Euro-Cent am 16. April. „Ich denke, einen Verbündeten wie Elon Musk zu haben, ist ehrlich gesagt ziemlich unglaublich“, sagte Billy Markus nach diesen Musk-Tweets gegenüber der Newsweek . Seitdem ist Dogecoin immer wieder gestiegen und kurz abgestürzt, hält sich jedoch über 20 Cent, selbst nachdem andere Kryptowährungen ab dem 17. April 2020 teils drastisch einbrachen. Die Community krönt jeden dazu gewonnen Cent-Wert mit Videos und Memes, in denen sie Dogecoin, Elon Musk, aber vor allem sich selbst feierte. Vor allem alteingesessene Finanzexperten wurden durch all das überrumpelt und tun sich schwer, das Phänomen zu verstehen und zu erklären. Wer ist der mysteriöse Dogecoin-Milliardär Viele, die Dogecoin seit den ersten Jahren die Treue hielten oder auch selbst Hundemünzen schürften, sind inzwischen wohl ganz unverhofft zu Geld gekommen. Denn in zahlreichen Wallets finden sich Hunderttausende oder sogar Millionen von Dogecoin, die nun ein kleines oder sogar beachtliches Vermögen darstellen, wenn sie gegen eine echte Währung getauscht würden. Tatsächlich wurde so manch einer durch seine Spaßinvestition über Nacht zum waschechten Millionär und ließ sich entsprechend von der Community feiern. Andere begannen, wie sich auf Twitter und TikTok lesen und sehen ließ, hektisch ihre Festplatten und USB-Sticks nach den Wallets zu durchsuchen, die sie über Jahre nicht angetastet hatten, die aber nun einen frühzeitigen Ruhestand ermöglichen könnten. Eine der digitalen Brieftaschen im Dogecoin-Netzwerk ist jedoch anders als alle anderen: In ihr befinden sich 36 Milliarden Dogecoin und damit 28 Prozent der Digitalwährung – mit einem Wert von 2,81 Milliarden Euro. Wem die Brieftasche mit der Adresse DH5yaieqoZN36fDVciNyRueRGvGLR3mr7L allerdings gehört, das ist unklar – und ein Rätsel. Insgesamt sind rund 50 Prozent aller Dogecoin in nur 12 Wallets deponiert . Den Dogecoin-Gründern gehört angeblich keine davon. Beide hätten sich die Dogecoin geteilt , die in den ersten fünf Minuten nachdem Start von Markus geschürft worden waren. Mehr nicht. Palmer nahm sich dazu bereits 2015 eine Pause von Dogecoin und der Kryptowelt– und besitzt nach eigenen Angaben kaum noch Dogecoin. Auch Markus ist nur noch peripher am Projekt beteiligt und gab an, seine Wallet schon vor Jahren geleert zu haben, um sich ein Auto zu kaufen . twitter.com Viele Dogecoin-Fans mutmaßen, dass Elon Musk der Mann hinter der dicken Brieftasche ist. Denn diese wurde am 5. Februar 2019 angelegt und damit in dem Jahr, in dem Musk damit begann, für Dogecoin zu werben. Dazu wurden mehrfach Einzahlungen von genau 28.061.971 Dogecoin getätigt. Eine Zahl, die zufälligerweise mit dem Geburtstag von Musk übereinstimmt, dem 28. Juni 1971. Allerdings war es auch Musk, der in seinen Tweets kritisierte, dass einige wenige Wale – wie die Besitzer von großen Mengen Kryptowährung genannt werden – ein Gros der Dogecoin besitzen. Die „zu hohe Konzentration ist das einzige wirkliche Problem“ von Dogecoin, schrieb er und bot sogar an, für die Auflösung der virtuellen Brieftaschen zu bezahlen. Sowieso ist nicht bekannt, ob Musk Dogecoin nur aus Spaß bewirbt, oder ob er tatsächlich so ernsthaft in die Kryptowährungen investiert hat, wie er es mit Tesla bei Bitcoin tat . Wenn die Community diese Dinge verkörpert, ist das der wahre Wert. Billy Markus Einige Dogecoin-Fans und Reddit-Nutzer glauben Musk und vermuten einen gänzlich anderen hinter der dicken Dogecoin-Brieftasche. Und zwar keine Einzelperson, sondern ein Unternehmen: Robinhood Crypto, die Kryptoinvestmentsparte der Aktienplattform Robinhood . Hier können Einzelpersonen, aber auch Banken und andere Unternehmen in Kryptowährungen investieren. Die dicke Wallet diene als Tresor, als Cold Storage, dessen Inhalte möglichst unangetastet bleiben sollen, ist die Mutmaßung. Mindestens eine der weiteren dicken Brieftaschen soll ebenso zu Robinhood gehören – als Wallet, mit der aktiv gehandelt wird . Auch für einige weitere Brieftaschen gibt es zumindest durchaus stichhaltige Verdächtige : Jeweils eine gehört demnach den Kyptobörsen Kraken und Binance. Eine weitere sei eine gehackte Brieftasche des längst vergessenen Krypto-Start-ups Cryptsy . Und eine sei wohl eine Investition des Rappers Lil Nas X. Der Mann, der beinahe Dogecoin zerstörte Dogecoin ist derzeit begehrt wie nie. Aber ein Mann hätte die Kryptowährung und ihren einzigartigen Ruf beinahe zerstört. Ein gewisser Alex Green brachte sich im Jahr 2014 stark in die Dogecoin-Gemeinschaft auf Reddit ein, organisierte Treffen und Spendenaktionen. Jedoch hatte er mit Moolah auch eine Börse für Kryptowährungen aufgebaut und schon bald versucht, Anteile an seinem Unternehmen als einen „Teil vom Kuchen“ direkt an Reddit-Nutzer zu verkaufen. Gerne natürlich gegen Kryptowährungen. Dogecoin-Entwickler Billy Markus war skeptisch, und behielt recht. Ende 2014 wurde Moolah plötzlich geschlossen. Green verschwand – und mit ihm ein seinerzeit mehrere Millionen Euro schweres Vermögen in Kryptowährungen. Jedoch wurde Green, der eigentlich Ryan Kennedy heißt, letztlich gefasst und wegen Betrugs, Geldwäsche und mehrfacher Vergewaltigung zu einer mehrjährigen H aftst rafe verurteilt . Der Wahre Wert von Dogecoin Ob nun Robinhood, Elon Musk oder vielleicht doch ein gänzlich Unbekannter hinter der dicken Dogecoin-Brieftasche steht: Ihr Wert dürfte weiterwachsen. Und zumindest laut den optimistischsten Dogecoin-Fans, die an den langfristigen Erfolg der Währung glauben, könnte diese Wallet ihren Besitzer zu einem der reichsten Menschen oder einem der wertvollsten Unternehmen der Welt machen. Und zwar dann, wenn, wie gehofft wird, Dogecoin in diesem Jahr die 1-US-Dollar-Marke knackt und dann „bis zum Mond“ steigt – was heißt: Werte erreicht, die mit denen von ernsthaften Kryptowährungen vergleichbar sind. Einer findet diese Debatten um und die Fokussierung auf den Geldwert aber gar nicht gut. Und zwar der Dogecoin-Entwickler Billy Markus. In einem ausführlichen Beitrag auf Reddit fragte er , ob „Dogecoin das wirklich verdient“. Er könne die Wertsteigerungen absolut nicht nachvollziehen und wie diese immer wieder gefeiert werden. Es werde ihm sogar unwohl dabei, wenn jemand große Summen in Dogecoin tausche und hofft, damit ein Vermögen zu machen . Für ihn liege der wahre Wert von Dogecoin ganz woanders – nämlich in den „positiven Dingen, die Dogecoin in die Welt bringt“. Die digitale Münze mit dem treudoofen Shiba Inu sei nicht dafür da, Gier und Wohlstand zu befeuern. Daher sei er „nicht wütend, aber enttäuscht“, wenn er sehe, was gerade passiert. Ihm zufolge gehe es beim Dogecoin um „Freude, Freundlichkeit, Lernen, Geben, Empathie, Spaß, Gemeinschaft, Inspiration, Kreativität, Großzügigkeit, Albernheit, Absurdität“ und auch darum, anderen zu helfen. Wie mit den Community-Projekten, die es immer wieder in der Vergangenheit gab und auch immer noch gibt. „Wenn die Community diese Dinge verkörpert, ist das der wahre Wert“, so der Gründer. „Diese Dinge sind es, die Dogecoin für mich zu etwas wertvollem machen.“ Die digitale Währung mit dem treudoofen Hund solle „eine Kraft des Guten sein“. Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. 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- 2021 soll SpaceX drei Touristen zur ISS bringen | 1E9.community
Elon Musk macht ernst mit dem Weltraumtourismus. Im kommenden Jahr soll SpaceX drei Touristen zur Internationalen Raumstation transportieren – in Zusammenarbeit mit einem Weltraum-Start-up, das bald s... 6. März 2020 2021 soll SpaceX drei Touristen zur ISS bringen Elon Musk macht ernst mit dem Weltraumtourismus. Im kommenden Jahr soll SpaceX drei Touristen zur Internationalen Raumstation transportieren – in Zusammenarbeit mit einem Weltraum-Start-up, das bald selbst eine Raumstation betreiben will. Günstig werden die Tickets dorthin aber nicht sein. Von Michael Förtsch Rund zehn Tage soll der Trip dauern, der am gestrigen Abend offiziell angekündigt wurde . In der zweiten Jahreshälfte 2021 sollen drei Touristen gemeinsam in einer Dragon-2-Kapsel an der Spitze einer Falcon-9-Rakete zur Internationalen Raumstation aufbrechen. Organisator der Reise ist jedoch nicht SpaceX selbst, sondern das Start-up Axiom Space aus Houston, Texas. Das hatte erst vor kurzem die Erlaubnis erhalten, 2024 ein kommerziell nutzbares Modul an den US-amerikanischen Teil der Internationale Raumstation anzudocken – eines, das als Hotel-Suite und Aussichtsplattform im All genutzt werden kann. Nebst den drei Touristen soll ein von Axiom selbst ausgebildeter Flugkommandant mit an Bord der Kapsel sein. Nach dem Flug und dem Andocken an die ISS sollen die Raumfahrttouristen mehrere Tage an Bord verbringen. Dabei sollen sie sowohl die Station erkunden können als auch den grandiosen Blick auf die Erde erleben. „Dieser historische Flug wird einen Wendepunkt auf dem Weg zu einem universellen und routinemäßigen Zugang zum Weltraum“, sagt Axiom-Chef Michael Suffredini. „Dies wird nur die erste von vielen Missionen zur ISS sein, die vollständig von Axiom Space bemannt und organisiert wird.“ In den kommenden Jahren will Axiom mit SpaceX, aber auch direkt mit der NASA rund zwei kommerzielle Flüge pro Jahr zur ISS ermöglichen. Gespräche dazu sollen bereits mit der US-Raumfahrtbehörde laufen, die sich nach und nach der Vermarktung und der Privatwirtschaft öffnen will. Der Grund der NASA dafür : Das enge Budget der Raumfahrtbehörde macht es zunehmend schwierig, sowohl die Raumstation zu unterhalten als auch gleichzeitig ambitionierten Plänen für eine Rückkehr zum Mond und Zukunftsvisionen für eine Mission zum Mars nachzugehen. Axiom plant auch eine eigene Raumstation Die Reise zur Internationalen Raumstation mit Axiom Space wird mit 55 Millionen US-Dollar bepreist. Zumindest schrieb das US-Raumfahrt-Start-up einst diesen Preis für einen solchen Trip aus. Inbegriffen ist dabei Anreise, Betreuung sowie Kost und Logis auf der ISS – für Letzteres stellt die NASA rund 35.000 US-Dollar pro Tag in Rechnung. Für das Raumfahrttraining, die medizinische Versorgung und alles weitere will Axiom Space selbst Sorge tragen. Offiziell wird von Axiom derzeit nicht kommentiert, was die drei Touristen tatsächlich bezahlen, deren Identitäten vorerst geheim gehalten werden. So stellt sich Axiom seine eigene Station vor. © Axiom Space Langfristig will Axiom Space eine eigene Raumstation aufbauen, die Axiom Commercial Space Station . Die Basis dafür sollen das ISS-Modul und zwei zur Erweiterung davon vorgesehene Zusatzmodule bilden. Sie sollen sich irgendwann von der Internationalen Raumstation lösen und eine eigene Umlaufbahn um die Erde einnehmen. Durch Erweiterungen mit eigenen Energieversorgungs- und Lebenserhaltungssystemen soll sie selbstversorgend werden. Die Station soll nicht nur für Touristen, sondern auch Privatunternehmen interessant sein, um beispielsweise Fertigungsprozesse in der Schwerelosigkeit zu erproben. Für SpaceX ist es nicht die einzige Weltraumtourismusmission, die ansteht. Bereits Mitte Februar hatte das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk eine Partnerschaft mit dem amerikanischen Weltraumtourismusanbieter Space Adventures enthüllt . Für diesen soll SpaceX zwischen Ende 2021 und Mitte 2022 vier Touristen eine mehrtägige Rundreise in einer Dragon-2-Raumkapseln organisieren. Dabei sollen sie zwei- bis dreimal die Erde umrunden und die doppelte Flughöhe der ISS erreichen. Ebenso plant SpaceX selbst eine Reise um den Mond, der mit dem derzeit im Bau befindliche Starship stattfinden soll. Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! 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- Future Feed | Deutsches Start-up Atmos testet neuartige Mini-Raumkapsel | 1E9.community
Deutsches Start-up Atmos testet neuartige Mini-Raumkapsel Future Feed Deutsches Start-up Atmos testet neuartige Mini-Raumkapsel 14. Juli 2025 um 12:44:36 Wolfgang Kerler Das deutsche Raumfahrt-Start-up Atmos Space Cargo hat erfolgreich die neuartige Mini-Raumkapsel Phoenix-1 getestet, die Fracht eigenständig aus dem All zur Erde zurückbringen soll. Der Test fand über dem Südatlantik statt, nachdem die Kapsel zuvor mit einem Sammeltransport von SpaceX ins All gestartet war. Wegen starker Bewölkung konnte der Rückflug aus einem begleitenden Flugzeug zwar nicht direkt beobachtet werden, doch erste Daten deuten auf einen erfolgreichen Einsatz hin. Atmos setzt auf ein innovatives Konzept: einen aufblasbaren Hitzeschild aus Faserverbundwerkstoff, der während des Wiedereintritts für Schutz sorgt – eine Technik, die bisher nur die NASA unbemannt eingesetzt hat. So sieht die Raumkapsel Phoenix 1 als Grafik aus. Der Spiegel nennt titelt dazu "fliegender Donut". Bild: Atmos Atmos möchte künftig vor allem Experimente aus der Biomedizin wie Stammzellen und Organoide sicher zur Erde zurückbringen. Während der erste Testflug noch wenige Experimente an Bord hatte, sollen künftige Kapseln Nutzlasten von mehreren Tonnen transportieren können. Bereits 2026 ist der nächste Start mit Phoenix-2 geplant, dann mit eigenem Antrieb für eine gezieltere Landung. Mehr dazu könnt ihr beim Spiegel nachlesen . Weiterlesen Alle Artikel Weiterlesen comments debug Kommentare Kommentar verfassen Kommentar verfassen Deine Meinung teilen Jetzt den ersten Kommentar verfassen.
- Kyub: Wenn Schüler Ukulelen mit dem Laser-Cutter bauen | 1E9.community
Mit dem Projekt „Kyub“ will das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut die Kluft zwischen digitalem und analogem Lernen überwinden. Mit Laser-Cutter und passender Software lassen sich blitzschnell Prototyp... 25. April 2022 Kyub: Wenn Schüler Ukulelen mit dem Laser-Cutter bauen Mit dem Projekt „Kyub“ will das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut die Kluft zwischen digitalem und analogem Lernen überwinden. Mit Laser-Cutter und passender Software lassen sich blitzschnell Prototypen unterschiedlichster Gegenstände produzieren – das passt ausgezeichnet in Unterrichtsblöcke. Eine erste Schulkooperation gibt es bereits. Von Achim Fehrenbach Voll konzentriert sitzen die 25 Siebtklässler vor ihren Laptops. Auf den Bildschirmen schieben sie würfelförmige Bauteile umher, formen daraus komplexe Gebilde, fügen elektrische Komponenten ein und verzieren das Ganze dann. Was auf den ersten Blick an den Computerspiel-Hit Minecraft erinnert, ist ein Projekt namens Kyub. An diesem Tag bauen die Schüler:innen der Gesamtschule Teltow Bluetooth-Lautsprecher, die digitalen Modelle sind dabei nur der erste Schritt. Danach zerlegt die Kyub-Software die 3D-Modelle vollautomatisch in ihre zweidimensionalen Bestandteile und schickt die Daten an einen Lasercutter. Die Maschine schneidet schnell und hochpräzise Bauteile aus Sperrholzplatten – und die Schüler:innen setzen die Bauteile anschließend zusammen. Jetzt muss nur noch der Bluetooth-Soundchip hinzugefügt werden – und schon hat jeder seinen eigenen, individuell gestalteten Lautsprecher. Kyub soll Schüler mit digitalen Planungs- und Konzeptionsmethoden bekannt machen – und die Übertragung der Kreationen in die stoffliche Welt. ⒸKay Herschelmann Kyub ist ein Projekt des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam-Babelsberg. 1998 vom SAP-Milliardär gleichen Namens gegründet, hat sich das HPI auf „Digital Engineering“ spezialisiert – also auf die Verzahnung von Software-Entwicklung und Zukunftstechnologien. „Die Idee für Kyub entstand vor ungefähr fünf Jahren“, berichtet Informatikprofessor Patrick Baudisch, der am HPI den Lehrstuhl für Human Computer Interaction innehat. Mit Kyub und anderen Projekten will Baudisch die Kluft zwischen analogem und digitalem Lernen überwinden. Will heißen: Die Schüler:innen sollen sich nicht ausschließlich in der digitalen Welt bewegen, sondern mit Software neue Wissensgebiete erschließen und greifbare Produkte erschaffen. Bei Kyub arbeitet das HPI eng mit der Grace-Hopper-Gesamtschule im brandenburgischen Teltow zusammen. Viele weitere Schulen haben bereits Interesse angemeldet. Welche das sein werden, ist laut Baudisch aber noch nicht spruchreif. Die Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Teltow begann 2020. Schulleiter Alexander Otto verfolgte am HPI einen Kyub-Vortrag, war sofort fasziniert – und kam schon wenige Tage später mit einigen Kolleg:innen für einen Workshop vorbei. Mithilfe von Kyub bauten die acht Lehrkräfte südamerikanische Kistentrommeln, sogenannte Cajones . Die Workshop-Teilnehmer:innen erhielten eine funktionierende Cajón als Beispiel. Bei ihrem eigenen Entwurf sollten sie genau eine Eigenschaft variieren – also zum Beispiel das Volumen vergrößern, die Frontplatte abschrägen oder Acryl statt Holz verwenden – und dazu eine These aufstellen, wie das den Klang verändern würde. Binnen weniger Stunden fertigten die Lehrer:innen ihre Cajón-Prototypen per Lasercutter und Handarbeit; dann wurden der Klang per Mikrofon aufgezeichnet und die Klangspektren verglichen. Die Kyub-Modelle sind grundsätzlich sehr stabil, weil ihre Grundstruktur aus statisch optimierten Basiseinheiten besteht, sogenannten Boxeln . Neben Holz und Acryl kommen als Konstruktionsmaterial auch Schaumpappe oder Kraftplex infrage. Für Schulleiter Alexander Otto war schnell klar, dass „Kyub ein Game-Changer ist“. Dass es das Potenzial habe, die Schullandschaft nachhaltig zu verändern. „Wir reden in der Pädagogik immer alle von Feedback-Kultur. In der Schule läuft das meistens über Tests und Noten“, sagt Otto. „Im echten Leben läuft das aber anders. Wir probieren etwas aus, scheitern vielleicht und sammeln dabei Erfahrungen.“ Mit dem Projekt Kyub sei genau dieser Lernprozess auch an Schulen möglich. Dass das HPI mit der Gesamtschule Teltow kooperiert, kommt nicht von ungefähr. 2020 wurde sie als „Digitale Schule“ ausgezeichnet, die Bildungsanliegen und digitale Technologien besonders gut miteinander kombiniert – verliehen wurde die Auszeichnung von der nationalen Bildungsinitiative „MINT Zukunft schaffen!“. Im Frühjahr 2023 soll die Gesamtschule einen 40 Millionen Euro teuren Neubau in Teltow beziehen, die Zahl der Schüler:innen wird sich dann wohl mehr als verdoppeln: von derzeit 389 auf mehr als 800. Der Neubau wird laut Schulleiter Otto genügend Platz für Projekte bieten, die digitales und analoges Lernen miteinander verbinden. Die Idee offener Werkstätten für den Schulunterricht ist nun grundsätzlich nicht neu. An einigen deutschen Schulen gibt es bereits Makerspaces oder FabLabs (Fabrikationslabore), in denen die Schüler:innen selbst entwickelte Gegenstände herstellen können – ob nun per Lasercutter, CNC-Fräse oder 3D-Drucker. Besonders die 3D-Drucker erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie sehr filigrane Strukturen ermöglichen – vom Uhrwerk über die Blumenvase bis zur Action-Figur. Lasercutter haben demgegenüber mehrere Vorteile: Sie sind potenziell deutlich schneller als 3D-Drucker – und deshalb auch für große und komplexe Projekte geeignet. Um aber dieses Potenzial auszuschöpfen, benötigt man passende Software und Lerninhalte. „Erst mit Kyub schaffen Schüler:innen den Weg von der Idee bis zum greifbaren Prototyp – zum Beispiel einer Espressomaschine – in einer halben Stunde“, schwärmt Patrick Baudisch. „Ein Stuhl, auf den man sich wirklich draufsetzen kann, wird in einer Stunde fertig. Das wird auf absehbare Zeit kein 3D-Drucker leisten können.“ Geschwindigkeit sei notwendig, um digitale Fertigung in den Schulunterricht zu integrieren, betont der Informatikprofessor – und diese Geschwindigkeit biete Kyub. Das Modell einer Gitarre in der Kyub-Software. So lassen sich komplette Kyub-Projekte in einem 90-minütigen Unterrichtsblock unterbringen – von der Ideenfindung über den Entwurf und die Gestaltung der digitalen Modelle bis hin zum Ausschneiden und zur Montage. „Man erhält dann noch während der Unterrichtsstunde ein fertiges Produkt“, sagt Baudisch. „Kyub ist so schnell, dass wir innerhalb einer Stunde auch mehrere Anläufe mit veränderten Prototypen unterbringen können. Genau dabei lernt man dann auch etwas dazu.“ Als Beispiele für schnell umsetzbare Projekte nennt Baudisch die Bluetooth-Lautsprecher und die Cajones. Deutlich aufwendiger ist die Konstruktion einer Kyub-Gitarre. Gerade solche komplexeren Projekte leisten aber besonders gut das, worauf Kyub abzielt: verschiedene Wissensbereiche anzuzapfen, Theorie und Praxis zu verbinden – und die Brücke zwischen digitaler und analoger Welt zu schlagen. „Der Bau einer Gitarre oder Ukulele erscheint zunächst als Projekt für Werken und Musikunterricht“, sagt Alexander Otto. „Da steckt aber viel mehr drin.“ Hier sei beispielsweise mathematisch-physikalisches Wissen gefragt. „Bei vielen Prototypen ist der Hals abgebrochen, weil das Material der Saitenzugkraft von 60 Kilo nicht standgehalten hat.“ In der Experimentierphase können Schüler:innen dann aber Gleichungen entwickeln, um die Statik zu verbessern. Beim Bau des Gitarrenkorpus wiederum kommen akustische Grundlagen zum Einsatz, beim Bau der Griffbretter Erkenntnisse aus Musikgeschichte und Harmonielehre. „Im Deutschunterricht beschreibt man, wie eine Gitarre richtig zusammengebaut wird“, sagt Otto. „Und im Kunstunterricht wird sie individuell gestaltet.“ Eine Herausforderung ist noch, solche komplexen, fächerübergreifenden Projekte zeitlich im Lehrplan unterzubringen. „Wir haben auf jeden Fall Ideen, wie wir das hinbekommen“, sagt Otto. Man könne den Unterricht zum Beispiel in Wochenplänen strukturieren – und nicht nach der klassischen Stundentafel. Für neue Kyub-Projekte hat die Gesamtschule schon zahlreiche Ideen entwickelt, zum Beispiel CO2-Ampeln oder Theaterkulissen, die in der Aula des Neubaus zum Einsatz kommen werden. Das Kyub-Team um Patrick Baudisch profitiert derweil vom Feedback der Teltower Schule. In Kürze will Baudisch das Projekt als eigenständige Firma ausgründen. Der Fokus auf den Schulunterricht soll aber erhalten bleiben – und die Zahl der teilnehmenden Schulen kontinuierlich wachsen. Loading... achim.fehrenbach Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! Konntest du mit diesem Artikel etwas anfangen? Ja Job, der Bot Das freut mich zu hören! Darf ich fragen warum? Abschicken Leider gab es einen Fehler. Bitte probiere es später noch einmal! 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- Future Feed | Rakete von Isar Aerospace fast bereit zum Start | 1E9.community
Erfolgreicher Triebwerkstest: Rakete von Isar Aerospace fast bereit zum Start Future Feed Erfolgreicher Triebwerkstest: Rakete von Isar Aerospace fast bereit zum Start 28. Februar 2025 um 16:01:48 Wolfgang Kerler Das Münchner Raumfahrt-Startup Isar Aerospace steht kurz vor seinem ersten Raketenstart. Nach erfolgreichen Triebwerkstests im norwegischen Andøya Spaceport fehlt nach Angaben des Unternehmens nur noch die Freigabe der Luftfahrtbehörde, damit die 28 Meter hohe Spectrum-Rakete mit bis zu einer Tonne Nutzlast in den Orbit aufbrechen kann. Während die zweite Stufe bereits Ende 2024 getestet wurde, zündete das Team am 14. Februar erstmals die Triebwerke der ersten Stufe – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Jungfernflug. Isar Aerospace setzt auf Eigenentwicklung: Von der Rakete bis zu den Aquila-Triebwerken kommt alles aus einer Hand, um maximale Flexibilität und Unabhängigkeit zu gewährleisten. Seit der Gründung 2018 hat das Unternehmen 400 Millionen Euro eingesammelt – mehr als jedes andere deutsche Raumfahrt-Startup. Neben Isar Aerospace arbeiten auch die Rocket Factory Augsburg, HyImpulse und Gaia Aerospace an eigenen Raketenprojekten, um Europa unabhängiger von internationalen Startdiensten zu machen. Weiterlesen Alle Artikel Weiterlesen comments debug Kommentare Kommentar verfassen Kommentar verfassen Deine Meinung teilen Jetzt den ersten Kommentar verfassen.
- Mit Bienen und Drohnen gemeinsam gegen Landminen | 1E9.community
In Zukunft sollen Mini-Drohnen Leben retten. Damit sie das schaffen, brauchen sie aber neue Kollegen – und zwar Bienen. Die fliegenden Insekten können den Drohnen, zum Beispiel, ein besseres Flugverha... 6. April 2021 Mit Bienen und Drohnen gemeinsam gegen Landminen In Zukunft sollen Mini-Drohnen Leben retten. Damit sie das schaffen, brauchen sie aber neue Kollegen – und zwar Bienen. Die fliegenden Insekten können den Drohnen, zum Beispiel, ein besseres Flugverhalten beibringen oder ihnen beim Aufspüren von Minen helfen. Von Adriano D’Adamo Sie sind klein, fliegen umher und sind für unser Überleben unverzichtbar . Die Rede ist von Bienen. Neben ihrer wichtigen Rolle als Bestäuber von Pflanzen haben sie jetzt auch noch die Aufgabe erhalten, Drohnen zu trainieren und zu unterstützen. Mit Technologie der Zukunft will die Wissenschaft Fehler der Vergangenheit ausbessern. Während und nach den Kriegen auf dem Balkan in den 1990er Jahren wurden viele Landminen vergraben. Vor allem in Kroatien und Bosnien befinden sich nach Schätzungen immer noch mehr als 100.000 Minen aus dieser Zeit im Boden, welche nach wie vor eine tödliche Gefahr darstellen. Schon seit ein paar Jahren nutzen Forscher:innen aus Bosnien und Kroatien Bienen, um diese Landminen ausfindig zu machen . Sie haben die Bienen darauf trainiert, den Geruch von Sprengstoff mit ihrer Nahrung, einer Zuckerlösung, zu verbinden und ausfindig zu machen. Vereinfacht gesagt: Die trainierten Bienen denken, wo eine Mine liegt, ist auch Futter zu holen. Mit ihren Antennen können Bienen feinere Gerüche wahrnehmen als menschliche Nasen. Das Problem mit dem menschlichen Auge Allerdings gibt es beim Einsatz von Bienen ein Problem. Dem menschlichen Auge fällt es sehr schwer, kleine Punkte und Objekte, wie zum Beispiel Bienen, über eine längere Zeit und Distanz ausfindig zu machen. Außerdem wäre es für Menschen nicht allzu ratsam, den Bienen über mögliche Minenfelder zu folgen. Hier kommen die Drohnen ins Spiel. Ihre Kameras können hochauflösendere Aufnahmen anfertigen und kleinere Objekte wahrnehmen als Menschen. Die automatisierten Drohnen sollen die Suchgebiete abfliegen. Stoßen sie dort auf eine Ansammlung von Bienen, erkennen sie diese Dank ihrer Machine-Learning-Algorithmen mit hoher Genauigkeit. In Simulationen lag diese bei 80 Prozent. Auch bei Versuchen auf einem Testgelände war die Trefferquote hoch. Die Wissenschaftler:innen können also davon ausgehen, dass sich an diesem Punkt eine Landmine befindet. Details über die Versuchsanordnung und Forschungsergebnisse veröffentlichten sie nun in einem Paper. Bevor die Kombination von Bienen und Drohnen in reellen Situationen eingesetzt wird, kann es noch ein paar Jahre dauern, berichtet die BBC . Die Technologie kann dann natürlich nicht nur auf dem Balkan genutzt werden. In Ländern wie Yemen werden heute noch Minen vergraben. Andernorts werden bereits Ratten eingesetzt , um Minen zu finden. Die Drohnenentwicklung mithilfe von Bienen findet auch in Deutschland statt. Bioniker:innen der Westfälischen Hochschule in Bocholt und der Technischen Universität Delf haben das Flugverhalten der Bienen analysiert und es ihren Drohnen beigebracht. Vor allem setzen sie dabei auf den sogenannten „optischen Fluss“ , welcher es ihnen erlaubt anhand der Abfolge der von ihnen gesehenen Bilder ihr Tempo anzupassen, Hindernissen auszuweichen und sicher am Ziel zu landen. Sie nutzen dabei den Umstand, dass nahe Objekte schneller vorbeiziehen als weiter entfernte. Durch die Übertragung dieses Vorgehens auf Drohnen, könnten diese in Zukunft auch ohne aufwändige Sensorik und Datenverarbeitung sicherer fliegen. Teaserbild: WWF Junior Loading... Adriano Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! Konntest du mit diesem Artikel etwas anfangen? Ja Job, der Bot Das freut mich zu hören! Darf ich fragen warum? Abschicken Leider gab es einen Fehler. Bitte probiere es später noch einmal! Zur Startseite comments debug Kommentare Anmelden Kommentar verfassen Kommentar verfassen Deine Meinung teilen Jetzt den ersten Kommentar verfassen. Weiter bei 1E9... Überschrift 3 Cooler Artikel! Überschrift 3 Button Artikel Überschrift 3 Button Cooler Artikel! Überschrift 3 Button Cooler Artikel! cb144a9c-cde4-40a7-a4f9-71806eee2a7c 6992e693159d7fac96406e73
- Künstliche Intelligenz im Jahr 2023: Erst das Staunen, dann die komplizierten Fragen | 1E9.community
Das beherrschende Zukunftsthema war im Jahr 2023 ganz klar: Künstliche Intelligenz. ChatGPT, noch Ende 2022 erschienen, versetzte die Welt in kollektives Staunen. Unzählige andere KI-Tools tauchten au... 28. Dezember 2023 Künstliche Intelligenz im Jahr 2023: Erst das Staunen, dann die komplizierten Fragen Das beherrschende Zukunftsthema war im Jahr 2023 ganz klar: Künstliche Intelligenz. ChatGPT, noch Ende 2022 erschienen, versetzte die Welt in kollektives Staunen. Unzählige andere KI-Tools tauchten auf, um Texte, Bilder, Videos zu erschaffen – was Menschen unglaublich kreativ machte. Aber was, wenn KI das Internet schlechter macht, Jobs vernichtet, Rechte verletzt? Auch diese Fragen beschäftigten uns 2023. Daher: ein KI-Jahresrückblick. Ein Jahresrückblick von Wolfgang Kerler ChatGPT beendet dieses Jahr, in dem der KI-Chatbot von Hunderten Millionen Menschen genutzt wurde, mit einer 3+. Das ist zumindest die Schulnote, die die 1E9-Community dem Programm in unserer Mitgliederbefragung gegeben hat . Nicht uneingeschränkt gut, aber definitiv keine Katastrophe: Vielleicht fasst das auch das KI-Jahr 2023 insgesamt zusammen. Wir alle konnten ausprobieren, wie man ständig neuen KI-Tools mit Prompts immer bessere Antworten, Bilder, sogar Sprachaufnahmen oder Videos entlocken konnte. Wir staunten über das, was professionelle und passionierte Bastler damit anstellten, sorgten uns aber auch über die Risiken und Nebenwirkungen von KI. Bei 1E9 haben wir all diese Entwicklungen für euch verfolgt, eingeordnet, selbst Hand angelegt und mit Expertinnen und Mitgliedern unserer Community diskutiert. Was dabei herauskam, stellen wir in diesem Jahresrückblick vor, der immer wieder auf 1E9-Artikel verlinkt. Vorher aber noch ein Blick in die Ergebnisse unserer Mitgliederbefragung anlässlich des ersten Geburtstags von ChatGPT, den es Ende November zu vermelden gab . Nach der Anfangseuphorie und einer Phase des wilden Ausprobierens scheint sich die Nutzung von ChatGPT im Alltag zumindest bei den Teilnehmenden unserer Befragung eingependelt zu haben – meistens, um Text zu schreiben, Fragen zu beantworten oder zum Brainstorming: Dafür wird die KI oft, aber nicht ständig eingesetzt. Rund 44 Prozent gaben an, ChatGPT wöchentlich zu befragen, nur 11 Prozent täglich. Der Rest braucht noch seltener KI-Unterstützung. Dass jede und jeder für sich durch waches und kritisches Ausprobieren schnell ein Gefühl dafür bekommen hat, wofür man KI einsetzen will und wofür nicht, auch das geht aus der Befragung hervor. Neue Medienkompetenz per Learning by Doing. (Mehr dazu gleich.) So schrieb 1E9-Mitglied @florianpinzel , dass man die Limitationen von ChatGPT inzwischen kennt und schnell umschiffen kann. Ein anderes Mitglied musste feststellen, dass die KI für Recherchen im eigenen Fachbereich zu oberflächlich ist. Und Userin @Jenafor , die insgesamt enttäuscht von ChatGPT war, sagt trotzdem, dass man damit gut Material sammeln kann. Und jetzt geht’s los mit einem nach verschiedenen Themen gegliederten 1E9-Jahresrückblick zu KI! Die Welt lernt KI: Prompten und neue Medienkompetenz Mehr und neue Medienkompetenz wurde in den Anfangszeiten des Internets und nach dem Aufkommen der sozialen Netzwerke gefordert – und @Michael hat diese Forderung in einem Artikel mit Blick auf KI-Chatbots schon früh im Jahr 2023 erneuert. Denn, klar, es macht Spaß und ist hilfreich, wenn ChatGPT und Co. uns Gedichte schreiben, Texte zusammenfassen oder Programmcode liefern. Doch die Verlockung ist groß, sich zu sehr auf KI zu verlassen. Angesichts der Fehler, Falschinformationen und problematischen Äußerungen, die die Bots trotz aller Nachbesserungen von sich geben, keine gute Idee. Daher: Zeit für neue Medienkompetenz. Auch handwerklich waren von uns neue Fähigkeiten verlangt, vor allem: Prompten. Denn ohne Prompts, also Befehlen in Textform, liefern KI-Generatoren keine Ergebnisse. Und je besser die Prompts, desto besser die Texte, Bilder, Audios, Videos, die von den KIs erschaffen werden. Daher haben wir euch mit einem kleinen Leitfaden zum Schreiben von guten Prompts versorgt, der natürlich auch jetzt noch online ist . In kürzester Zeit waren auch viele Jobs für „Prompt-Ingenieure“ ausgeschrieben, manche witterten vielleicht schon schnellen Reichtum nach dem Anschauen von ein paar YouTube-Tutorials. Doch, wie sich herausstellte, erfordert es für viele Einsatzgebiete nicht nur Prompt-Geschick, sondern auch fachliche Expertise. Das erklärte uns der Forscher Cameron Shackell in einem Gastbeitrag . ChatGPT bleibt nicht lange allein: Kommerzielle und offene Konkurrenz „Künstliche Intelligenz könnte das größte Geschäft aller Zeiten werden“, fing @Fritz.Espenlaub seinen Artikel über den Wettkampf um die Trilliarden-Gewinne, die mit KI erwirtschaftet werden könnten , an. Kein Wunder, dass sich OpenAI, Microsoft, Google, Meta, aber auch Konkurrenz aus China und Europa mit immer neuen KI-Tools innerhalb weniger Monate gegenseitig übertrumpfen wollten. Möglich war das auch, weil die großen KI-Modelle – die Foundation Models – plötzlich zu Dingen fähig waren, die ihre Entwickler gar nicht vorhergesehen hatten. Neben Google, das mit Bard einen eigenen – zunächst etwas langweiligen – Konkurrenten zu ChatGPT auf den Markt brachte, will auch das deutsche Start-up Aleph Alpha aus Heidelberg weltweit mitspielen, sicherte sich dafür sogar 500 Millionen Dollar von Investoren. Nachdem dessen Chef und Gründer Jonas Andrulis auch dieses Jahr bei unserem Festival der Zukunft dabei war – Video unten –, erklärte @Wolfgang in einem Text, wie genau sich Aleph Alpha von den Big-Tech-Playern abheben will: mit Transparenz, Erklärbarkeit und einem Fokus auf Unternehmenskunden . Aleph Alpha gehört zu den europäischen Hoffnungsträgern, von denen es leider noch nicht allzu viele gibt. Auch deshalb forderte @jw4null in einem Beitrag für 1E9, dass Europa sich unbedingt um eigene Foundation Models bemühen sollte . Denn es reiche nicht, mit dem AI Act Vorreiter bei der Regulierung von KI zu sein, wenn man technisch vor allem von US-Unternehmen abhängig bleibe. Doch vielleicht macht am Ende gar keine große Firma, sondern die Open-Source-Community das Rennen? Diese Sorge trieb zumindest Google um . Im Gegensatz dazu setzte Meta mit seinem KI-Sprachmodell LLaMA 2 sogar ganz offensiv auf Offenheit . Auch Mozilla will offene und unabhängige KI-Entwicklung fördern – mit einem eigenen Start-up . Und der deutsche Verein LAION bewies mit seiner freien ChatGPT-Alternative OpenAssistant , dass eine Zukunft, in der uns KI im Alltag unterstützt, auch ohne Fast-Monopolisten möglich sein könnte. KI überall: Bilder, Videos und Sound – täuschend echt. Die meiste Aufmerksamkeit bekamen 2023 KI-Chatbots ab, die Fragen mehr oder weniger korrekt beantworten, Texte generieren, Programmcode schreiben können. Doch zur generativen KI gehören auch Bild-, Audio- oder Videogeneratoren. Und nach Vorläufern in den vergangenen Jahren gab es 2023 auch hier beachtliche Fortschritte – spürbar, zum Beispiel, wenn man DALL-E 3 verwendet . Die neueste Version des OpenAI-Bildgenerators versteht Prompts in natürlicher Sprache besser und kann sogar lesbaren Text in Bilder einbauen. Aber fangen wir von vorne an. Schon Anfang des Jahres hat sich @Fritz.Espenlaub für 1E9 mit dem Chef des Start-ups ElevenLabs unterhalten, das im Laufe der nächsten Monate noch viel Aufmerksamkeit – und viele Millionen von Investoren – auf sich zog. Der jungen Firma ist es gelungen, einen KI-Sprachgenerator zu entwickeln, der aus erstaunlich wenig Trainingsmaterial – also: Sprachaufnahmen – überzeugende synthetische Stimmen generieren kann. Diese können Texte außerdem sehr lebensecht, sogar emotional vortragen. Hier könnt ihr mehr dazu nachlesen . Überzeugende Videos von KI generieren zu lassen, stellte und stellt sich dagegen als deutlich herausfordernder dar. Doch wie groß und vor allem schnell die Fortschritte in diesem Bereich dennoch sind, recherchierte @Michael im Frühjahr für uns. Er sprach mit erfolgreichen YouTubern darüber, wie sie verschiedene Tools kombinierten, schaute sich aber auch diverse Werkzeuge von Start-ups, großen Unternehmen und Open-Source-Projekten an. Seinen Streifzug durch die Welt der KI-generierten Videos findet ihr hier . Der Song Heart on my sleeve , ein vermeintliches Duett von Drake und The Weeknd, ging im Frühjahr viral. Manche, die ihn hörten, waren begeistert – denn er klang echt, obwohl die beiden Künstler dafür nie das Tonstudio besucht hatten. Der TikToker ghostwriter977 hatte ihre Stimme ohne Erlaubnis der Musiker mit KI geklont, damit den Song produziert und dann ins Netz gestellt, wogegen das Plattenlabel Universal Music Group rechtlich vorhing. Gut möglich, dass solche juristischen Auseinandersetzungen noch häufiger drohen, zumal es auch beim Streik in Hollywood um die Frage ging, ob Schauspielerinnen und Schauspieler per KI digital geklont werden dürfen . Um von der Technologie nicht überflüssig gemacht zu werden, sondern davon zu profitieren, ging die Sängerin Grimes einen eigenen Weg: Sie stellte den digitalen Zwilling ihrer Stimme proaktiv zur Nutzung bereit, will allerdings an den Einnahmen, die damit generiert werden, beteiligt werden . Doch selbst, wenn rechtlich alles in Ordnung ist, heißt das übrigens nicht, dass KI-Inhalte automatisch gefallen. Das mit KI-erstellte Intro einer neuen Marvel-Serie kam, zum Beispiel, nicht allzu gut an . Zum Schluss auch in diesem Abschnitt eine gute Nachricht: Selbst wenn sich eine Flut an KI-generierten Inhalten im Netz ergießt, folgt daraus nicht automatisch, dass es bald gar nicht mehr möglich sein wird, künstlichen und authentischen Content zu unterscheiden. Zum einen haben wir seit dem Papst in Daunenjacke alle dazugelernt, zum anderen gibt es technische Möglichkeiten, digitale Inhalte mit kryptografischen Wasserzeichen zu versehen, um ihre Herkunft nachverfolgbar zu machen . @Wolfgang hat sich das für 1E9 genauer angesehen. Quo vadis, KI: Gefahr oder Heilsbringer? Falsche Antworten, mögliche Urheberrechtsverletzungen, weil Trainingsdaten ungefragt genutzt wurden, unklare oder noch fehlende Regulierung oder auch die massiven Kosten und der Energieverbrauch, den KI verursacht. Bei allen Vorteilen und Chancen, mussten wir uns 2023 auch mit den vielen kleinen und großen Problemen auseinandersetzen , die der neue KI-Boom der Welt bescherte. Die Zukunftsforscherin Amy Webb warnte in ihrer Keynote bei der SXSW davor, dass KI zu einem schlechteren Internet führen könnte – weil es zunehmend uns durchsuchen werde, um per KI-personalisierte Werbung zu liefern. Die Informationen, die wir bräuchten, bekämen wir allerdings immer schwerer. Prominenz aus dem Silicon Valley plus Superreiche, darunter Elon Musk oder Steve Wozniak, forderten im Frühjahr sogar eine Pause der KI-Entwicklung . Und beim Führungsstreit von OpenAI , der durchaus Züge einer Telenovela hatte, musste Firmenchef Sam Altman wohl auch deswegen für wenige Tage seinen Posten räumen, weil intern diskutiert wurde: Kommerz oder Gemeinwohl? Risiko oder Zurückhaltung? Doch es gab auch ganz andere Stimmen, zum Beispiel die des einflussreichen US-Investors Marc Andreessen. Er veröffentlichte ein Manifest, in dem er darlegte, wie mit KI – und möglichst wenig Regulation – die Welt gerettet werden könnte. KI als „Stein der Weisen“ . Bei 1E9 haben wir uns um weniger apokalyptische oder euphorische Einordnungen bemüht. So hat sich unsere Science-Fiction-versierte Kolumnistin Aleksandra Sowa alias @Kryptomania mit der 39-minütigen KI-Debatte des Bundestags und der Rolle von KI in der Politik beschäftigt. Und der Volkswirt, KI-Forscher und Roman-Autor Christian Kellermann alias @ckone hat in einem Interview erklärt, warum er keine Panik hat, dass KI zu neuer Massenarbeitslosigkeit führen wird . Er hält gar eine Vier-Tage-Woche durch KI für möglich. @Michael hat zu ganz konkreten Herausforderungen recherchiert: Sollten wir KI die Ergebnisse unserer kreativen Arbeit als Trainingsdaten zur Verfügung stellen ? Wie sollen Firmen mit dem Mangel an KI-Chips umgehen ? Was tun, wenn KIs an „digitalem Rinderwahn“ erkranken , weil sie mit KI-generierten Daten trainiert wird? Und wie sollen wir darauf reagieren, dass KI-Chatbots und Sprachmodelle erschreckend gute Profiler sind , die sich aus öffentlichen Beiträgen im Netz erstaunlich viel über einzelne Menschen erschließen können? Mit der Frage, wie wir Chancen und Risiken von generativer KI in die richtige Balance bringen, beschäftigte sich bei unserem Festival der Zukunft übrigens auch Prof. Björn Ommer von der Universität München, dessen Forschungsgruppe KI-Geschichte geschrieben hat – als Entwickler der Open-Source-Bild-KI Stable Diffusion. Hier könnt ihr die Keynote nachschauen: Das Beste zum Schluss: KI sorgt für kreative Experimente. Immer neue Tools, große Fragen, komplexe Probleme, aber eben auch großartige Projekte, die zeigen, was kreative Menschen mit den neuen Möglichkeiten durch KI anstellen können: Auch das war 2023. Deshalb konnten wir euch den Schöpfer des KI-Zeitreisenden vorstellen . Wir sprachen mit einem Berliner Künstler, der so versiert im Umgang mit KI ist, dass er mit einem KI-Bild sogar einen begehrten Fotopreis holen konnte . Wir durften über eine Kamera berichten, die Orte per KI „fotografiert“, obwohl sie gar keine Linse hat . Und mit unserem großartigen Redaktionspraktikanten @Chase konnten wir eintauchen in die Welt von Roleplaying mit der KI von character.ai . Viel Wow also, wenn es um KI ging. Ob das nächstes Jahr auch so bleibt? Wahrscheinlich dürfte das Staunen etwas weniger werden, während wir alle genauer herausfinden, wo und wie sich KI tatsächlich sinnvoll einsetzen lässt – ob privat, kreativ oder in Unternehmen. Einen Wunschzettel für die Weiterentwicklung der Technologie hat die 1E9-Community in der anfangs schon erwähnten Befragung jedenfalls ausgefüllt: So hofft @juliaschneider auf nachhaltigere KI. @Ralph und @florianpinzel sehen großes Potenzial in multimodalen Fähigkeiten, also in KI-Assistenten, die mit Text, Bild und Video gleichermaßen umgehen können. @InvisibleCow wäre mit KIs geholfen, die logisch kombinieren können. Und @anon82011458 fordert „klare Regeln und ordentliches Trainingsmaterial“. Ende 2024 werden wir wissen, was davon Wirklichkeit wurde. Loading... Wolfgang Kerler Chefredakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! 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- Michael Braungart fordert echte Kreislaufwirtschaft: „Ich schütze die Umwelt nicht, wenn ich sie weniger zerstöre“ | 1E9.community
Ein Pfand auf alle Verpackungen, Waschmaschinen im Abo und perfekt falsche Autoreifen. Der Cradle-to-Cradle-Pionier Michael Braungart hat klare Vorstellungen davon, wie unser Wirtschaftssystem umgebau... 18. März 2021 Michael Braungart fordert echte Kreislaufwirtschaft: „Ich schütze die Umwelt nicht, wenn ich sie weniger zerstöre“ Ein Pfand auf alle Verpackungen, Waschmaschinen im Abo und perfekt falsche Autoreifen. Der Cradle-to-Cradle-Pionier Michael Braungart hat klare Vorstellungen davon, wie unser Wirtschaftssystem umgebaut werden muss, um den Planeten zu retten. Von Verzicht hält er nichts. Er setzt auf Kreislaufwirtschaft und endloses Recycling – auch beim Thema Plastik. Ein Interview von Phil Tagscherer Der Chemiker Michael Braungart ist Professor an der Erasmus-Universität Rotterdam, an der Leuphana Universität Lüneburg, er ist Chef der EPEA GmbH, Leiter des Umweltinstituts in Hamburg und hat viele weitere Titel. Vor allem aber ist er – zusammen mit dem amerikanischen Architekten William McDonough – der Erfinder des Cradle-to-Cradle-Konzepts. „Cradle to cradle“ heißt auf Deutsch „von der Wiege zur Wiege“. Die Grundidee dahinter ist ein Wirtschaften in biologischen und technischen Kreisläufen. Abfall kommt darin nicht mehr vor. Michael Braungart ist der erste Gast im neuen Podcast SUHDO by 1E9 von und mit Phil Tagscherer. Phil will herausfinden, wie SUstainable Human DOing aussieht, das uns wirklich weiterbringt. Was läge also näher als gleich zu Beginn dieser Suche mit einem echten Pionier zu sprechen. Einen Auszug aus dem Gespräch könnt ihr hier nachlesen, darin geht es um Plastik in Waschmaschinen, neue Geschäftsmodelle und das Problem an Nachhaltigkeitsbeauftragten. https://suhdo.eu/wp-content/uploads/2021/03/001_G_Michael_Braungart_CtC.mp3?ptm_source=webplayer&ptm_context=&ptm_request=e8ef63ead645&ptm_file=2021/03/001_G_Michael_Braungart_CtC.mp3 Hier könnt ihr die erste Folge von SUHDO by 1E9 hören: Phil Tagscherer im Gespräch mit Profi. Michael Braungart. Phil Tagscherer: Nehmen wir mal an, Sie gehen zu einer Firma, die ein Cradle-to-Cradle-Produkt designen will. Welche Grundsätze haben Sie für so einen Fall in ihrem geistigen Handbuch gespeichert? Michael Braungart: Eine Frage lautet: Verschleißt das Produkt, das die Firma herstellt oder vertreibt, bei der Anwendung? Dann muss es so gestaltet sein, dass es in biologische Systeme zurückgehen kann. Sonst optimiert man nur das Falsche. Autoreifen, zum Beispiel, halten heute doppelt so lang wie vor 30 Jahren – und die Leute denken, das sei gut, weil man weniger Autoreifen braucht. Aber die 470 Chemikalien, die in den Reifen drin sind, finden sich jetzt in der Umwelt. Über die Hälfte des Mikroplastiks im Rhein ist Reifenabrieb. Man hat das Falsche perfekt gemacht und damit perfekt falsch. Nächste Frage: Wird das Produkt nur genutzt? Eine Waschmaschine oder ein Fernseher werden ja nicht verbraucht, sondern nur genutzt. Also gehen sie in die Technosphäre. Man muss außerdem klären: Was wollen die Leute wirklich haben, wenn sie das kaufen? Und ihnen nicht einfach einen Teppichboden verkaufen, wenn sie eigentlich eine Fußbodenverpackung haben wollen, die einen optisch und akustisch anderen Eindruck hat. Es geht also darum, die Marktwirtschaft ernst zu nehmen und den Leuten nicht einen Haufen Chemie verkaufen, wenn sie doch eigentlich nur die Nutzung brauchen. Meine größten Feinde sind inzwischen die Nachhaltigkeitsbeauftragten in den Unternehmen. Wesentlich ist der Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität. Erstmal muss man fragen: Was ist das Richtige? Und dann: Wie mache ich es richtig? Denn wenn ich das Falsche optimiere, wird es gründlich falsch. Ich schütze die Umwelt nicht, wenn ich sie weniger zerstöre. Meine größten Feinde sind inzwischen die Nachhaltigkeitsbeauftragten in den Unternehmen, weil sie ihr Bestehendes optimieren – und die Plastikflasche noch drei Prozent leichter machen und dann ihren jährlichen Bericht schreiben. Allein in Europa werden sieben Milliarden Umsatz mit solchen Nachhaltigkeitsberichten gemacht. Für etwas Neues brauche ich aber ein anderes Vorgehen. Sie haben das Thema Plastikflaschen schon angesprochen. Neulich habe ich mir eine neue PET-Flasche genauer angeschaut. Auf dem Etikett war deutlich zu erkennen, dass die Flasche ein Produkt der Kreislaufwirtschaft sei. Allerdings habe ich schon aufgeschnappt, dass ein Großteil des Recyclingmülls in Deutschland verbrannt wird, also dem Kreislauf rausgenommen wird. Und ein anderes Problem ist meines Wissens nach, dass PET nicht ewig wiederverwertbar ist. Halten Sie den Begriff Kreislaufwirtschaft für diese Form des Recylings überhaupt für gerechtfertigt? Michael Braungart: Naja, das PET ist ja nie für Recycling hergestellt worden. Es werden jetzt viele Dinge recycelt, die nie für Recycling gedacht waren. Auf der anderen Seite gibt’s viele Dinge, die noch überhaupt nicht recycelt werden, die wirklich wichtig sind. Zum Beispiel wird aus einem wertvollen Autostahl mit 46 verschiedenen Stahllegierungen nachher primitivster Betonstahl gemacht. Da ist alles – Chrom und Kupfer und Nickel und Kobalt – im Betonstahl verloren. Und das gilt bei uns als Recycling! Es ist noch nie ein Handy zum Handy recycelt worden, noch nicht einmal ein einfaches Fensterglas ist jemals zum Fensterglas recycelt worden. Bis vor drei Jahren war es noch legal, alte Plastikflaschen in Bergwerke zu kippen und das als stoffliche Verwertung auszugeben. Das ist nur eine Subvention für die Abfallindustrie. Der Grüne Punkt ist nie für die Umwelt gemacht worden. Eigentlich ist alles, was da stattfindet, Downcycling. PET kann maximal siebenmal wieder für denselben Zweck eingesetzt werden. Das heißt, man muss andere Strategien entwickeln und Kunststoffe dafür entwickeln, dass sie wirklich recycelt werden können. Und man müsste ein Pfand auf alle Verpackungen – nicht nur auf ein paar Getränkeverpackungen – erheben, damit man wirklich die wertvollsten und besten Kunststoffe einsetzen kann. Dann könnte man Kunststoffe verwenden, die praktisch endlos einsetzbar sind. Gäbe es denn keinen gleichwertigen Ersatz für Flaschen oder Verpackungen aus Kunststoff? Michael Braungart: Ich bin durchaus nicht gegen Kunststoff! Ich habe den Tod eines fünfjährigen Mädchens in Braunschweig erleben müssen, das sich mit einer Glasflasche den Hals aufgeschnitten hat. In Hamburg verletzen sich jedes Jahr etwa 200 Kinder schwer durch Glasflaschen. Es gibt also guten Grund, Kunststoffe einzusetzen – aber es sollten die richtigen Kunststoffe sein. Da sind Sie als Zuhälter auf der Reeperbahn mit einem besseren Image ausgestattet als jemand, der an Kunststoffen forscht. Man müsste sagen: Lasst uns die Kunststoffe unter Umwelt- und Gesundheitsgesichtspunkten neu denken. Wenn die BASF sagen würde, in zehn Jahren wird nur noch Kunstsoff hergestellt, der aus dem CO2 der Luft gewonnen wird, würde sie die besten Leute kriegen. Sonst krieg ich nur Leute, die Opportunisten sind und versuchen, die Plastikflaschen noch ein bisschen leichter zu machen. Ich brauche aber Menschen, die den Gesamtkontext sehen. Dann könnten wir zum Beispiel Polycarbonate so machen, dass sie von vornherein biologisch abbaubar sind, so es dann – anders als bei PET – auch kein Mikroplastikproblem gibt. Dann haben meine Jungwissenschaftler eine positive Aufgabe. Sonst sind sie doch nur ein Teil davon, den Untergang ein bisschen zu verzögern. Im Moment kann ich mit Plastik niemanden hinter dem Ofen vorlocken, weil das Image einfach so schlecht ist. Da sind Sie als Zuhälter auf der Reeperbahn mit einem besseren Image ausgestattet als jemand, der an Kunststoffen forscht. Ich bin gelernter BWLer – und mir stellt sich natürlich die Frage, dass der meiste Kunststoff, der heute verwendet wird, im Vergleich zu den Alternativen extrem billig ist. Wie kann man denn dieses Problem angehen? Michael Braungart: Wenn das wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, dann sollte ich das auch bleiben lassen. Ich brauche ein anderes Geschäftsmodell. In einer Waschmaschine sind, zum Beispiel, etwa 120 billige Kunststoff drin. Wenn ich den Leuten aber gar keine Waschmaschine mehr verkaufe, sondern nur 3.000-mal Waschen für neun Jahre, dann weiß ich, wann mir das Material wieder zur Verfügung steht – und dann kann ich Kunststoffe verwenden, die endlos einsetzbar sind. Zum Beispiel gibt es Polysulfone. Ich habe die 500-mal eingeschmolzen für denselben Zweck. Die sind am Anfang viel teurer, aber sie sind völlig passgenau – und ich kann die Waschmaschine dann anstatt mit 100, 120 Sorten mit drei Sorten Kunststoff herstellen, bei denen es sich lohnt, sie zurückzugewinnen. Ich muss nur – und darum ist BWL so wichtig – das richtige Geschäftsmodell dafür entwickeln, damit es sich lohnt, wertvolle Materialien einzusetzen. Ein Beispiel: Wenn ich auf alle Verpackungen ein Pfand erheben würde, dann kommt der Kunde wieder in meinen Laden zurück. Und Amazon würde ganz dumm aussehen, wenn sie plötzlich die ganzen Verpackungen wieder zurücknehmen müssten, weil sie darin ertrinken würden. Das Produkt kostet nicht mehr, aber ich könnte dann den besten Kunststoff nehmen und nicht den billigsten Dreck. Im Moment wird immer der billigste Kunststoff eingesetzt und am Schluss wird das System viel, viel teurer. Das ganze Gespräch mit Michael Braungart: Prof. Michael Braungart ist Miterfinder des Cradle-to-Cradle-Konzeptes, das inzwischen sogar von der Europäischen Kommission unterstützt wird. Warum Michael Braungart das 1,5-Grad-Ziel für falsch hält, an das Gute im Menschen glaubt und was der Unterschied zwischen Biosphäre und Technosphäre ist, erfahrt ihr in Folge 1 von SUHDO by 1E9, dem neuen Podcast von und mit Phil Tagscherer . Loading... tagphil Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. 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- Forscher haben das Rätsel unsterblicher Quallen gelüftet | 1E9.community
Eine Quallenart im Mittelmeer ist bekannt dafür, unsterblich zu sein. Sie kann immer wieder in einen verjüngten Zustand zurückkehren. Forscher haben nun herausgefunden wieso. Die Erkenntnisse könnten... 1. September 2022 Forscher haben das Rätsel unsterblicher Quallen gelüftet Eine Quallenart im Mittelmeer ist bekannt dafür, unsterblich zu sein. Sie kann immer wieder in einen verjüngten Zustand zurückkehren. Forscher haben nun herausgefunden wieso. Die Erkenntnisse könnten helfen, altersbedingte Krankheiten oder sogar das Altern selbst bei Menschen zu heilen. Von Michael Förtsch Die Quallen namens Turritopsis dohrnii erscheinen eigentlich nicht sonderlich spektakulär. Sie sind kleiner als ein Daumennagel und kommen fast ausschließlich im Mittelmeer um Italien und Spanien vor. Jedoch sind diese kleinen Tiere äußerst bemerkenswert. Denn sie gelten als „biologisch unsterblich“. Wie Forscher bereits vor 20 Jahren bei einem Studium der Tiere entdeckten, können sich diese nach einer erfolgreichen Vermehrung aus den Zellen ihres sogenannten Außenschirms, mit dem sie sich durch das Wasser bewegen, als eine genetisch identische, aber verjüngte Variante neu bilden. Aus den Zellen entsteht ein Polyp, der erneut heranwächst, um sich zu vermehren, um dann wieder ein weiteres Leben zu beginnen. Eine ähnliche Rückwandlung kann auch bei Nahrungsmittelknappheit oder anderen extremen Bedingungen erfolgen. Möglich ist das durch einen Prozess namens Transdifferenzierung, bei dem sich Zellen zu Keimzellen umwandeln. Er findet auch bei der Ausbildung von Embryonen von Menschen und anderen Säugetieren statt. Im Falle der Turritopsis dohrnii entsteht durch die Transdifferenzierung jedes Mal ein neuer Keim, der einen jungen Polypen hervorbringt. Theoretisch kann sich dieser Zyklus unendlich oft wiederholen – denn eine Degeneration der DNS scheint nicht stattzufinden. Forscher sind nun einen Schritt näher zu verstehen, wie das möglich ist. Die Wissenschaftler der Universidad de Oviedo in Spanien haben dafür die Turritopsis dohrnii mit den in vielen Aspekten vergleichbaren, aber nicht unsterblichen Turritopsis rubra und einigen weiteren Quallenarten verglichen. Wie sie in einer nun veröffentlichten Studie feststellen , verfügen die Turritopsis dohrnii über doppelt so viele genetische Marker, die für den Schutz, die Replikation und die Reparatur genetischer Informationen und der Aufrechterhaltung einer interzellulären Kommunikation zuständig sind, wie üblich. Außerdem verfügen sie über einen biologischen Mechanismus, der die sogenannten Telomere, die Enden der Chromosomen, konserviert. Diese erodieren und verkürzen sich bei Menschen und zahlreichen weiteren Lebewesen mit zunehmendem Alter. Ein Mittel gegen das Altern? Die Erkenntnisse der spanischen Forscher könnten helfen, den Alterungsprozess in anderen Lebewesen besser nachzuvollziehen – und eventuell Möglichkeiten auszumachen, diesen zu bremsen, anzuhalten oder sogar umzukehren. Wobei die Wissenschaftler vor allzu viel Optimismus warnen und Pragmatismus anraten. Carlos López-Otín, einer der Studienautoren, erklärte: „Unsere Arbeit zielt nicht darauf ab, jetzt Wege zu finden, um die Träume von menschlicher Unsterblichkeit zu verwirklichen“. Es gehe vor allem darum, „die Schlüssel und Grenzen der faszinierenden zellulären Plastizität“ besser zu verstehen. Genau das könne jedoch helfen, meint Carlos López-Otín, in Zukunft „viele Krankheiten, die mit dem Altern zusammenhängen“ besser behandeln oder sogar aufhalten zu können. Denn zahlreiche altersbedingte Krankheiten und Effekte des Alters sind durch eine verlangsamte Neubildung von Zellen bedingt, die die Regenerationsfähigkeit des Körpers hemmt. Ebenso gehen einige Forscher davon aus, dass sich über die Jahre hinweg durch das stetige Kopieren der DNA allmählich Fehler und Schäden in der genetischen Struktur ansammeln, die das Altern und seine negativen Effekte zumindest mitbedingen – DNA damage theory wird die Überlegung genannt . Bereits 2017 erprobten Forscher ein Molekül, das gezielt alte Zellen auslöscht und dadurch bei Mäusen einen Verjüngungseffekt zur Folge hatte. Mehrere Start-ups arbeiten mit Investitionen von Tech-Visionären und Milliardären ebenso an Methoden, das Altern aufzuhalten . Beispielsweise mit der biologischen Reprogrammierung von Zellen oder dem Ausfindig machen von Genen, die für den Alterungsprozess verantwortlich sind. Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. 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