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- Hören Werbeunternehmen doch über das Smartphone unsere Gespräche mit? | 1E9.community
Lange hielt sich die Verschwörungstheorie, dass Facebook, Google und andere große Internetkonzerne ihre Nutzer über das Smartphone abhören. Nun hat ein US-Unternehmen zugegeben, genau das zu tun. Ziel... 4. September 2024 Hören Werbeunternehmen doch über das Smartphone unsere Gespräche mit? Lange hielt sich die Verschwörungstheorie, dass Facebook, Google und andere große Internetkonzerne ihre Nutzer über das Smartphone abhören. Nun hat ein US-Unternehmen zugegeben, genau das zu tun. Ziel ist es, gezielt „kaufbereite“ Kunden für Produkte ausfindig zu machen. Von Michael Förtsch Viele haben es schon erlebt. Man unterhält sich mit Freunden oder der Familie über den Kauf eines neuen Laptops, die Planung einer Hochzeit oder ähnliches. Und plötzlich sieht man auf Facebook, Google und anderen Websites zahlreiche Werbeanzeigen, die genau zu diesen Themen passen. Das hat etwas Unheimliches und Verstörendes. Seit Jahren hält sich deshalb die Theorie, dass Technologie- und Werbeunternehmen wie Facebook und Google ihre Nutzerinnen und Nutzer heimlich über das Smartphone-Mikrofon abhören. Eine Theorie, die immer wieder widerlegt und zumindest von Facebook aktiv bestritten wurde. Denn diesen Unternehmen stehen genügend andere Wege zur Verfügung, um die allgemeinen und speziellen Interessen der Internetnutzer auszuforschen, die nicht unbedingt weniger beunruhigend sind. Die großen Internet-Werbe- und Technologieunternehmen protokollieren, was Nutzer anklicken und wonach sie im Internet suchen. Sie verfolgen sie mit Hilfe von Technologien wie dem Meta-Pixel, Cookies und Werbeeinblendungen über Websites hinweg, wenn die Nutzer dies nicht aktiv ablehnen oder verhindern. Sie erkennen anhand der IP-Adressen, woher die Nutzer kommen und kombinieren diese Informationen mit anderen Erkenntnissen, um Profile zu erstellen. Was aber, wenn solche Firmen doch mithören – zumindest jetzt, wo moderne Künstliche Intelligenz aus mitgehörten Gesprächen tatsächlich verwertbare Informationen gewinnen kann? Ein geleaktes Dokument eines Internet-Werbeunternehmens legt genau das nahe. Wie 404 Media berichtet , wird in einem sogenannten Pitch Deck der Cox Media Group zur Kundenakquise behauptet, über eine Werbetechnologie namens Active Listening zu verfügen. Mit Active Listening könnten „Absichtsdaten in Echtzeit durch das Mithören von Gesprächen“ erfasst werden. Es würde über die Mikrofone von Smartphones lauschen. Eine Künstliche Intelligenz würde das Gehörte verarbeiten, um „Sprachdaten mit Verhaltensdaten zu verknüpfen, um Verbraucher auf dem Markt anzusprechen“ und „kaufbereite“ Personen zu identifizieren. Facebook, Google und Amazon bestreiten die Nutzung Wie, wo genau und in welchem Umfang Active Listening eingesetzt wird, gibt die Cox Media Group nicht bekannt. Also ob das Zuhören etwa durch die Nutzung bestimmter Apps oder Websites ermöglicht wird. Cox Media Group gibt lediglich an, mit Hilfe Künstlicher Intelligenz die Informationen aus Active Listening mit weiteren Informationen aus über 470 Datenquellen zu kombinieren, um Kunden nicht nur thematisch, sondern auch geografisch präzise anzusprechen. Brisant ist, dass das Werbeunternehmen unter anderem Facebook, Amazon und Google als Kunden nennt. Nach einer Anfrage von 404 Media hat Google das Werbeunternehmen umgehend von der Seite mit seinen Partnerunternehmen entfernt. Meta hat wiederum eingeräumt, dass die Cox Media Group zwar mit Meta zusammenarbeite, aber nicht für das im Pitch Deck vorgestellte Werbeprogramm. „Meta nutzt das Mikrofon eures Telefons nicht für Werbung, das haben wir schon vor Jahren klargestellt“, heißt es in einer Stellungnahme der Facebook-Firma. „Wir haben uns an CMG gewandt, um klarzustellen, dass ihr Programm nicht auf Meta-Daten basiert.“ Auch Amazon bestreitet, in das Active-Listening-Programm involviert zu sein und auch kein Interesse daran zu haben. Wie Futurism anmerkt , ist es nicht das erste Mal, dass die Cox Media Group für ihr ominöses Active-Listening-Programm kritisiert wird. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Praxis bekannt und sofort hinterfragt, nachdem sie in einem Blogpost vorgestellt worden war. „Wir wissen, was Sie jetzt denken. Ist das überhaupt legal?“, schrieb ein Mitarbeiter des Werbeunternehmens im November 2023 in dem mittlerweile gelöschten Post . „Es ist legal […] Wenn eine neue App heruntergeladen oder aktualisiert wird und Verbraucher irgendwo im Kleingedruckten eine mehrseitige Nutzungsvereinbarung finden, ist Active Listening oft enthalten.“ Auf Nachfragen reagierte Cox Media Group nicht. Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! 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- Mönche und Aliens: Der Alien-3-Film, den ihr leider nie sehen durftet | 1E9.community
Der dritte Teil der Alien-Filmsaga ist einer der umstrittensten. Von vielen Fans und Kritikern wird er bis heute verdammt. Dabei... 27. April 2022 Mönche und Aliens: Der Alien-3-Film, den ihr leider nie sehen durftet Der dritte Teil der Alien-Filmsaga ist einer der umstrittensten. Von vielen Fans und Kritikern wird er bis heute verdammt. Dabei hat er eine faszinierende Entstehungsgeschichte und hätte einer der bizarrsten Science-Fiction-Filme überhaupt werden sollen. Von Michael Förtsch Vincent Ward stand mitten auf einer Autobahn, als ihm die Idee seines Lebens kam. „Ich hatte gerade eine der mittelalterlichen Festungsstädte besucht“, versucht sich der Filmemacher in einem Gespräch mit dem Artikelautor zu erinnern. Denn es ist schon Jahrzehnte her, dass der Neuseeländer als Rucksacktourist durch Deutschland wanderte. Seit jeher war er von der Kunst, Kultur und Historie Mitteleuropas fasziniert. Er sei gerade aus einer Stadt gekommen, an deren Namen er sich nicht mehr erinnert. Von den altertümlichen Mauern, den Fachwerkhäusern und all den historischen Eindrücken überwältigt, habe er dann versucht, mit seinem dicken Rucksack eine Straße zu überqueren. „Dumm, naiv und wie ein Roboter“, sagt er, sei er auf den Asphaltstreifen gelaufen. Erst als er auf der mittleren Spur stand, links und rechts hupende Autos und LKW an ihm vorbeischossen, habe er realisiert, dass er auf eine Autobahn geraten war. „Ich steckte fest wie eine Kuh in einem Käfig“, erinnert sich Ward lachend. „Plötzlich fragte ich mich, wie es jemandem gehen würde, der vom 14. Jahrhundert ins 20. Jahrhundert geschmissen wird.“ Er selbst schaffte es schließlich nur mit Ach und Krach auf die andere Seite ohne an- oder umgefahren zu werden. Wobei auch Vincent Ward nicht gerade umgeben von Technologie aufgewachsen ist. Seine Jugend verbrachte er mehrheitlich auf einer Farm nahe Wellington in Neuseeland, wo er, wie er selbst sagt „nichts Anständiges“ gelernt hat. Wohl auch daher entschied er sich Mitte der 1980er und inspiriert von seinem Autobahnerlebnis einfach mal einen Film zu drehen. Das Ergebnis war The Navigator: An Odyssey Across Time , der heute als Kult-Klassiker gilt. Ward erzählt in The Navigator von einer Gruppe keltischer Dorfbewohner, die von einem hellsichtigen Mönchsjungen angeleitet durch einen mysteriösen Tunnel in die 1980er geraten. Die Geschichte wird in sphärischen und traumgleichen Bildern erzählt, deren Produktion ein ziemlicher Kraftakt war. Denn als Kulissen hatte sich der Erstlingsregisseur schwer zugängliche Berghänge und Täler ausgesucht, was den Transport von Ausrüstung und Crew zu einem Albtraum machte. Außerdem waren kurz vor Drehbeginn aufgrund einer Steuerreform in Neuseeland einige der Investoren abgesprungen. Mehrmals drohte das Filmprojekt daher zu scheitern. Aber Ward setzte alles daran, den Film fertigzustellen und hatte letztlich Erfolg – mehr als er erwartet hatte. Ich steckte fest wie eine Kuh in einem Käfig. Vincent Ward Als The Navigator: An Odyssey Across Time im Jahr 1988 in die Kinos kam, wurde er von der Kritik gefeiert. Zumindest in Europa, Neuseeland und Australien. Er erhielt zahlreiche Preise. In den USA hingegen ging der abstrakte Film mehrheitlich unter. Dennoch wurde er in einigen kleinen Kinos gespielt. Und in einem saß eines Abends der Hollywood-Produzent Walter Hill. Und was er da sah, das gefiel ihm. So sehr sogar, dass er seinem Kollegen David Giler befahl, sich The Navigator unbedingt auch anzuschauen. Denn Hill glaubte, mit Ward nun den Regisseur gefunden zu haben, der den beiden aus einer Misere helfen und den Film drehen könnte, der beiden seit zwei Jahren Kopfzerbrechen bereitet. Nämlich Alien 3 . Die Geburt Alien war ein Überraschungserfolg, den so niemand kommen gesehen hatte. Mitte der 1970er war der Special-Effects-Amateur Dan O’Bannon ein Teil des Teams, das geführt vom chilenischen Filmemacher Alejandro Jodorowsky das Science-Fiction-Epos Dune: Der Wüstenplanet auf die Leinwand bringen sollte. Jedoch scheiterte das Projekt glorios . Zu Hause in Los Angeles begann O’Bannon daher eine alte Drehbuchidee weiterzuspinnen, die er Jahre zuvor hatte. Er schrieb eine Geschichte über einen Weltraumfrachter, einen mysteriösen Planetoiden und ein außerirdisches Wesen, das die Crew terrorisiert. Aus dem zunächst There’s Someting On Our Spaceship , dann Star Beast getauften Skript wurde binnen mehrerer Monate ein Drehbuch, das auf dem Tisch von Hill und Giler von Brandywine Productions landete. Sie sahen darin Potential für einen netten Horror-Slasher, der sich mit dem richtigen Regisseur, etwas Nacharbeit und einem markanten Titel zu einem Hit formen ließe. Die Produzenten behielten Recht. 1979 kam die Geschichte als Alien in die Kinos, gedreht von Regisseur Ridley Scott und mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle der Ellen Ripley. Der Film war ein Erfolg und beeindruckte, schockierte und traumatisierte so manche Zuschauer. Insbesondere das Titel-gebende Alien -Wesen, das Xenomorph des Schweizer Künstlers H.R. Giger, sorgte dafür, dass der Film dem Publikum lange in Erinnerung blieb. Das Filmstudio 20th Century Fox und die Produzenten wollten mehr. Sieben Jahre später folge daher Aliens , der von James Cameron gedreht und geschrieben wurde. Er spann die Geschichten von Ellen Ripley nicht als reinen Horror, sondern einen vom Vietnam-Krieg inspirierten Action-Horrorfilm fort, der mindestens ebenso viel Eindruck hinterließ wie das Original. Bis heute streiten Fans der Saga, welcher der beiden Filme „der bessere“ ist. Große Windmühlen innerhalb der Raumstation sollten für die Luftzirkulation sorgen. Über ihnen sollten sich große Räume gleich eines Kirchenschiffes auftun. Ⓒ 20th Century Fox / Stephen Ellis / Wayward Films Das Filmstudio 20th Century Fox drängte daher, die Alien -Reihe schnell weiterzuführen und dabei idealerweise die Geschichte von Ripley abzuschließen. Denn Sigourney Weaver war zwischenzeitlich zu einer Berühmtheit geworden und drohte, höhere Gagen zu verlangen, als es dem Studio lieb war. Noch dazu vermarktet sich das Ende einer Trilogie stets gut. Das Produzenten-Duo Walter Hill und David Giler hoffte darauf, die Rezeptur von Camerons Aliens für einen dritten Alien -Film reproduzieren zu können. Mit einer neuen Kulisse, einem neuen Genre-Einschlag und nochmals mehr der Xenomorph-Kreaturen. Hill und Giler fragten daher unmittelbar Scott und Cameron an. Aber beide standen wegen anderer Projekte nicht zur Verfügung. „Ich hatte andere Dinge, die ich tun wollte“, sagte Cameron in einem Interview mit dem Magazin Starlog . Daher sponnen Hill und Giler selbst erste Ideen zusammen. Schließlich waren sie erfahrene Autoren und hatten ihren Teil dazu beigetragen, das Drehbuch zum ersten Alien -Film in Form zu bringen. Aber Lust hatten sie nicht darauf. „Das Studio wollte noch einen [ Alien -Film]“, sagte Hill in der Ausgabe #12 von Film International . „David und ich hatten es ein bisschen satt und wollten es hinter uns bringen.“ Den beiden spukten klischeehafte Bilder davon im Kopf herum, wie Ellen Ripley eine neue Alien-Spezies durch eine Blade-Runner -artige Metropole jagt. Auch gab es den Einfall, ein Godzilla-artiges Xenomorph New York City angreifen zu lassen. Aber für diese Einfälle konnten sie sich die Produzenten nicht einmal selbst begeistern. Im September 1987 wandten sich Hill und Giler, die zeitweise mit der Idee eines auf zwei Filme aufgeteilten Alien-3 -Films spielten, deswegen an den gerade hoch gehandelten Neuromancer -Autor William Gibson. Sie glaubten, dessen düstere, dreckige und pessimistische Cyberpunk-Ästhetik könnte gut zu Alien passen. Bis zum Frühjahr 1988 verfasste der Autor auf Basis einer 16-seitigen Ideensammlung der beiden Produzenten eine überdrehte Science-Fiction-Parabel auf den kalten Krieg, die er selbst als „den Versuch eines Romanautors“ bezeichnet , der „im Kino Halt gewinnen will“. Eine Weltraum-Sozialisten-Republik namens Union of Progressive Peoples mit einer riesigen Raumstation, genetische Experimente und ein Alien-Virus kommen vor, das aus infizierten Menschen und Affen fertig ausgewachsene Xenomorph platzen lässt. Aber „wirklich gut war das nicht“, sagte Gibson später. Zu chaotisch, opulent und teuer wäre seine Vision gewesen, urteilten zudem Hill und Giler. Mehrfach schrieb Gibson das Skript um und dampfte es ein. Letztlich beendete ein Autorenstreik die Zusammenarbeit der Produzenten mit Gibson. Natürlich war Gibson nicht der einzige Autor, der Interesse hatte, an einem Hollywood-Film zu arbeiten. Der mittlerweile für die Produzenten als potenzieller Regisseur gehandelte Renny Harlin, der gerade durch Nightmare on Elm Street 4 ins Scheinwerferlicht gerückt war, empfahl den Near-Dark -Autor Eric Red. Der schrieb binnen zwei Monaten ein obskures Drehbuch , dessen Geschichte in der Raumstation North Star angesiedelt ist, die unter einer riesigen Kuppel eine Nachbildung des mittleren Westens der USA beherbergt – mitsamt Feldern, Farmhäusern und Traktoren. In einem geheimen Biolabor der Station sollte jedoch auch mit Alien-DNA an Bauernhoftieren gearbeitet werden. Folglich müssen sich die Bauern bald Xenomorph-Kühen, -Schweinen und -Hühnern stellen. Ellen Ripley sollte in dem Drehbuch nicht vorkommen, sondern ein Cyborg-Soldat namens Sam Smith, da unklar war, ob Weaver weiterhin an Alien 3 beteiligt wäre. Eine Verfolgungsszene der sogenannten Wooden-Planet-Fassung von Alien 3 sollte in einer gigantischen Bibliothek stattfinden, die letztlich in Flammen aufgeht. Ⓒ 20th Century Fox / Stephen Ellis Das Drehbuch kam nicht gut an und auch Eric Red bezeichnet es in der Rückschau als „ein Stück Müll“. Daher engagierten Hill und Giler den späteren Pitch-Black - und Riddick -Autor David Twohy. Der lieferte 1989 ein Skript, das sich um einige Neuankömmlinge und eine Medizinerin auf einer Gefängnisraumstation in der Erdumlaufbahn namens Moloch Island dreht. „Ein Fleck Hölle, wo eigentlich der Himmel sein sollte“, heißt es im Skript. Gefangene arbeiten dort in Stahl- und Eisenhütten, die Erze aus Asteroiden verarbeiten. Außerdem werden die Gefangenen für Experimente mit Kreaturen missbraucht, deren DNA eingeschlossen in einem Asteroiden gefunden wurden. Diese Wesen brechen jedoch aus und marodieren letztlich durch die Zellenblöcke und Gefängnisanlagen. Wir machen den Film nicht ohne Sigourney. Joe Roth Ausgerechnet dieses Skript gefiel Sigourney Weaver. Daher war der größte Kritikpunkt nun: Ripley fehlt. „Wir machen den Film nicht ohne Sigourney“, sagte 20th-Century-Fox-Chef Joe Roth in einem Bericht von Entertainment . Also fand Twohy bei einer Überarbeitung eine Möglichkeit, sie in die Geschichte einzuflechten. Nun brauchte es nur noch einen Regisseur. Denn zwischenzeitlich hatte sich Renny Harlin verabschiedet, da er keines der Drehbücher mochte – und drehte stattdessen wenig später Stirb Langsam 2 . Zu diesem Zeitpunkt hatten Walter Hill und David Giler jedoch bereits jenen bislang kaum bekannten Regisseur namens Vincent Ward als Kandidaten für den Regiestuhl ausgemacht. Schwer zu kriegen Obschon Vincent Ward mit The Navigator einiges an Aufmerksamkeit erregt hatte, war er für das Produzenten-Duo nicht einfach zu finden. Denn nach seinem ersten großen Erfolg, gab er all seine Ersparnisse für Recherchereisen für eine Filmidee aus und lebte daher zeitweilig in einem mickrigen Kellerappartement. Das Angebot aus Hollywood hätte ad hoc all seine finanziellen Probleme gelöst. Dennoch lehnte Ward die Offerte ab – wie auch schon andere vorher. „Viele haben mich angerufen, wollten mit mir reden. Steven Spielberg gehörte dazu“, so Ward. Das hatte nicht mit Arroganz zu tun, so der Regisseur, sondern eher mit Ehrfurcht. Er glaubte, dass er nicht für Hollywood bereit war, ihm die Erfahrung und die „richtigen Drehbücher für all das“ fehlten. Das Produzenten-Duo gab aber nicht auf. Immer wieder riefen sie an und schickten ihm auch das 100 Seiten starke Drehbuch von Twohy. Letzteres stützte die Entscheidung des Neuseeländers aber nur zusätzlich. „Ich las es. Ich hasste die Geschichte“, sagt Ward. „Ich sagte daher wieder: Nein.“ Nachdem sein Agent und seine Freunde ihn als „wahnsinnig“ bezeichneten, diese Chance und das Geld einfach auszuschlagen, ließ er sich letztlich aber doch breitschlagen. Aber Ward stellte eine Bedingung. Wenn er Alien 3 drehen würden, dann basierend auf einer eigenen Geschichte. „Sie sagten: Mach!“, so Ward. „Ändere das Drehbuch, das ist okay.“ Das tat er dann auch. Der Flug nach LA Zu Beginn des Jahres 1990 saß der zu diesem Zeitpunkt knapp 33 Jahre alte Vincent Ward in einem Flugzeug nach Los Angeles. Zuvor hatte er Alien und Aliens geschaut. „Hier wurde zwei Regisseuren die Möglichkeit gegeben, eine ganz persönliche Vision zu verwirklichen“, sagt er. Genau das würde er auch versuchen, dachte er sich. Wenn er einen Hollywood-Film dreht, dann einen, der seinen Interessen, seiner Persönlichkeit und Leidenschaft entspricht. Erst zum Jahreswechsel hatte Ward mit Edge Of The Earth einen 185 Seiten starken Bildband mit Zeichnungen und Malereien veröffentlicht, die von The Navigator inspiriert waren und Prozessionen, Teufelsaustreibungen, Kirchenschiffe und altertümliche Bibliotheken zeigen. Laut Ward formten sich diese Bilder über die rund 15 Flugstunden in seinem Kopf zu einer Geschichte, die er dann Hill und Giler in groben Zügen präsentierte. In nur wenigen Wochen fasste Vincent Ward unterstützt vom legendär flinken Drehbuchautor John Fasan, der von den Produzenten angeheuert worden war, seine Ideen in ein verfilmbares Skript. Bereits Ende März 1990 war die erste Fassung fertig, die dann zunächst bei den Produzenten und dann 20th Century Fox auf dem Schreibtisch landete. Sie war origineller und auch schräger als alles, was sie erwartet hatten. Das Drehbuch beginnt mit einem Zitat aus Narziß und Goldmund von Hermann Hesse: „Aber wie willst denn du einmal sterben, Narziß, wenn du doch keine Mutter hast? Ohne Mutter kann man nicht lieben. Ohne Mutter kann man nicht sterben.“ Dann folgen Beschreibungen von Lichtern, Flüssen aus geschmolzenem Glas, Dampf und kurze Eindrücke von riesigen Räumen ganz aus Holz: Eine mittelalterliche Glaserei wird beschrieben. Dann kommen Männer in Mönchskutten ins Bild. Ein Mönch hat sich schwer verbrannt. Anschließend folgt die Kamera einem Heiler namens John durch zahlreiche surreale Szenerien: eine riesige Bibliothek, auf den Kopf gestellte Kirchenschiffe, kleine Seen und weite Getreidefelder und Weiden mit Windmühlen, die sich unter langen Hallen mit blau bepinselten Decken aufspannen. Die merkwürdige Mittelalterwelt ist aber kein Kloster oder eine Abtei auf einem fremden Planeten. Sie befindet sich in einer kugelrunden Raumstation namens Arceon, die als Exil für eine christliche und technologie-feindliche Sekte konstruiert und von dieser viele Jahrzehnte auf- und ausgebaut worden war – zu großen Teilen aus Holz und Glas. „Es war ein Ort wie aus den Bildern von Hieronymus Bosch“, sagt Ward. „Es hat verschiedene Ebenen auf denen verschiedenste Dingen passieren: die Glaserei, die Farmen, die Maschinen, die für Gravitation und Luft sorgen.“ Der im Skript acht Kilometer – aber laut Ward wohl „im finalen Film“ nur 1,5 Kilometer – breite Kunstplanet hat sogar eine dünne Atmosphäre und ein kleines Meer in einem Bassin, das sich unter einem Kirchturm auftut, der aus der Station hinausragt. Für das Innenleben des hölzernen Planeten hatten sich Vincent Ward und Konzeptzeichner wie Mike Worrall und Stephen Ellis zahlreiche Details ausgedacht, die die surreale Szenerie dennoch glaubhaft machen sollten. Wasseraufbereitungssysteme, Pumpanlagen und vieles mehr sollte über den Film hinweg zu sehen sein. Ⓒ 20th Century Fox / Mike Worrall Eben in diesem künstlichen Meer schlägt das Rettungsschiff ein, mit dem Ripley und das Mädchen Newt nach dem Ende des Films Aliens vom Militärschiff SS Sulaco fliehen mussten, nachdem es aus unerfindlichen Gründen von den Xenomorph überrannt wurde. Über Tage haben die Mönche bereits „das himmlische Licht“ beobachtet. Beim Aufprall stirbt Newt offenbar. Nur Ripley überlebt. Wie Ward sagt, hätte ihn Newt „nur genervt.“ Aber vor allem hätte er Ripley „einen Schlag versetzten“ wollen, der sie im Folgenden hadern lässt, ob es sich überhaupt lohnt, weiterzukämpfen. Dazu sollte sie, wie auch in dem Alien 3 , der letztlich im Kino startete, ein Alien-Embryo in sich tragen. Es sollte einem finsteren, tragisch-komischen Scherz gleichkommen, dass sie sich ein Kind und eine Familie wünscht aber stattdessen ein Xenomorph bekommt . „Für mich war es interessant, dass sich die Elemente der Alien -Geschichte mit der christlichen Mythologie überlagern lassen könnten“, sagte Ward. „Der Stern, das himmlische Gefährt mit der Gesandten und der Dämon, der ihr nachfolgt.“ Laut dem Drehbuch sollten die Mönche die Alien-Jägerin bergen und gesund pflegen. Tage bleibt sie bewusstlos und wird dabei von Albträumen geplagt. In einem davon sollte ein Xenomorph sich langsam an sie anschleichen, als wolle es sie küssen. In anderen sollte sie über ihre Tochter fantasieren, die bereits vor Jahren verstorben ist. Als sie erwacht, wird ihr erklärt, dass die Mönche hier nach „alter Art“ leben – und das schon seit 70 Jahren. Als sie hört, dass Newt tot ist und wie ihr Leichnam aussah, versucht Ripley die Mönche zu warnen. Denn sie fürchtet, dass ein Facehugger ins Shuttle gelangt sein könnte, der Newt mit einem Xenomorph infiziert hat, das aus ihr herausbrach und nun frei rumläuft. Ripley wird nicht geglaubt. Der Abt fürchtet, sie könnte ihre ruhige Lebensweise stören und lässt sie unter Arrest stellen. Unmittelbar danach zeigt sich jedoch, dass die Mönche auf Ripley hätten hören sollen. Der Heiler John wird gerufen, weil einige Schafe krank sind. Als er am Stall ankommt, beobachtet er, wie sich eines der Tiere windet und dann aus einer Explosion aus Blut und Eingeweiden ein Schafs-Xenomorph heraus birst. „Es zeigt die Merkmale des Tieres, in dem es sich entwickelt hat“, heißt es im Drehbuch. „Winzige rasiermesserscharfe Zähne und schwarze, glasartige Augen lugen aus einem verlängerten Kopf, der mit flaumiger, aber zotteliger Wolle bedeckt ist.“ Nun wird Ripley vorgeworfen, die „Pestilenz“ in das heilige Refugium gebracht zu haben. Sie wird in die Kerker des Kunstplaneten geworfen. Von dort will John sie retten, der glaubt, das Alien sei eine satanische Kreatur oder vielleicht sogar der Teufel selbst – und dass seine Nachkommen wie das Schafs-Alien die christliche Kolonie zerstören wollen. Währenddessen breitet sich die Alien-Plage aus. Die Sternenbestie, die offenbar aus Newt herausgebrochen war, kriecht durch die Zwischenschächte von Arceon und zieht arme Mönch direkt durch die Toiletten. Nur kurz nachdem John die gefangene Ripley und einen weiteren Gefangenen befreit hat, stehen bereits die Felder und Mühlen von Arceon in Flammen. Das Xenomorph rauscht nun durch eines der Felder und macht sich über die wehrlosen Mönche her. Dabei scheint es wie ein Chamäleon die Muster und Farbe seiner Umgebung anzunehmen. Weitere Gottesleute sind infiziert. Wobei die Alien-Embryos nicht, wie aus Alien und Aliens bekannt, durch den Brustkorb, sondern den Hals hervorbrechen. Es sollten wilde Szenen folgen, bei denen Ripley und ihr Gefolge durch eine riesige Bücherei hetzen, während ihnen das ausgewachsene Alien nachstellt. Im Finale treten Ripley und John dem Newt-Alien gegenüber und schaffen es, das Wesen in einen Bottich mit geschmolzenem Glas zu werfen und mit Wasser zu übergießen, woraufhin es zerfetzt wird. Aber Ripley scheint dennoch verdammt. Das Alien in ihr regt sich und will aus ihr herausbrechen. John will sie aber nicht aufgeben, vollzieht einen Exorzismus und schafft es, das Alien aus ihrem Körper in seinen zu saugen. Dann schreitet er in eine flammende Abtei. Letztlich entkommt Ripley erneut an Bord ihrer Rettungskapsel – mitsamt Johns Hund Mattias. So endet zumindest die bei Fox eingereichte Fassung des Skripts, die noch große Logiklücken und Unschärfeb aufweist. Wo das Alien und die Facehugger wirklich herkommen, wird nicht gänzlich geklärt. Stammt das Xenomorph tatsächlich von Newt oder war es bereits ausgewachsen an Bord des Schiffs? Und wo kommen die weiteren Facehugger her, die die Mönche und Schafe infizieren? Und wieso kann sich das eine Alien im Weizenfeld tarnen wie in Chamäleon? Doch diese Macken hätten noch adressiert werden sollen – zumindest in Teilen. Es war eine erste Fassung, aber „nicht der fertige Film“, wie Ward sagt, der auch einige der Charaktere noch zu „stereotyp“ fand. Außerdem sollte auch Sigourney Weaver ein Wörtchen mitzureden haben, die Ripley gerne sterben lassen wollte. Dafür hatte Ward schon eine Szene im Kopf, in der Ripley heldenhaft in die brennenden Felder schreitet und in einem Regen aus Feuer und zerbrechendem Buntglas ihr Ende findet. Der Anfang vom Ende Es ist nicht sicher, ob die Vision von Vincent Ward trotz oder gerade wegen ihrer ungewöhnlichen Kulisse und Herangehensweise die Studioleiter begeisterte. 40 Millionen US-Dollar wollte sich 20th Century Fox die Produktion jedenfalls kosten lassen und gab grünes Licht. „Ich wollte jeden Penny der 40 Millionen nehmen, um die Leute in Angst und Schrecken zu versetzen“, sagt Ward. Die sogenannte Vor-Produktion lief schnell an. Es wurden Konzeptbilder und Skizzen erstellt, das nötige Equipment organisiert und vieles mehr. Im Sommer 1990 wurde der Künstler und Experimentalarchitekt Lebbeus Woods angeheuert, um die Konstruktion der hölzernen Sakralbauten zu betreuen . Der errichtete in den Pinewood Studios in England, wo der Dreh stattfinden sollte, bereits erste größere und kleinere Bestandteile der geplanten Sets. Zudem traf sich Ward mit dem Schweizer Künstler und Alien -Vater HR Giger, der Ideen besteuern sollte. Und auch den Monty-Pyhton -Berühmtheiten John Cleese und Michael Palin stattete Ward einen Besuch ab, da er sie als Mönche im Film haben wollte. Passend zum religiösen Thema setzte das Studio Ostern 1991 als Kinostart an. Jedenfalls bis die gesamte Produktion plötzlich ins Stolpern geriet. Die Kosten für die Produktion von Alien 3 waren den Verantwortlichen plötzlich zu hoch. Der Film müsse günstiger und damit zwangsweise simpler, weniger aufwendig und epochal ausfallen. Mehrfach habe Ward vom Studio und den Produzenten kurze Notizen und Anmerkungen erhalten, was ginge und was nicht. Bei einer Unterredung wurde die Möglichkeit debattiert, das Holzkloster in eine Bergbaugemeinde auf einem Asteroiden umzuplanen. Im Stillen wurden bereits die Drehbuchautoren Greg Press und John Fasano engagiert, um das ursprüngliche Skript in eine „leichtgewichtigere“ Fassung umzuarbeiten, die sich mit einem weitaus kleineren Budget realisieren ließe. Weite Felder, die wirken, als würden sie in einer gigantischen Kirche wachsen und ein Alien, das ausschaut wie ein Schaf. Diese Bilder sollten Vincent Wards Alien 3 einzigartig machen. Und nein, wieso das Alien-Schaf ein Gesicht auf dem Hintern hat, das weiß keiner so genau. Ⓒ 20th Century Fox / Mike Worrall Vincent Ward bestand auf die ihm ursprünglich zugesicherte kreative Freiheit. „Ich habe gesagt, dass ich den Film nicht drehen werde, wenn sie von der Kernidee, die ich ihnen vorgeschlagen habe – und der sie vollends zugestimmt haben –, abweichen“, sagt Ward. Daher saß er wenig später nicht mehr mit am Tisch, als die Zukunft von Alien 3 besprochen wurde, sondern vor der Tür. Ward verließ die Produktion – und das sei, wie er in der Rückschau sagt, „schade“, aber auch „okay“. Die am Film Beteiligten erfuhren eher beiläufig von Wards plötzlich Abgang – und waren darüber vielfach enttäuscht. Denn die Passion und Ambition, die Ward in die ganze Produktion eingebracht hatte, sei ansteckend gewesen. Auch für Sigourney Weaver, die seine Geschichte als „eine sehr originelle Idee, die mich und alle anderen sehr beeindruckt hat“ bezeichnete. Für Ward war die Erfahrung mit Alien 3 vorerst das Ende seiner Hollywood-Karriere. Stattdessen drehte er von 1991 bis 1992 den Film Flucht aus dem Eis , eine Romanze, die in der Arktis spielt. Einen Hollywood-Erfolg landete er später dann aber dennoch. Über mehrere Jahre entwickelte er die Geschichte für einen Film, die schließlich 2003 als das Tom-Cruise-Spektakel The Last Samurai in die Kinos kam. Es war der größte Film an den Ward bisher beteiligt war. Zerrissen Nach dem Aus für Vincent Ward sollte die Produktion von Alien 3 nicht unterbrochen werden. Zu viel hatte die ganze Unternehmung bereits gekostet – Geld, Zeit und Personal. Die Produzenten machten kein großes Aufheben um die Situation, sondern heuerten prompt einen neuen Regisseur an, der den verlassenen Regiestuhl als Chance sah: den zu dieser Zeit gerade einmal 28 Jahre alten David Fincher, der später als Fight-Club - und The-Social-Network -Macher bekannt wurde, damals aber noch als Kameraassistent und Regisseur für Musik- und Werbevideos arbeitete. Zusammen mit dem Highlander - und Beverly-Hills-Cop-2 -Autor Larry Ferguson arbeitete er auf Basis der letzten Drehbuchentwürfe eine weitere Skriptfassung aus, die allem voran schnell und günstig bewältigbar sein sollte. Wirklich zufrieden war mit diesem Drehbuch allerdings niemand. Sigourney Weaver kritisierte das neue Skript, das sie klingen lasse, wie einen „angepissten Sportlehrer“, und legte ihr Veto ein. Daher übernahmen Hill und Giler und verschmolzen die Drehbücher von Ward und Twohy. Aus dem Klosterplaneten wurde der Gefängnisplanet Fiorina ‚Fury‘ 161, die Glasbläserei wurde zu einer Metallhütte und die Mönche wurden zu Sträflingen, die zur Religion gefunden haben. Aber auch diese Fassung stieß auf Widerstand. Doch noch eine Chance? Seit dem Scheitern von Vincent Wards Vision für Alien 3 soll dem Regisseur mehrmals von Studios und Produzenten angeboten worden sein, sein Konzept als eigenständigen Film abseits des Alien -Universums umzusetzen. Aber Ward lehnte immer wieder ab. Denn: „Ich glaube, es funktioniert nur mit dieser Kreatur wirklich gut.“ Eventuell könnte es diese Version von Alien 3 aber trotzdem noch geben. Denn in den vergangenen Jahren wurde das ebenfalls oft debattierte Alien-3 -Drehbuch von William Gibson sowohl als Comic und Audio-Drama als auch als Roman umgesetzt. Wir haben bei Vincent Ward angefragt, ob das auch für ihn ein Weg wäre, seine Vision doch noch zu realisieren, aber haben bislang noch keine Antwort auf diese Frage erhalten. Trotzdem begann im April 1991 der Dreh. Im Hintergrund arbeiteten Giler und Hill weiter. Immer wieder erhielt Fincher daher per Fax Änderungen der Dialoge und umgebaute Szenen von den Produzenten. Deswegen mussten immer wieder eigentlich abdrehte Passagen neu gefilmt werden. Das frustrierte sowohl die Darsteller als auch Fincher. Dazu erkrankte der Kameramann Jordan Cronenweth nach einigen Wochen schwer und musste durch Alex Thomson ersetzt werden. Für zusätzlichen Druck sorgte ein Trailer, den das Studio in den Kinos laufen ließ, der den neuen Kinostart für Winter 1991 ankündigte. Fincher und den Produzenten war klar, dass der Film dieses Datum reißen würde. Denn einer Probevorstellung einer ersten Schnittfassung im September 1991 fiel der Film bei einem Testpublikum glatt durch. Vor allem zahlreiche Logiklücken, inkonsistente Charaktere und mangelnde Erklärungen für Situationen wurden auf den Feedback-Karten vermerkt. Nach dem offiziellen Drehschluss wurden Cast und Crew daher nochmals für Nach- und Neudrehs eingeflogen. Darunter für eine Szene, in der ein Alien aus einem Hund herausbricht, die einst aus Kostengründen ausgespart wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten Hill und Giler elf Fassungen ihres Drehbuchs geschrieben. Bei der Nachproduktion und dem Schnitt bestand das Studio auf einen Film, der weniger als zwei Stunden lang ist – eine halbe Stunde weniger, als es Fincher lieb war. Als Alien 3 im Mai 1992 mit gehöriger Verspätung in den Kinos startete, wurde er zwar zum finanziellen Erfolg. Doch sowohl viele Zuschauer als auch Kritiker zerrissen den Film. Aber wie willst denn du einmal sterben, Narziß, wenn du doch keine Mutter hast? Ohne Mutter kann man nicht lieben. Ohne Mutter kann man nicht sterben. Hermann Hesse Bis heute gilt Alien 3 für viele als der schlechteste Teil der Saga – wobei die später erschiene und über 30 Minuten längere Assembly-Cut-Schnittfassung, die auf Finchers Notizen basiert, viele Fans gewonnen hat. David Fincher erklärte Jahre später in einem Interview , dass „niemand [ Alien 3 ] mehr hasst als ich“. Ganz so hart mag Vincent Ward nicht urteilen. Er hat Alien 3 trotz seiner Enttäuschung geschaut und meint, David Fincher habe „das Beste aus dem gemacht, was er unter diesen Umständen erreichen konnte“. Dennoch kommt es Ward vor, als sei seine Vision geradezu „ausgeweidet“ worden. Von seinem Drehbuch seien nur „kleine Dinge“ und einige Wendungen übriggeblieben. Dennoch habe er seinen Teil zur Alien -Saga beitragen können, und das schätze er. Die Arbeit an Alien 3 , meint Ward, habe ihn stark geprägt, aber auch beinahe überfahren – so wie die Autos auf der deutschen Autobahn. Der Artikel basiert auf einem Interview, das der Artikelautor bereits vor mehreren Jahren mit Vincent Ward führte. Weitere Information und zahlreiche weitere Bilder zu Vincent Wards Alien 3 findet ihr auf der offiziellen Website des Regisseurs und Künstlers. Titelbild: Sega / Anpassung Michael Förtsch Konzeptbilder: 20th Century Fox / Vincent Ward, Stephen Ellis, Mike Worrall Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! 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- Die besten Filme für die #WirBleibenZuHause-Quarantäne | 1E9.community
Drinnen bleiben, vom heimischen Sofa aus arbeiten und physische interpersonelle Kontakte vermeiden. Das ist es, was Experten und Regierungen gerade empfehlen. Dadurch lässt sich die Corona-Pandemie ei... 21. März 2020 Die besten Filme für die #WirBleibenZuHause-Quarantäne Drinnen bleiben, vom heimischen Sofa aus arbeiten und physische interpersonelle Kontakte vermeiden. Das ist es, was Experten und Regierungen gerade empfehlen. Dadurch lässt sich die Corona-Pandemie eindämmen. 1E9 präsentiert euch die passenden Filme, die ihr während der Viren-Quarantäne nachholen könnt. Von Michael Förtsch Auf Twitter, Facebook, Instagram und anderen Social Networks zeigen Tausende Menschen unter Hashtags wie #WirBleibenZuHause und #StayAtHome , wie sie während der Corona-Pandemie die Zeit in der eigenen Wohnung verbringen. Das ist es nämlich, was die Experten und die Regierungen empfehlen. Dadurch können viele ganz einfach mithelfen, das Coronavirus einzudämmen und die Infektionskurve flach zu halten. Wer selbst krank ist, steckt keine anderen an. Und wer noch gesund ist, reduziert die Gefahr einer Infektion. Aber natürlich: Ganz so einfach ist es nicht, sich in den eigenen vier Wänden zu isolieren, weder Freunde noch Verwandte zu besuchen oder sich bei der Frühlingssonne in ein Café zu setzen. Langeweile und Lagerkoller drohen. Aber die #WirBleibenZuHause- und #StayAtHome-Quarantäne bietet auch die Möglichkeit, mal den ein oder anderen Film nachzuholen. Und da gibt es durchaus einige, die erschreckend gut zur aktuellen Lage passen, sich mit Pandemien, Isolation und Krisenmanagement befassen. Dabei handelt es sich aber nicht einfach um Angstmacherei oder Katastrophenvoyeurismus. Vielmehr können einige dieser Produktionen Verständnis für die aktuelle Lage schaffen. Sie können helfen, zu reflektieren und die aktuelle Situation besser nachvollziehen – auch, weil sie in einigen Punkten weit an der Realität vorbeiziehen. Contagion In den letzten Wochen hat sich Contagion zu einem unheimlichen Streaming-Hit entwickelt. Im Film von Regisseur Steven Soderbergh verbreitet sich ein tödliches Virus auf der Welt. Die Symptome: Fieber und Husten. Wissenschaftler wie Leonora Orantes und Erin Mears versuchen, das Virus zu analysieren und seinen Ursprung zu ermitteln. Gleichzeitig bricht die Gesellschaft zusammen. Abertausende sterben, es kommt zu Versorgungsengpässen und Panik. Ebenso kursieren Gerüchte und Falschmeldungen. Menschen versuchen, von der Angst zu profitieren. Contagion ist nicht reißerisch, sondern nüchtern, distanziert und dadurch gefühlt sehr nah an der Realität. Contagion ist auf YouTube, Google Play und Amazon Prime Video verfügbar. Pontypool Der kanadische Radiomoderator Grant Mazzy glaubt, er würde einen Tag wie jeden anderen erleben, als er in seinem Studio im Ort Pontypool auf Sendung geht. Doch dann erreichen ihn Meldungen über Menschen, die urplötzlich auf ihre Mitmenschen losgehen und als Mob durch die Städte marodieren. Ein Arzt, den Mazzy interviewt, hat eine Theorie: Es ist ein Virus, das die Menschen durchdrehen lässt. Aber eines, das durch Worte übertragen wird, die verseucht sind. Gerade das macht den mit wenig Budget und begrenzter Kulisse gedrehten Film von Bruce McDonald zu einem interessanten Gedankenexperiment – und zu einer Parabel auf Fake News und Verschwörungstheorien. Pontypool ist auf Amazon Prime Video verfügbar. Right At Your Door Brad und Lexi sind ein glückliches Paar und leben in einem Vorort von Los Angeles. Nach dem Lexi sich als Radioreporterin in die Innenstadt aufmacht, kommt es dort zu mehreren Explosionen. Brad versucht vergeblich, seine Frau zu erreichen. Meldungen über giftige Rauchwolken und einen toxischen Ascheregen verbreiten sich. Daraufhin schließt sich Brad mit seinem Nachbarn Alvaro in seinem Haus ein, das sie mit Klebeband und Klarsichtfolie abdichten. Doch genau das droht den Überlebenden im Film von Chris Gorak zum Verhängnis zu werden. Right At Your Door ist auf iTunes verfügbar. Antiviral Gemeinsames Leiden kann verbinden – das nimmt die Lucas Clinic wörtlich. Denn sie kauft in der Horror-Thriller-Welt von Brandon Cronenberg die Viren und Bakterien, an denen Supermodels, Schauspieler und andere Berühmtheiten erkrankten – und zwar, um sie gegen viel Geld den Fans zu injizieren, die sich ihrem Idol besonders nahe fühlen möchten. Syd March arbeitet für die Lucas Clinic und betreibt ein Nebengeschäft auf dem Schwarzmarkt. Dafür stiehlt er Erreger und nutzt seinen eigenen Körper als Brutkasten. Doch dann unterschätzt er die Gefahr eines Virus – und dessen so imposant wie verstörend inszenierten Symptome. Antiviral ist auf Amazon Prime Video und Google Play verfügbar. Outbreak Die Wolfgang-Petersen-Produktion Outbreak ist einer der Klassiker unter den Viren-Filmen. In dem kommt es in den USA zunächst zu vereinzelten Ausbrüchen einer neuartigen Krankheit, die sich schnell zu einer Epidemie entwickeln. Der junge Militärforscher Sam Daniels will den offenbar mutierten Ebola-Erreger untersuchen und den Überträger der Krankheit finden. Dabei steht ihm die Seuchenforscherin Robby Keough zur Seite, die meint, ein Gegenmittel entwickeln zu können. Doch bei ihrer Mission werden beide alsbald vom US-Militär sabotiert. Outbreak ist auf Amazon Prime Video, iTunes, YouTube und Google Play verfügbar. Hidden Vor über 300 Tagen gingen sie unter die Erde. Seitdem leben Ray, Claire und ihre Tochter Zoe von Vorräten, die sie nach einer Katastrophe gerade noch in ihren Bunker retten konnten. Sie versuchen, ihr Leben so gut es geht weiterzuführen. Jedoch wird das immer schwieriger. Denn Ratten machen sich an ihrem Essen zu schaffen und über der Erde scheinen furchterregende Wesen nur darauf zu lauern, den Eingang zu ihrem Refugium ausfindig zu machen. Der Film der für Stranger Things bekannten Duffer-Brüder gleicht einem Kammerspiel und wartet mit so einigen interessanten Wendungen auf. Hidden ist auf Amazon Prime Video, YouTube, Google Play und iTunes verfügbar. Carriers Im Horror-Streifen der Brüder Àlex und David Pastor hat das Virus gesiegt. Weite Teile der Welt sind wie leergefegt und zu gesetzlosen Einöden verkommen. Danny, Brian und ihre Freundinnen Bobby und Kate wollen sich daher zu einem sicheren Ort durchschlagen, an dem sie einst ihre Kindheit verbrachten. Für ihre Reise haben sie strikte Regeln aufgestellt, um einer Infektion zu entgehen. Als sie jedoch auf einen Vater mit seiner kranken Tochter stoßen, kommt es zum Streit darüber, wieviel Mitgefühl und Menschlichkeit in dieser Welt noch angebracht und geboten sind. Carriers ist auf Amazon Prime Video, YouTube, Google Play und iTunes verfügbar. Andromeda: Tödlicher Staub aus dem All Ein Satellit schießt aus dem All und schlägt nahe der Kleinstadt Piedmont in New Mexico in den Boden. Nur wenig später sind alle Bewohner tot. Abgesehen von einem Kleinkind und einem Trunkenbold. Soldaten, die den Satelliten bergen sollten, sterben ebenso binnen Sekunden. Die Regierung schickt daher vier Wissenschaftler in ein Geheimlabor, um herauszufinden, was da vor sich geht. Der 1971 gedrehte Film basiert auf dem Erfolgsroman The Andromeda Strain von Michael Crichton und ist auch heute noch ein überzeugender, wenn auch etwas anachronistischer Science-Fiction-Thriller. Andromeda ist auf Amazon Prime Video, YouTube und Google Play verfügbar. Pandemic Ein Amerikaner steigt in ein Flugzeug. Er kehrt nach einem Surfurlaub zurück in die Heimat. Aber während des Fluges beginnt er zu husten und zu keuchen – und stirbt. Kayla Martin, eine Ärztin des CDC, wird informiert und stellt alle Passagiere unter Quarantäne. Ein Geschäftsmann stiehlt sich jedoch davon und trägt das noch unidentifizierte Virus mitten nach Los Angeles. Daraufhin weigert sich auch der Bürgermeister der Metropole die Bedrohung ernstzunehmen. Die zweiteilige TV-Produktion von Bryce Zabel und Jackie Zabel vermischt Action- und Thriller-Elemente und schafft es trotz eines schmalen Budgets eine spannende, wenn auch vielfach vorhersehbare Geschichte zu erzählen. Pandemic ist auf Amazon Prime Video verfügbar. Phase 7 Coco und Pipi bemerken es zunächst gar nicht. Erst mit reichlicher Verspätung registriert das Pärchen, das gerade in einen Wohnblock in Buenos Aires gezogen ist, dass ihr gesamter Stadtteil unter Quarantäne gestellt wurde. Und zunächst versuchen beide das zu ignorieren. Aber als dann ihre Lebensmittel knapp werden, lässt sich Coco vom paranoiden Verschwörungstheoretiker Horatio einspannen, der alle anderen als eine potenzielle Bedrohung versteht. Nicolás Goldbarts Phase 7 ist eine schräge Mischung aus schwarzer Komödie und Katastrophen-Thriller, die jedoch mittlerweile erschreckend aktuell und plausibel wirkt. Phase 7 ist auf Amazon Prime Video und iTunes verfügbar. It Comes at Night Ein Virus hat die Welt so schnell dahingerafft, dass keiner wirklich weiß, was es war und wie es nun auf der Welt ausschaut. Paul, seine Frau Sarah und ihr Sohn Travis verschanzen sich daher in einem Haus im Wald. Als jemand in das Haus einbrechen will, stellt sich heraus, dass noch eine Familie überlebt hat. Das Trio nimmt sie auf. Doch daraufhin kommt es zu Vorfällen, die Paul misstrauisch werden lassen und glauben machen, dass jemand das Virus in ihre sicher geglaubte Zuflucht schleppte. Das von Trey Edward Shults inszenierte Thriller-Drama ist bedrückend, gnadenlos und blutig. Und es zeigt, wie fatal es sein kann, wenn Vorsicht in Paranoia umschlägt. It Comes at Night ist auf Netflix, Amazon Prime Video, iTunes, YouTube und Google Play verfügbar. A Breath Away Keiner hatte das Desaster vorhergesehen. Von einem Moment auf den anderen wird Frankreich in Daniel Robys A Breath Away von einem Erdbeben erschüttert. Danach steigt ein tödlicher Nebel aus dem Boden, der in Paris bis in den vierten Stock reicht. Nur knapp können sich Matheiu und Anne in die hochgelegene Wohnung ihrer Nachbarn retten. Ihre Tochter müssen sie zurücklassen. Sie leidet an einer schweren Atemerkrankung und lebt in einer Isolationskapsel mit eigener Filteranlage. Wie die Überlebenden erkennen, müssen sie jedoch so schnell wie möglich raus aus der Stadt. Denn langsam, aber sicher steigt der Nebel immer höher. A Breath Away ist auf Amazon Prime Video, iTunes, YouTube und Google Play verfügbar. Achtung: 1E9 soll die neue Community für Zukunftsoptimisten werden. Wir sind derzeit noch in der Closed Beta, aber du kannst dich hier auf die Warteliste setzen lassen. Dann melden wir uns schon bald! Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! Konntest du mit diesem Artikel etwas anfangen? Ja Job, der Bot Das freut mich zu hören! Darf ich fragen warum? Abschicken Leider gab es einen Fehler. Bitte probiere es später noch einmal! 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- Mit Captain Picard und Thomas Morus auf einen pangalaktischen Donnergurgler | 1E9.community
Die Alte Welt war nicht mehr Maß aller Dinge und die Neue Welt war zu den Sternen ausgewandert. Die Science-Fiction-Expertin Ronit Wolf wagt ein Gedankenexperiment. Sie lässt den Captain der Enterpris... 15. Dezember 2019 Mit Captain Picard und Thomas Morus auf einen pangalaktischen Donnergurgler Die Alte Welt war nicht mehr Maß aller Dinge und die Neue Welt war zu den Sternen ausgewandert. Die Science-Fiction-Expertin Ronit Wolf wagt ein Gedankenexperiment. Sie lässt den Captain der Enterprise, der in der utopischen Zukunft von Star Trek lebt, und den Schöpfer der Ur-Utopie aufeinandertreffen. Und dann schaut sie, was die beiden sich zu sagen hätten. Von Ronit Wolf Klar, bei einer Dystopie bist du immer auf der Dark Side of the Moon . Du hast die Realisten-Rolle gepachtet, bist schon zu oft von der Geschichte eingeholt worden und schaust dem Elend direkt ins Auge! Wenn man sich die Sensations-Egozentrik der Nachrichten so ansieht, ist der dystopische Ansatz die Welt zu lesen scheinbar realistisch. Medial wird kaum etwas anderes als der übliche Schreck vermittelt. Denn wer schaut schon gern Geschichten, in denen alles gut geht? Aber machen wir nicht das gleiche mit unseren Dystopien? Und sind diese nicht genauso reizarm? Was soßt sich da durch unsere Dramen: Krieg und Kampf, Unverzeihliches, allerlei (Umwelt-)Katastrophen, die Welt ist unrettbar, die Menschen sowieso – und unsere Kinder so verkorkst wie wir selbst. Na dann: Prost! Ansonsten können wir ja nichts mehr tun. Einfach ist das allemal, denn jammern geht immer und Schlimm sucht sein Superlativ. Utopien schienen bis vor kurzem aufgegeben, doch allmählich wagt man sich wieder an sie ran! Doch WIE gehen die? Vielleicht wie das Beamen? Man sieht das Resultat, aber nicht den Weg dahin!? Machen wir folgendes Gedankenexperiment und beamen Thomas Morus , den Vater aller Utopien und Schöpfer des 1516 erschienenen Werks Utopia (org. Von der besten Staatsverfassung und von der neuen Insel Utopia, ein wahrhaft goldenes Büchlein, genauso wohltuend wie heiter… ), auf die Enterprise (präzise: die NCC-1701-D, Holodeck-Historien-Programm von Captain P.). Thomas M. staunt nicht schlecht, als er sich im Ganzen wieder im Transporterraum des 24. Jahrhunderts findet. Nicht nur er wird ordnungsgemäß repliziert, sondern Captain Jean-Luc Picard empfängt ihn und erzählt gleich wie das geht: „Die gesamte Energieversorgung sowie das Wirtschaftssystem der Erde fußt auf Replikatoren – Energie kann direkt in Materie umgewandelt werden und vice versa. Das macht auch das Geld und den Hang nach materiellen Gütern redundant.“ Morus ist entzückt: „Das spart dann auch den Gang auf den Markt und zum Schuster! Ha!“ Morus hat verstanden und ist begeistert: „Und ich sage Ihnen Herr Picard, die Geldwirtschaft abzuschaffen, auf die Idee bin ich auch schon gekommen! Aus Ekel vor dem Mammon haben wir sogar Nachttöpfe aus Gold! Ganz formidabel, wie Sie das hier umgesetzt haben!“ Ja, frech ist die Star-Trek -Gesellschaft allemal, sein Kreateur Gene Roddenberry hat im 24. Jahrhundert einfach mal das Geld abgeschafft. Außer Sternenflotten-Uniformen und Waffen kann man sich so ziemlich alles auf der Enterprise replizieren. Da scheint man in einer nicht weiter definierten und ziemlich amerikanischen Form des Sozialismus zu leben. Die Erde ist im Universum der Serie Star Trek: Das nächste Jahrhundert eine echte Utopie. Geld ist hinfällig, gearbeitet wird, um sich selbst zu verwirkliche. CBS Television Morus war weit schneller als Marx und nimmt die Idee einer Vergesellschaftung der Produktionsmittel vorweg. Güter werden nach Bedarf hergestellt und entsprechend verteilt. In seinem Utopia, dem Nichtort einer Insel mitten im Nirgendwo ist die Gesellschaft egalitär – Morus schwärmt: „Unser Utopia ist ein wahrhafter Fürsorger. Alle sind vor dem Gesetz gleich – niemand besitzt etwas, so sind alle reich. Es wird zusammen gegessen, man haust in Sippen. Die Älteren sagen, was die Jüngeren zu tun haben.“ Aber sehen sie sich doch einmal hier auf ihrem Schiff um? Sie tragen doch auch alle die gleichen… Schlafanzüge!? „Oh!“, Picard schnauft, “Ohjee. Das klingt ja wie Weihnachten? Sie essen alle das Gleiche und zusammen?“ „Wir tragen sogar das Gleiche! Vom Vorsteher bist zur ganzen Familie. Aber sehen sie sich doch einmal hier auf ihrem Schiff um? Sie tragen doch auch alle die gleichen… Schlafanzüge!?“ Da fabuliert T. Morus: „Die Insel umfasst 54 Städte, alle geräumig und prächtig, in Sprache, Sitten, Einrichtungen und Gesetzen genau übereinstimmend. Und im Zentrum der Insel liegt die Hauptstadt Amaurotum. Wie viele Städte umfasst ihre Gemeinschaft, Herr Picard? Ihnen genügt wohl nicht mehr eine Insel, um sich fremde Territorien und Welten vorzustellen?“ Da lacht Picard und läuft weiter Seite an Seite mit dem neugierigen Zeitgenossen durch die Gänge der Enterprise: „Nach dem ersten Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation im Jahr 2063, während des Warpantrieb-Jungfernflugs durch Zefram Cochrane, wurden einige Vulkanier auf uns aufmerksam. Ein Jahrhundert danach ging es los mit der Föderation. Die Erdbewohner sind Gründungsmitglieder des Bundes, der nun 150 Planeten und mehr als 1.000 Kolonien umfasst! Wir unterhalten zahlreiche Raumschiffe, orbitale Stationen und natürlich Städte! So wurden wir ein friedlicher, multikultureller Planetenbund. Es gibt keine Staaten mehr auf der Erde, sondern eine Weltregierung. Morus schnappt nach Luft: „Wie aufregend! Sie beziehen ihre Identität nicht mehr über einen Staat? Gibt es bei Ihnen noch Helden, Picard? Sagen Sie Captain: kennen Sie zum Beispiel diesen Amerigo Vespucci? Ein Weltenbummler ist das! Und was der alles bei uns entdeckt hat! Also da können sie sich mal was von abschneiden. Sogar dieser neue Kontinent Amerika wurde nach ihm benannt!“ „Ja, das ist mir bekannt. Aber ich kenne ihn nicht persönlich“, grummelt Picard. „Tss, tss, tss. Herr Picard, wissen Sie, irgendwie bin ich neidhaft“, sagt Morus. Der Nichtort Utopia war einst ein Traum von einem Staat. Heute wirkt sein Entwurf nicht mehr ganz so wünschenswert. Der Autor schaut sich ehrfürchtig im Schiff um: „Dieses ganze Machwerk der Utopia ist ja eigentlich nur ein Geschwätz von mir. Ich würde Ihnen jetzt auch gerne mehr über sagenhafte, fremde Länder und Völker berichten! Zumindest über eine Alternative zu diesem ganzen Mist zu fabulieren war mir ein Anliegen. Kann das ein Ansatz sein?“ Picard lächelt vieldeutig und bringt Morus als Gast in die Bar Zehn Vorne. Ganz vorn am Bug des Schiffes, um die fantastische Aussicht zu genießen und neueste Gaumenfreuden zu teilen. Sie machen es sich an der Theke bequem und bestellen einen Warp-Core-Breach-Cocktail und einen pangalaktischen Donnergurgler. Jean-Luc Picard weiß, dass in Morus’ Zeit noch echter Alkohol ausgeschenkt wird, also macht er sich keine Sorgen. Die Barkeeperin Guinan lächelt gleichfalls vieldeutig – offenbar kennt sie den älteren Herrn. Beide: „PROST!“ Der Erwerb von Reichtum ist nicht mehr die treibende Kraft in unserer Gesellschaft. „Fantastische Aussicht, Herr Picard – einfach fantastisch!“ Morus ist begeistert: Sagen Sie, wie teuer war das hier alles? Das ist ja schier unglaublich, diese Architektur, diese Geschwindigkeit, das Mobiliar!“ „Das eine bedingt das andere“, spricht Picard, „Der Erwerb von Reichtum ist nicht mehr die treibende Kraft in unserer Gesellschaft. Wir leben um, uns selbst zu verbessern und den Rest der Menschheit.“ Hier kann Morus anknüpfen, denn der Captain gibt da eine eschatologische Definition ab: „Ihre Zukunft hofft auf die Vollendung des Einzelnen, sowie der gesamten Schöpfung! Das bedeutet nicht weniger als den Anbruch einer neuen Welt! Sehr schön formuliert, was will man mehr?“ „Das Prinzip Hoffnung beschreibt den Menschen, das ist der Anfang jeder Utopie“, so Picard. „Zitieren Sie da jemanden den ich noch nicht kenne, Captain?“, sagt Morus mit neugieriger Miene. „Nun, ich will nicht zu viel vorwegnehmen“, sagt Picard grübelnd. „Dieser Durst nach Wissen und Weiterentwicklung ist das, was die Föderation der Planeten im Innersten zusammenhält. Unsere Welt ist ein Paradies, die Technologie ist hoch entwickelt und dient den Menschen. Unsere Energieversorgung ist nicht ressourcenabhängig, wir verfügen über endlose Energie in Materie-Antimaterie-Reaktionskammern. Das Volk ist versorgt, es herrscht soziale Gleichstellung.“ Morus starrt in seinen Drink und redet weiter: „Wissen sie Herr Picard, mein Utopia ist gleichfalls auf Sinn und Verstand gebaut. Vernunft begründet unseren Staat. Doch müssen alle noch in der Landwirtschaft arbeiten, um die Felder zu bestellen und Nahrung zu produzieren. Sie können aber auch ein anderes Handwerk nebenbei erlernen. Wir beschäftigen jeden nur mit dem Nötigsten, keiner macht irgendetwas, das als überflüssig zu betrachten wäre. Bei uns arbeitet niemand um des Arbeiten Willens.“ „Nun, unsere ersten Astronauten waren auch Gärtner und Bauern. Irgendwer musste ja dieses Brachland an Planetenackern bestellen. Aber bei der Landwirtschaft ist es nicht geblieben. Unser ganzes System basiert auf Neugier, Forschung und Entdeckung. Jedem ist freigestellt zu werden, was er möchte. Eine gute Ausbildung kann jeder freiwillig beziehen, wenn er denn mag. Vor dem Gesetz der Weltregierung der Föderation sind alle gleich. So konnten wir ein stabiles soziales System entwickeln“, erklärt Picard stolz. Und Thomas wird redselig: „Ja, auch wir haben Demokratie!“ „Naja“, räumt Picard vehement ein, „Wenn auch nach antikem Vorbild! Ich würde es eher eine patriarchalische Hierarchie nennen.“ „Nun, wenn gar nichts mehr hilft, dann muss man eben die Sachen radikal anders angehen“, beteuert Morus. Jean-Luc Picard, der Kapitän der USS Enterprise. CBS Television Picard fragt ihn und blickt dabei noch nachdenklich zur Barkeeperin: „Spielen sie damit darauf an, dass in Ihrer Demokratie noch immer Sklavenhandel und Strafen erhoben werden?“ Morus rümpft die Nase und fährt fort: „Ja, Strafen und Sklaverei gibt es noch in Utopia. Dafür aber weniger Gesetze und keine Anwälte – denn jeder ist sein eigener Vertreter. Das Leben ist einfach: Wer ohne Genehmigung vereisen will, kriegt eins aufs Maul und wer Ehebruch betreibt wird Sklave. Aber jeder kann ein glückliches Leben führen, wenn er denn möchte und sich an die Regeln hält. Da es kein Privateigentum gibt, betreibt man ernstlich die Interessen der Allgemeinheit. Niemand besitzt etwas – ergo sind alle reich. Wer ohne Genehmigung vereisen will, kriegt eins aufs Maul und wer Ehebruch betreibt wird Sklave. Wir haben keine parasitäre Oberschicht im Sinne einer Aristokratie oder Elite. Der Gang zu den Behörden vollzieht sich höchst unbürokratisch als auch in freundschaftlicher Form. Und wem das nicht genügt, so herrscht bei uns auch Glaubensfreiheit!“ Für Picard, der viele Bücher noch im Original besitzt, erinnert das alles etwas an die urchristliche Gemeinde, wobei die Utopier Heiden sind. Sie verehren Sonne, Mond und Sterne – eine tiefsitzende Liebe, die Picard kennt, der Grund weswegen er zur Sternenflotte ging. Die Utopier glauben an ein ewiges, unendliches und schöpferisches Wesen. Es herrscht Religionsfreiheit. Picard denkt. Er ist Humanist, eine Tatsache, die er für sich behält. Er glaubt an das Gute im Menschen; nicht jedoch an ein höheres Wesen, das die Geschehnisse im Universum lenkt. Die Humanisten, die erst ab Ende des 15. Jahrhunderts in Europa so heißen, fanden Vernunft, Frieden und Toleranz auch eine ganz steile Sache. Doch Morus’ Utopia ist nicht wirklich ein Idyll. Picard ist neugierig: „Ihr Utopia erscheint mir trotz der Liebe zum Frieden doch sehr wehrhaft, oder? Sie besitzen große Söldnerheere, die sie bei unabdingbaren Kriegen von Außen einsetzen. Mir scheint sie verteidigen ihr Utopia bis aufs Äußerste.“ „Ja, allerdings, – da haben sie recht. Aber ihr Militär tarnen sie doch mit dem Sternenflotten-Personal genauso! Und sagen sie mir jetzt nicht, in ihrer Flotte gäbe es keine Kriegsschiffe“ , erwidert der Thomas jetzt ganz verschmitzt. Picard wird wacher: „Wir unterscheiden im Großen und Ganzen zwischen Zivilbevölkerung und dem Sternenflotten-Personal. Polizei oder Militär ist auf der Erde gerade nicht mehr existent, da es keine Straftaten oder Kriminalität gibt. Zivilisten sind nicht weiter differenziert, jeder darf seinen Glauben, seine Berufung und sein Umfeld frei wählen. Gesetz dem Fall einer möchte das überhaupt. Die Vereinte Föderation der Planeten schafft Verhältnisse in denen ihre Mitglieder ein glückliches Leben führen können – wenn sie das möchten. Morus wird nachdenklich und schaut in die Sterne: „Liest mich eigentlich noch irgendwer in Ihrer Zeit, Herr Picard?“ Liest mich eigentlich noch irgendwer in Ihrer Zeit, Herr Picard? Picard verschluckt sich beinahe an seinem Drink und ringt um Worte: „Naja, sagen wir es mal so: Sie haben ein ganzes Genre begründet, Herr Morus. Und bis ins 19. Jahrhundert überwogen Utopien. Das alles hat sich erst mit dem Trendwechsel um die Jahrhundertwende geändert. Da entwickelten sich die Dystopien – ihr Gegenentwurf. Allen voran Aldous Huxleys Schöne Neue Welt und George Orwell mit , das waren lange Klassiker der Anti-Utopie. Wissen sie, die Kulturen der Erd-Staaten durchlebten Anfang des 20. Jahrhunderts viele Krisen. Eine von diesen Krisen war der Imperialismus, gefolgt vom Idealismus und dem technischen Fortschritt. Das Ganze fand seinen Höhepunkt im Ersten Weltkrieg. Da hatte man dann andere Probleme.“ „Gab es unrealistischere Utopien als die meine?“, bohrt Morus weiter . „Ja, aber man kann nur hoffen das die nächsten Utopien noch lächerlicher werden“, holt Picard aus. „Das lässt Raum für eine interessante Zukunft. Das Schlaraffenland aus dem Mittelalter fand ich persönlich recht skurril. Eine Welt, in der Essen an den Bäumen hängt und man nichts mehr tun muss; nur warten bis gebratene Hähnchen in den Mund fliegen. Die kennen sie doch? Utopien müssen offen bleiben!“ „Mäuler auch! Aber ja!“, ruft Morus und bestellt sich einen Schweinebraten an der Bar – Der Replikator kollabiert. „Der Computer muss den Schweinebraten ihrer Zeit noch in die Datenbanken einspeisen. Computer, Bestellung annullieren“, sagt Guinan. „Das was da aus dem Replikator kam, ist reiner Matsch – und grün. Das wollen Sie sicher nicht essen, Herr Morus?“ Picard hält mittlerweile wieder eine von seinen Reden: „Welche Richtung eingeschlagen werden muss: Da sind die Utopien frei. Da unterscheiden sie sich von Ideologien. Mit Utopien können wir ganz unabhängig von der Logik eines Systems agieren. Wir wechseln einfach das Spielfeld. Und: Utopien brauchen Zeit!“ Wir leben auf dem Schiff – das ist unser Zuhause. Der Morus unterbricht: „Mir scheint, sie haben ja recht viel davon, Herr Picard! Werden sie mit ihrem Schiff auch sesshaft? Oder leben Sie hier?“ „Ein Großteil unserer Bevölkerung ist mittlerweile ins All ausgewandert, wir haben uns mit vielen Spezies vermischt und leben verstreut auf fernen Kolonien im All und größtenteils auch auf Schiffen“, eruiert Picard. „Wir können die Enterprise nur im Notfall landen. Ansonsten gibt es den Landurlaub. Wir leben auf dem Schiff – das ist unser Zuhause.“ Thomas Morus war nicht nur Autor, sondern vor allem Staatsmann. Morus ergänzt weiter: „Eine mobile Art zu hausen! Auch auf Utopia gilt Sesshaftigkeit nur für maximal fünf Jahre, danach bekommen die Einwohner neue Zuhause zugelost; gerade auch wenn die Sippen zu groß werden – man ist ja flexibel! Zuwendung bekommt sowieso ein jeder – unsere Bürokratie ist ja schlank. Man kann nur hoffen, dass ihr Staat bestand hat, Herr Picard! In der Tat ist der Optimismus radikal und eine mutige Entscheidung!“ Die Gläser werden immer leerer und der Captain fragt sich, wievielt der Morus wohl noch trinken kann, da unterbricht ihn der Utopier mit einer merkwürdigen Frage: „Haben sie mittlerweile auch Atlantis gefunden? Es war eine große Inspiration für mich!“ „Öhm, nein aber viele Schriftsteller und Philosophen haben sich noch nach Ihnen daran versucht. In Nova Atlantis beschreibt Francis Bacon zum Beispiel im 17. Jahrhundert das alte Atlantis sogar als historischen Fakt. Eine perfekte Gesellschaft, die auf Wissen beruht. ‚Wissen ist Macht‘ war sein Credo. Und wo Wissen ist, können alle Probleme gelöst werden. Aber letztlich sind wir seefahrende Forscher, die durch ihre Neugier getrieben werden und wissen wollen, was hinter dem Horizont liegt – was hinter unseren eigenen Küsten liegt“, bestätigt Picard. „Oder hinter den Kulissen! Ein wahrer Utopier! Gut für den, der noch Träume hat – das ist eine noble Überlebensstrategie, Captain! Aber kritisieren Sie auch nicht den technischen Fortschritt?“, fragt Morus jetzt zögerlich. Interessant, dass sie es auch in den Mainstream geschafft haben, Picard! Gibt es eigentlich auch Kritik an ihrer Serie? „Nicht so lange er den Menschen dient“, schießt es aus Picard heraus. „Interessant, dass sie es auch in den Mainstream geschafft haben, Picard! Gibt es eigentlich auch Kritik an ihrer Serie?“, fragt der Morus jetzt frech. „Welche Serie?“, fragt Picard verdutzt. „Und wie haben sie das mit der Gier und dem Neid und diesem ganzen Ego-Wettbewerb überwunden?“, stochert Morus tiefer. „Computer!“, stößt es aus Picard hervor. „Programm beenden!“ Loading... Ronit Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. 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- Google will, dass wir Smartphones und andere Geräte mit den Bändern unserer Hoodies steuern | 1E9.community
Auch Google forscht an smarter Kleidung. Die Entwickler des Tech-Konzerns arbeiten vor allem daran, Bänder und Kabel clever zu machen. Mit Drück-, Zieh- und Drehbewegungen sollen sich mit diesen in Zu... 25. Mai 2020 Google will, dass wir Smartphones und andere Geräte mit den Bändern unserer Hoodies steuern Auch Google forscht an smarter Kleidung. Die Entwickler des Tech-Konzerns arbeiten vor allem daran, Bänder und Kabel clever zu machen. Mit Drück-, Zieh- und Drehbewegungen sollen sich mit diesen in Zukunft verschiedene Befehle an Smartphones und andere Geräte senden lassen. Von Michael Förtsch Es ist wohl jedem schon einmal so gegangen. Man sitzt in der U-Bahn, im Auto oder auf dem Fahrrad und hört gerade einen Song. Dann springt das Smartphone zum nächsten Lied, das aber gerade echt nicht das ist, was man hören möchte. Doch leider ist es nun ziemlich müßig, das Smartphone aus der Tasche zu fummeln, um einen anderen Song auszuwählen. Und der Sprachassistent des Telefons würde in der Hosentasche steckend wohl kaum auf Sprachkommandos reagieren oder etwas Falsches verstehen. Google Research, eine Forschungsabteilung des Tech-Konzerns Alphabet, arbeitet an einer Lösung für genau solche und ähnlich dramatische Situationen. Die Idee der Entwickler ist das sogenannte e-textile, also eine Art intelligenter Stoff, in den leitfähige Garne eingewoben werden. Wobei sich Google in diesem Fall auf Schnüre und Kordeln statt auf flächige Textilen fokussiert. Einfach weil diese sowieso schon „sowohl als Zugbänder in Kleidungsstücken als auch als Draht-gebundene Verbindungen für Daten und Strom für Verbrauchergeräte “ genutzt werden, wie der Google-Forscher Alex Olwal schreibt. Das heißt: Die Bänder und Kabel kennt schließlich jeder, sie gehören sowieso zu vielen Kleidungsstücken oder Geräten dazu und stören nicht. Sie haben dann aber zusätzliche Funktionen. Diese neuen Funktionen wären, wenn es nach den Google-Forschern geht, die einer simplen Fernbedienung. Dafür sollen keine dedizierten Tasten in Bänder, Schnüre und Kordeln integriert werden. Stattdessen sollen sie mit einer Art Bewegungssteuerung ausgestattet sein. Ist etwa die Kordel eines Hoodies oder auch ein Kopfhörerkabel direkt oder drahtlos mit einem Smartphone verbunden, soll sich etwa durch ein Drehen der Kordel in einem Podcast vor- und Zurückspulen oder die Lautstärke erhöhen und senken lassen. Mit einem Ziehen könnte zum nächsten Song gesprungen werden, ein Greifen und Halten könnte einen Anruf beenden und Ähnliches. Noch in der Entwicklung, aber die Prototypen funktionieren schon Die Idee hinter dem e-textile von Google ist vergleichsweise simpel. Mit der Helical Sensing Matrix haben die Forscher eine Kombination aus derzeit acht leitfähigen Fasern entwickelt, die als sendende und empfangende Elektroden funktionieren – und damit von leichten elektrischen Strömen umgeben sind. Greift eine Hand an die Kordel, werden diese Ströme gestört und der Griff erkannt. Wird die Kordel gedrückt, gedreht oder daran gezogen, verschieben sich Fasern und damit die elektrischen Felder gegeneinander, was ebenso gemessen wird. Die Verzerrungen der elektrischen Felder sind, meinen die Google-Forscher, so markant, dass sie vergleichsweise einfach in konkrete Kommandos übersetzt werden können. Ein versehentliches Streifen mit der Hand könne problemlos von einem gewollten Anfassen unterschieden werden. Jedoch sei laut den Google-Entwicklern natürlich die Individualität jedes Menschen zu berücksichtigen. Allein schon die Größe der Hand, die Druckstärke und allgemeine Dynamik der Handbewegungen sind bei jedem anders. Daher luden die Forscher eine Gruppe von zwölf Probanden ein und sammelten insgesamt 864 individuelle Sensorproben von acht grundlegenden Griff- und Zugkommandos. Mit denen wurde dann eine Künstliche Intelligenz gefüttert, die diese lernen, auswerten und interpretieren sollte. Tatsächlich sei dann mit einer Genauigkeit von durchschnittlich 94 Prozent das korrekte Kommando erkannt worden. „Dieses Ergebnis ist ermutigend, insbesondere angesichts der Expressivität, die durch eine so niedrig auflösende Sensormatrix möglich ist“, schreibt Alex Olwal . Dass die e-textile-Kabel auch in der Realität schon funktionieren, das zeigen die Forscher in kurzen Gif-Clips. Über ein Prototypen-USB-C-Kapel wird beispielsweise über ein Antippen ein Abspiel- und Pause-Kommando an einem Smartphone ausgelöst oder über ein Entlangstreichen am Kabel eines Smartspeakers das Musik-Genre gewechselt. Für eine visuelle Rückmeldung haben die Entwickler dabei noch eine Glasfaser eingewoben, die mit einem Blinken und Blitzen den Befehl bestätigt. Auch wenn die Technik derzeit noch in einem frühen Stadium ist, wird sie also schon getestet. Die Forscher hoffen, dass die Technik „andere dazu inspiriert, physische Objekte mit skalierbaren Techniken zu erweitern und gleichzeitig Design und Ästhetik zu wahren“. Doch Vermutlich könnte ein intelligentes Lade- oder Kopfhörerkabel auch zum Verkaufsargument für das übernächste Pixel-Smartphone werden. Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! 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- Die in der Ukraine zerstörte Antonov An-225 hat eine merkwürdige Raumfahrthistorie | 1E9.community
Das Riesenflugzeug Antonov An-225 wurde 2022 beim Angriff auf die Ukraine durch Russland zerstört. Die Maschine war vor allem als das... 8. März 2022 Die in der Ukraine zerstörte Antonov An-225 hat eine merkwürdige Raumfahrthistorie Das Riesenflugzeug Antonov An-225 wurde 2022 beim Angriff auf die Ukraine durch Russland zerstört. Die Maschine war vor allem als das größte Frachtflugzeug der Welt bekannt. Aber sie hat auch eine sehr bizarre Geschichte. Denn sie sollte genutzt werden, um Raumschiffe in den Erdorbit zu bringen. Von Michael Förtsch Für Luft- und Raumfahrtenthusiasten ist es eine tragische Nachricht. Die Antonov An-225 wurde beim Überfall von Russland auf die Ukraine zerstört . Einzelne Videos und Fotos zeigen das Wrack des Flugzeugs auf dem Flughafen Hostomel nahe Kiew. Sowohl die Heckflosse als auch die mit den Farben der ukrainischen Flagge verzierte Front sind inmitten ihres Unterstands zu erkennen. Zwischenzeitlich hat auch die ukrainische Regierung die Meldungen bestätigt . Denn bei der An-225 handelte es sich nicht um irgendein Flugzeug, sondern das weltgrößte Frachtflugzeug – und ein Einzelstück. Mit einer Länge von 84 Metern, einer Spannbreite von 88,4 Metern und einer möglichen Frachtzuladung von 250 Tonnen war das Mrija – auf Deutsch: Traum – getaufte Flugzeug ein wahrer Gigant. Geplant wurde die An-225 noch zu Sowjetzeiten – und zwar für einen ganz speziellen Zweck. Die Leiter des russischen Raumfahrtprogramms stellten Mitte der 1980er fest, dass sie für die in Entwicklung befindliche Raumfähre Buran – das sowjetische Gegenstück des Space Shuttle – eine schnelle und zuverlässige Transportmöglichkeit brauchen. Die Raumfähre war so ausgelegt, dass sie zwar auf verschiedenen Rollbahnen in der Sowjetunion landen könne, aber ein Start war auf absehbare Zeit nur vom abgelegenen Kosmodrom Baikonur aus möglich. Der Transport der Buran mit LKW und Eisenbahn wäre ein mühseliger und langwieriger Prozess gewesen. Ein großes Transportflugzeug, das die Buran einfach Huckepack nehmen könnte, war daher eine logische Option. Mit der Entwicklung eines solchen Flugzeugs wurde das Konstruktionsbüros Antonov betraut, das bereits seit 1946 zahlreiche Transportmaschinen für die militärische und zivile Luftfahrt entwickelt hatte. Das Team rund um die Luftfahrtingenieure Viktor Tolmachev und Petro Balabujew entschied sich, kein vollkommen neues Flugzeug zu erdenken. Stattdessen wurde der Entschluss gefasst, die Ende der 1970er konzipierte Antonov An-124 Ruslan weiterzuentwickeln – oder: zu vergrößern. Denn die An-124 war mit 69 Metern Länge und 73,3 Metern Breite bereits ein riesiges Transportflugzeug, das bis zu 150 Tonnen heben konnte. Um die Tragkraft noch zu steigern, wurden der Rumpf und die Spannweite um je 15 Meter verlängert. Zusätzlich wurde die Hüllenkonstruktion verstärkt, um die Raumfähre sicher tragen zu können und je Flügel ein zusätzliches Triebwerk verbaut. In nur drei Jahren war die An-225 fertig und konnte am 21. Dezember 1988 ihren Erstflug absolvieren. Im Mai 1989 wurde erprobt, ob und wie gut die An-225 ihren Zweck als Träger der Buran erfüllen könne. Sie war dabei erfolgreich. Im Juni 1989 wurde das riesige Flugzeug mit der Fähre auf dem Rücken sogar auf der Pariser Luftfahrtschau gezeigt. Doch bereits wenig später war die eigentliche Mission der An-225 hinfällig. 1989 starb der einflussreiche Ingenieur Walentin Gluschko, der das Buran-Projekt vorangetrieben hatte, woraufhin die Entwicklung zu stocken begann und letztlich eingestellt wurde. Seit der Enthüllung der An-225 hatte es aber ohnehin noch ganz andere große Pläne für diesen Titan der Lüfte gegeben – und einige davon waren ziemlich sonderbar. Der Träger ins All Unter dem Namen MAKS – Многоцелевая авиационно-космическая система, zu Deutsch: Mehrzweck-Luftfahrtsystem – ersannen sowjetische Wissenschaftler im Jahre 1988 den Gedanken für ein flexibles und schnell einsetzbares Raumfahrzeugsystem. Es sollte aus einem schlanken Raumgleiter bestehen, der auf Basis der vom US-Air-Force-Gleiter Dyna-Soar inspirierten Mikojan-Gurewitsch MiG-105 aufgebaut werden sollte. Dazu sollte ein aerodynamisch geformter Tank kommen, der vorgelagert unter dem Bug des Gleiters geruht hätte. Beides zusammen sollte aufgebockt auf die An-225 in eine Höhe von rund 11.000 Metern getragen, abgekoppelt und von den Triebwerken des MAKS-Shuttle in den Orbit gehoben werden. Auch ein vergrößertes Shuttle mit integriertem Tank wurde von den Forschern erwogen, aber schnell verworfen. Die Idee für MAKS schien aussichtsreich und wurde von den Entwicklern stark beworben. Es wurde daher sogar ein Gleitermodell in Lebensgröße gefertigt. ©Buran.ru Die von den sowjetischen Konstrukteuren erdachte Methode nennt sich Air-launch-to-orbit . Mit ihr hofften sie, bis zu zehnmal günstiger als mit der Buran und ganz ohne einen aufwendig zu betreibenden Raketenbahnhof bis zu zwei Kosmonauten und sieben Tonnen Fracht – wie beispielsweise kleinere Satelliten und Nachschub für eine Raumstation wie die MIR – oder mittels einer vollautomatisierten Variante sogar bis zu 14 Tonnen Fracht ins All zu hieven. Die Raumgleiter-Tank-Kombination wäre der Buran und auch dem US-Space-Shuttle bei kürzeren Missionen weitaus überlegen gewesen. Berechnungen zufolge hätte ein Start mit MAKS nur ein Zehntel der Kosten einer Buran-Mission verschlungen. Nicht funktionierende Modelle der Raumfähre und des Tanks für Präsentationen und Windkanaltests existierten bereits. Und das gesamte MAKS-Projekt wurde von zahlreichen Entscheidern des sowjetischen Raumfahrtprogramms unterstützt. Aber das Unternehmen konnte aufgrund der schwierigen finanziellen Situation der Sowjetunion nur schwer vorangetrieben werden. Letztlich ging es dann mit dem Fall der Sowjetunion im Jahr 1991 unter – wobei in Russland seit 2010 Interesse an einer Fortführung laut wird . Ebenso gegen Ende der 1980er wurde beim sowjetischen Luft- und Raumfahrtkonzern Tupolev ein vergleichbares, aber noch wagemutigeres Konzept skizziert. Mit dem Tupolev OOS hatte eine kleine Gruppe von Ingenieuren eine Raumfähre von ganzen 70 Metern Länge ausgeklügelt, die mit einem Kernreaktor betrieben werden und mehrere Dutzend Tonnen Fracht fassen sollte. Voll ausgelastet sollte das Schiff über 600 Tonnen auf die Waage bringen – und hätte sich unmöglich selbst vom Boden heben können. Die Idee der Entwickler? Auch hier sollte die An-225 helfen. Aber nicht alleine. Obwohl nur ein Exemplar gebaut wurde, stand bereits der Rumpf für ein zweites Exemplar bereit. Aus der einsatzfähigen An-225 und den Bestandteilen des Doubles sollte eine Maschine mit zwei Rümpfen und 18 Triebwerken entstehen. Antonov AKS sollte dieses Monstrum getauft werden, das über 1.650 Tonnen Zuladung heben sollte. Die Flügelspannbreite hätte ganze 153 Meter betragen. Die Tupolev OOS sollte in den Raum zwischen den zwei Rümpfen eingehakt und in mehreren Tausend Metern Höhe ausgeklinkt werden, um dann selbstständig den Orbit zu erreichen. Um das Jahr 2000, so der Plan, hätten die Antonov AKS und Tupolev OOS abheben sollen. Aber die Idee gelangte nie über einige Konzeptzeichnungen, Blaupausen und Berechnungen hinaus. So bizarr die Vorstellung der Antonov AKS auch anmutet. Sie wurde Realität – irgendwie jedenfalls. Basierend auf einem vergleichbaren Konzept entwickelte das US-Unternehmen Scaled Composites ab 2011 für das Start-up Stratolaunch das Scaled Composites Model 351 Stratolaunch , ein zweiköpfiges Flugzeug, das ursprünglich als Startplattform für Raketen genutzt werden sollte. Aktuell ist geplant, das 117 Meter breite Flugzeug zum Test von experimentellen Hyperschallflugzeugen und für den Start von Raumgleitern einzusetzen. Ende Februar 2022 absolvierte die Stratolaunch ihren vierten Testflug. Es ist derzeit das nach Flügelspannbreite größte Flugzeug. Zwei An-225-Flugzeuge hätten für den Start des Tupolev-OOS-Shuttles verbunden werden müssen. Denn selbstständig wäre das Raumgefährt nie und nimmer in die Luft gekommen. Auch ohne die Sowjetunion begehrt Mit dem Ende der Sowjetunion ging auch ein weiteres Weltraumprojekt zu Ende. Jedoch keines, das in der Sowjetunion selbst verortet war, sondern in Großbritannien. Auch dort wurde seit den 1980ern an einem revolutionären Raumfahrzeug gearbeitet. Das einst vom Ingenieur Alan Bond erdachte HOTOL – kurz für: Horizontal Take-Off and Landing – sollte eine 62 Meter lange Raumfähre darstellen, die mit eigenen Triebwerken von einem Rollengerüst aus starten und bis zu sieben Tonnen Zuladung in den Orbit transportieren sollte. Die Firmen British Aerospace – heute BAE Systems – und Rolls Royce arbeiteten zeitweise gemeinsam an HOTOL und wurden mit mehreren Millionen Pfund von der britischen Regierung unterstützt. Denn auf dem Papier schien dieses Raumfahrzeug simpel und machbar. Aber in der Realität haderten die Konstrukteure bald mit dem Auftrieb und der Gewichtsverteilung. HOTOL vom Boden aus starten? Das schien plötzlich unmöglich. Daher kontaktierte British Aerospace die Konstrukteure der An-225 mit der Idee, diese für den Start einer verkleinerten und leichteren Fassung der HOTOL zu nutzen. Zwischen Antonov, British Aerospace und dem Sowjetischen Ministerium der Luftfahrtindustrie gab es sogar schon Gespräche darüber, die An-225 für die Nutzung mit HOTOL noch einmal aufzurüsten. Die sogenannte An-325 sollte über zwei zusätzliche Triebwerke verfügen, um den Tragflug sicher zu ermöglichen. Modelle dieser Maschine und der HOTOL wurden sogar schon in einem Windtunnel erprobt. Die Ende 1990 vorliegenden Ergebnisse sahen vielversprechend aus. Ein Erfolg war das HOTOL-Projekt nicht. Dennoch hatte es noch einen Nachfolger. Zeitweise arbeitete das Unternehmen Reaction Engines an einer Fortführung des Prinzips unter dem Namen Skylon. ©Space Frontiers/Getty Images Aber nach mehreren Jahren Entwicklung fand die Idee letztlich weder bei der britischen Regierung noch der europäischen Raumfahrtagentur ESA genügend Unterstützer, um sie fortzusetzen. Die von der französischen Raumfahrtagentur CNES und ESA gemeinsam vorangetriebene Raumfähre Hermes wirkte zu dieser Zeit viel aussichtsreicher. Dazu verschwanden mit dem Fall der Sowjetunion urplötzlich die Ansprechpartner für die HOTOL-Entwickler. Im Laufe des Jahres 1992 wurde HOTOL daher stillschweigend begraben. Wird es eine neue Antonov geben? Ohne eine Raumfähre wie die Buran, das MAKS-Shuttle oder HOTOL schien das Schicksal der An-225 besiegelt. Denn es gab kaum Frachtflüge, für die das gigantische Flugzeug wirklich nötig gewesen wäre. Deswegen wurde der Riesenflieger im Jahr 1994 außer Dienst gestellt und eingelagert. Doch mit der voranschreitenden Privatisierung zahlreicher ehemaliger Sowjetbetriebe wurde in der Ende 1991 gegründeten Ukraine auch die An-225 nach einer aufwendigen Modernisierung wieder reaktiviert. Im Mai 2001 fand der erste Flug nach sieben Jahren als Teil der Flotte der ukrainischen Antonov Airlines statt, die zum Rüstungskonzern Ukroboronprom gehört. Die einzige bisher gefertigte An-225 wurde zerstört. Die Ukraine hat jedoch bereits angekündigt, eine neue Antonov zu bauen. ©Paul Kane /Getty Images Wenig später kam erneut die Idee auf, den Giganten für die Raumfahrt zu nutzen. Unter dem Namen Svityaz wurde von Antonov Airlines und dem Konstruktionsbüro Yuzhnoye ein Konzept für ein automatisiertes Raumfahrzeug entwickelt, das vom Rücken der modifizierten An-225 gestartet werden könnte – und mit dem Raumgleiter Boeing X-37 vergleichbar sein soll. Als Basis für die Entwicklung sollte die Technologie der Zenit-Raketen herhalten. Sonderlich weit kam das ambitionierte und von der Staatlichen Weltraumagentur der Ukraine unterstützte Programm aber bislang nicht. Mit dem Überfall von Russland auf die Ukraine im Jahr 2022 scheint eine solches Unternehmung auch vorerst hinfällig. Aber es besteht Hoffnung – nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die An-225. „Wir werden das Flugzeug wiederaufbauen“, heißt es von der Regierung der Ukraine . Machbar ist das. Der zweite unfertige Rumpf der zweiten An-225 existiert noch – im Antonov- Werk in Swjatoschyn im Westen von Kiew. Seit 30 Jahren ist er eingelagert. Er wurde für Belastungstests genutzt und sollte zeitweise nach China verkauft werden . Aber das Geschäft wurde nie abgeschlossen. Nun könnte die Rumpfsektion zur Basis für eine neue ukrainische An-225 werden. Hat dir der Artikel gefallen? Dann freuen wir uns über deine Unterstützung! Werde Mitglied bei 1E9 oder folge uns bei Twitter , Facebook oder LinkedIn und verbreite unsere Inhalte weiter. Danke! Titelbild: CC BY-SA 4.0 by Vasiliy Koba / Colorized by Michael Förtsch Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. 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- Ein US-Start-up will erforschen, ob Drogentrips den Kontakt mit 'Außerirdischen' möglich machen | 1E9.community
Ein US-Start-up will Drogentrips ermöglichen, die Stunden oder sogar Tage andauern. Das soll auch der Forschung dienen. Denn es soll erkundet werden, ob Menschen, die DMT nehmen, nicht nur Halluzinati... 18. Januar 2023 Ein US-Start-up will erforschen, ob Drogentrips den Kontakt mit 'Außerirdischen' möglich machen Ein US-Start-up will Drogentrips ermöglichen, die Stunden oder sogar Tage andauern. Das soll auch der Forschung dienen. Denn es soll erkundet werden, ob Menschen, die DMT nehmen, nicht nur Halluzinationen erfahren, sondern womöglich in eine Parallelwelt abtauchen. Dafür sucht das Unternehmen noch Freiwillige. Von Michael Förtsch Vor allem im Silicon Valley entwickelt sich aus Experimenten, mit psychedelischen Drogen und Substanzen, das eigene Bewusstsein zu erweitern , ein moderner Lifestyle. Unter Aufsicht nehmen Menschen magic mushrooms oder LSD und gehen auf mentale Reisen. Oder sie schlucken täglich verschiedenen Substanzen in kleinen Dosierungen, da diese angeblich gegen Angstzustände und mentale Blockaden helfen können, wie zahlreiche Start-ups behaupten . Rund um Psychedelika entsteht dadurch in den Vereinigten Staaten eine junge Industrie, die zuweilen sehr interessante Blüten treibt. So will ein Unternehmen nun herausfinden, ob sich hinter den Erlebnissen eines Trips vielleicht mehr verbirgt als nur Bilderwelten, die der eigene Kopf erzeugt. Konkret geht es um die Substanz N,N-Dimethyltryptamin – auch Dimethyltryptamin, kurz DMT –, die gerne auch als das spirit molecule bezeichnet wird, da sie bei vielen Menschen zu spirituellen Halluzinationen und religiös geladenen Gefühlen führt. Der erstmals 1931 entdeckte Wirkstoff wird von Tieren wie Kröten und auch einigen Pflanzen ausgebildet. Untersuchungen legen außerdem nahe , dass auch der Körper von Säugetieren wie dem Menschen DMT in kleinen Mengen hervorbringt. Wie Forscher in den vergangenen Jahren entdeckten, scheinen sich die Erlebnisse vieler DMT-Nutzer auffallend zu gleichen. Sie sehen angeblich ähnliche Muster und Farbenwelten und begegnen ähnlichen Wesen , die als maschinelle Elfenkreaturen oder auch fluoreszierende Gottesanbeterinnen beschrieben werden . Mehrere Studien haben sich diesen Erlebnissen gewidmet und stellten fest, dass diese nicht selten als Erweckungserlebnisse und „psychologisch aufschlussreiche Lebenserfahrungen“ wahrgenommen werden. Einige DMT-Nutzer sind aber überzeugt, dass ihre Erfahrungen nicht durch die psychoaktive Substanz ausgelöst, sondern nur durch sie ermöglicht werden. Die Begegnungen mit den Wesen und die Entitäten selbst seien real und existent – und zwar auf einer anderen Bewusstseinsebene oder einem Paralleluniversum, die durch das N,N-Dimethyltryptamin wahrnehmbar würden. Bald schon könnte es möglich werden, diese Thesen näher zu untersuchen. Psychonauten gesucht Wer DMT raucht, der erlebt normalerweise einen Rausch, der wenige Minuten andauert. Ein US-Start-up namens Medicinal Mindfulness hat mit DMTx nun einen Prozess entwickelt, der einen DMT-Rausch von Stunden oder sogar Tagen ermöglichen soll . Hierbei soll ein konstanter Zufluss von DMT via Infusion auf sichere Art und Weise ermöglicht werden. Die Zulassung der Food and Drug Administration der USA steht noch aus. Eines der Ziele des DMTx-Programm ist es, die Erlebnisse und Erfahrungen der Nutzer in kontrollierten Studien zu dokumentieren und auszuwerten – und herauszufinden, was bei einem DMT-Trip wirklich vor sich geht . Zu erforschen, ob die sogenannten Psychonauten, wie die Medicinal-Mindfulness-Mitarbeiter die Studienteilnehmer nennen, ein von allen geteiltes Universum erfahren oder nur eine Welt in ihren Köpfen. Hierfür soll etwa getestet werden, ob sich DMT-Nutzer im psychedelischen Raum finden und kommunizieren können. Und natürlich, ob eine eingehende Konversation mit den merkwürdigen Wesen machbar ist, die viele DMT-Nutzer sehen. DMTx ermögliche erstmals eine „stabilere und umfassendere Kommunikation mit den Wesen“, glaubt Rick Strassman, einer der Entwickler der DMTx-Methode. Er glaubt, dass, was auch immer diese Erfahrungen verursache, erforscht werden sollte – und die Dokumentation der Trips daher einen wissenschaftlichen Wert hat. „Wir wollen nicht nur an diese Orte gehen, sondern auch etwas mitnehmen“, zitiert The New Republic einen Kandidaten . Seit dem Jahr 2018 werden Freiwillige für die ersten „Expeditionen“ gesucht, wie es auf der Projekt-Website des Unternehmens heißt. Ebenso würden die kommenden Psychonauten eingehend geschult. Denn ein potentiell stundenlanger Drogentrip sei schließlich nicht ohne Risiko. Rund ein Dutzend Kandidaten mit unterschiedlichen Hintergründen stünden derzeit für die Studien bereit. Wann die Versuche tatsächlich beginnen können, ist unsicher. Jedoch hoffen die Mitarbeiter des Start-ups auf eine neue Regelung im US-Bundesstaat Colorado, der DMT ab 2026 als „natürliche Medizin“ unter Aufsicht anwendbar machen könnte. Auch in New York wird erwogen, die Zulassung von DMT für überwachte Anwendungen freizugeben. Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! Konntest du mit diesem Artikel etwas anfangen? Ja Job, der Bot Das freut mich zu hören! Darf ich fragen warum? 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- Der Neuralink-Mitgründer glaubt, dass wir eine Medizin- und High-Tech-Religion brauchen | 1E9.community
Das von Elon Musk finanzierte Start-up Neuralink soll Computer-Gehirn-Schnittstellen voranbringen und massentauglich machen. Dessen Mitgründer Max Hodak glaubt, dass aus solchen und anderen medizinisc... 27. März 2021 Der Neuralink-Mitgründer glaubt, dass wir eine Medizin- und High-Tech-Religion brauchen Das von Elon Musk finanzierte Start-up Neuralink soll Computer-Gehirn-Schnittstellen voranbringen und massentauglich machen. Dessen Mitgründer Max Hodak glaubt, dass aus solchen und anderen medizinischen Anwendungen eine neue Religion entstehen könnte. Von Michael Förtsch Vor mittlerweile fünf Jahren hat Elon Musk das Unternehmen Neuralink gestartet. Dessen Ziel ist es, eine moderne und möglichst kompakte Computer-Gehirn-Schnittstelle zu entwickeln. Über Elektroden, die auf und in der Hirnmasse sitzen, sollen sich Impulse abgreifen und einspeisen lassen. Solche Systeme gibt es bereits, aber sie sind klobig und experimentell. Neuralink will das ändern und hat bereits ein Gerät entwickelt, das die Elektroden gleich einer Nähmaschine schnell und steril implantieren können soll. Ein Clip hinter dem Ohr soll deren Signale empfangen und verarbeiten. Musk und seine Ingenieure hoffen dadurch, zunächst neurologische Krankheiten zu bekämpfen. Das Langzeitziel von Neuralink ist es, das fiktionale Neural Lace aus der Science-Fiction-Saga Kultur -Zyklus von Ian Banks umzusetzen, das den Verstand des Trägers komplett aufnehmen kann und drahtlosen Zugang zu Datenbanken und Künstlichen Intelligenzen gewährt. Einer, der das für Elon Musk möglich machen soll, ist der Mediziningenieur Max Hodak. Der glaubt, dass Neuralink über kurz oder lang auch die Art, wie Videospiele gespielt, Filme und Serien geschaut werden, verändern wird . Die würden durch einen direkten Zugriff auf das Gehirn nicht mehr nur entwickelt werden, um die Augen und Ohren anzusprechen, sondern müssten für „mehr Sinnesorgane gemacht“ werden . Außerdem ist Max Hodak, wie er nun auf Twitter schrieb , überzeugt, dass moderne Medizintechnologie und Medikamente der Ausgangspunkt einer neuen Art von Glauben sein könnten. Sie könnten sogar in eine vollkommen neue Religion münden. Sie könne „etwas [sein], was die Verrücktheit von Mathematik und Physik umarmt, möglicherweise katalysiert durch Entheogene.“ Entheogene sind psychoaktive Substanzen, die spirituelle Erfahrungen m öglich machen und zumeist aus Pflanzen gewonnen oder auch als Pflanzen konsumiert werden – wie verschiedene Pilz- und Kräuterarten. In zahlreichen Religionen wurden und werden sie genutzt, um die Gegenwart eines Gottes oder spirituellen Kraft zu fühlen. Das könne laut Hodak auch für die Göttlichkeit von Wissenschaft und Technik gelten. Geht es nach dem Mediziningenieur, könne eine solche High-Tech-Religion, da sie mehrheitlich auf den Prinzipien der Wissenschaft und medizinischen Vorsorge aufgebaut, „praktische moralische Führung“ bieten und eine echte Gemeinschaft schaffen. Mit einer solchen Vorstellung steht Hodak nicht alleine da. Bereits vor drei Jahren hatte der ehemalige Google-Entwickler Anthony Levandowski eine Kirche gegründet, in der eine Computergottheit verehrt werden sollte. Jedoch wurde Levandowski seitdem entlassen und verklagt. Der selbsternannte Dekan der Way of the Future getauften Glaubensgemeinschaft hat diese zwischenzeitlich aufgelöst und Startkapital gespendet . Teaser-Image: Photo by Ismael Paramo on Unsplash Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! Konntest du mit diesem Artikel etwas anfangen? Ja Job, der Bot Das freut mich zu hören! Darf ich fragen warum? Abschicken Leider gab es einen Fehler. Bitte probiere es später noch einmal! Zur Startseite comments debug Kommentare Anmelden Kommentar verfassen Kommentar verfassen Deine Meinung teilen Jetzt den ersten Kommentar verfassen. Weiter bei 1E9... Überschrift 3 Cooler Artikel! Überschrift 3 Button Artikel Überschrift 3 Button Cooler Artikel! Überschrift 3 Button Cooler Artikel! 1a33b4ff-c9c1-41ff-9f3f-c8a0b8244f80 6992e69a159d7fac96406e8b
- KI-Kollegen werden kommen – aber auch aus Europa? | 1E9.community
KI-Chatbots und -Agenten sind nur der Anfang. Bald werden Unternehmen richtige KI-Mitarbeiter einstellen, die komplexe Aufgaben... 10. September 2025 KI-Kollegen werden kommen – aber auch aus Europa? KI-Chatbots und -Agenten sind nur der Anfang. Bald werden Unternehmen richtige KI-Mitarbeiter einstellen, die komplexe Aufgaben selbstständig übernehmen. Davon ist Lucas Spreiter überzeugt, selbst Gründer des KI-Start-ups Venta AI und im KI Bundesverband aktiv. In seinem Gastbeitrag für 1E9 erklärt er, warum Europa bei dieser Revolution unbedingt eigene Lösungen braucht. Ein Gastbeitrag von Lucas Spreiter Künstliche Intelligenz steht kurz davor, den wohl tiefgreifendsten Wandel des Jahrhunderts einzuleiten: den Übergang von menschlicher Arbeit zu KI-Arbeit. In den kommenden Jahren werden Unternehmen KIs nicht mehr nur als Tools einsetzen – sondern als echte Kollegen, die selbstständig komplexe Aufgaben erledigen. Von Anfang bis Ende. Dieser Wandel ist aus meiner Sicht unausweichlich – und muss keine schlechte Nachricht sein. Unsere Gesellschaft altert, viele menschliche Arbeitskräfte gehen in Rente. Das heißt, wir brauchen Roboter und KI, um unseren Wohlstand zu erhalten. Die entscheidende Frage lautet daher: Von wem werden KI-Mitarbeiter stammen, die wir einstellen? Von Unternehmen aus den USA, aus China – oder aus Europa? Wenn Europa bei KI nicht aufholt, riskieren wir, einen Großteil unserer wirtschaftlichen Wertschöpfung – das Fundament unseres Wohlstands – ins Ausland zu verlagern. Die USA dominieren aktuell bei KI – mit China als größtem Herausforderer Der Durchbruch für KI kam 2022 mit ChatGPT von OpenAI. Plötzlich war klar: Wissensarbeit lässt sich skalierbar automatisieren – ob Recherche, Texten, Programmieren oder Analysen. Die nächste Entwicklungsstufe geht noch weiter: Mit KI-Agenten können Modelle nicht nur Schritt für Schritt auf Texteingaben reagieren, sondern ganze Aufgabenketten eigenständig ausführen. KI ist damit schon heute in der Lage, zu planen, nachzudenken und Workflows über verschiedene Tools und Kanäle hinweg zu steuern. OpenAI dominiert dabei weiterhin, eng verflochten mit Microsoft. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Google mit Gemini, Meta mit LLaMA, Anthropic mit Claude. Ein Muster bleibt: Die Treiber dieser Revolution sind fast ausschließlich US-Tech-Giganten, die Modelle, Infrastruktur und damit die Wertschöpfung kontrollieren. Der größte Mitbewerber kommt derzeit aus dem Osten. Mit DeepSeek hat China gezeigt, wie schnell man aufschließen kann – das System übertrifft manche westlichen Modelle in Benchmarks, hat aber deutlich weniger gekostet. Staatliche Unterstützung dürfte dafür sorgen, dass sich China nicht lange mit der Rolle des Verfolgers zufriedengeben muss. Ohne Europas Forschung gäbe es den KI-Boom nicht. Doch wo sind die Unternehmen? Am Anfang war Europa jedoch bei der Entwicklung von KI prägend. In den 1980ern entwickelte Yann LeCun in Paris die Convolutional Neural Networks (CNNs), Grundlage moderner Computer Vision. 1997 erfanden Sepp Hochreiter und Jürgen Schmidhuber an der Technischen Universität München die Long Short-Term Memory Networks, die bis heute die Grundlage liefern für Spracherkennung, Übersetzung und Natural Language Processing. 2016 verblüffte DeepMind aus London mit AlphaGo die Welt, während die CompVis-Gruppe der LMU München (Prof. Björn Ommer) mit Stable Diffusion generative KI in der Bildgenerierung entscheidend voranbrachte. Das Paradox: Europa erfindet, aber andere kommerzialisieren. LeCun ging zu Meta, DeepMind wurde von Google übernommen, Stable Diffusion von Stability AI vermarktet, einem Unternehmen in London und den USA. Doch eine neue Generation europäischer KI-Unternehmen möchte das ändern. Mistral (Frankreich, 2023) entwickelt offene große Sprachmodelle und Unternehmenslösungen wie Le Chat und hat gerade 1,3 Milliarden Finanzierung von ASML erhalten - dem weltweit einzigen Hersteller von EUV-Litographie Anlagen aus Niederlande. Black Forest Labs (Deutschland, 2024), hervorgegangen aus dem Stable-Diffusion-Team um Björn Ommer, baut leistungsstarke Bildgeneratoren – mit dem Ziel, Spitzenforschung in Europa zu kommerzialisieren. Andere Start-ups wie Langdock (Deutschland, 2024) wiederum verfolgen einen pragmatischeren Ansatz: Statt selbst Modelle zu entwickeln, ermöglichen sie ihren Kunden die Nutzung existierender LLMs – sicher und datenschutzkonform im eigenen Haus. KI-Mitarbeiter könnten gerade für Europa eine echte Chance sein Noch stehen wir am Anfang der KI-Revolution. Die Modelle von heute wirken zwar beeindruckend, sind aber nur der Auftakt. Der größte Wert liegt auch nicht in den Modellen selbst, sondern in ihrer bestmöglichen Anwendung: in der Automatisierung von Prozessen, der Effizienzsteigerung – und der Schaffung von KI-Mitarbeitern, die komplexe Aufgaben übernehmen können. Gerade für Europa eröffnet sich hier eine historische Chance. Unsere Industrien sind geprägt von Effizienz und klar definierten, regelbasierten Abläufen – genau das Umfeld, in dem KI glänzt. Fertigung, Logistik, Finanzwesen, Versicherungen und Kundenservice bieten enorme Potenziale für KI-Systeme, die Entscheidungen treffen und ganze Workflows autonom ausführen können. Das Monetarisierungspotenzial ist gigantisch: Jeder automatisierbare Prozess bedeutet geringere Kosten, schnellere Abläufe und bessere Skalierbarkeit. Im Gegensatz zu KI für Konsumenten ist dieser Nutzen sofort greifbar – denn er schlägt sich direkt in Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch. Doch die Zeit drängt: Wenn Europa jetzt nicht handelt, werden wir KI-Mitarbeiter importieren – mitsamt ihrer Wertschöpfung. Anstatt die nächste industrielle Revolution zu prägen, würden wir US-Anbietern dafür bezahlen, unsere Prozesse zu automatisieren. Die Aufgabe für Europa ist also klar: den industriellen Vorsprung nutzen und in heimische KI-Arbeitskräfte übersetzen. Wer es schafft, KI-Mitarbeiter hier zu trainieren, zu entwickeln und zu skalieren, hat Chancen zu den Marktführern der nächsten Generation zu gehören. Im Vertrieb beginnt der Wettlauf um die besten KI-Mitarbeiter schon heute Ein Bereich zeigt schon heute, wohin die Reise geht: der Vertrieb. Lead-Listen erstellen, Märkte analysieren, E-Mails schreiben, Kaltakquise – alles manuelle, regelbasierte Prozesse. Ein ideales Einsatzgebiet für KI-Mitarbeiter. Lucas Spreiter aus unserer 1E9-Community ist Gründer des KI-Start-ups Venta AI und im KI Bundesverband aktiv. Am 23.9. ist er zu Gast bei unserem monatlichen KI-Meetup im 1E9-Büro in München. Der Eintritt ist frei. Wenn du dich für KI interessierst, solltest du unbedingt vorbeikommen! Hier geht's zur Anmeldung. Das Startup 11x.ai zeigte, wie groß die Chancen – und Risiken – sind. Ursprünglich in Großbritannien gestartet, zog es nach einer 50-Millionen-Dollar-Finanzierung in die USA. Ihre „digital workers“ sollten Vertrieb von der Akquise bis zum Abschluss automatisieren. Das Wachstum war rasant, doch Berichte über Probleme bei der Kundenbindung führten zum Rücktritt des CEOs. Trotzdem zeigt die Geschichte, wie groß das Potential und wie schnell die Entwicklung beim Einsatz von KI im Vertrieb ist. In der EU wären solche Systeme allerdings kaum eins zu eins einsetzbar. Hier gilt Qualität vor Quantität, Kaltakquise ist streng reguliert, die DSGVO reguliert datenschutzrechtlich fast jeden Kundenkontakt. Ein US-Modell lässt sich also nicht einfach in europäische Workflows integrieren. Mit unserem Münchner Start-up Venta AI gehen wir deshalb einen eigenen Weg. Statt globale Standards zu kopieren, entwickeln wir eine Vertriebs-KI, die europäische Anforderungen respektiert – von kulturellen Gepflogenheiten bis zu strengen Datenschutzregeln. Schließlich würde man nicht unbedingt einen Amerikaner als Vertriebler in Deutschland einstellen – warum also eine US-KI? Europa muss jetzt handeln – oder wird ins Hintertreffen geraten Der Aufstieg von autonomen KI-Mitarbeitern dürfte nicht mehr zu stoppen sein. Der Schlüssel dazu liegt aber nicht allein in den KI-Modellen, sondern in ihrer Anpassung an europäische Arbeitsweisen, Kultur und Regulierung. Und das ist unsere Chance. Denn Europa hat die Fachkräfte, die Forschung und die industrielle Stärke, um die nächste Welle der KI-Revolution zu prägen. Wenn wir jetzt handeln. Start-ups wie Mistral, Black Forest Labs, Langdock und wir von Venta AI wollen Europa zum starken KI-Standort machen – und so unsere wirtschaftliche und strategische Souveränität sichern. Denn die Alternative wären der Import von KI-Arbeit und wirtschaftlicher Abstieg. Lucas Spreiter ist Gründer von Venta AI , einem Start-up aus München, das KI-Kollegen für Vertriebsteams in Europa baut. Als bayerischer Regionalleiter des KI Bundesverbands, vertritt er darüber hinaus die Interessen von mehr als 500 KI-Unternehmen. In 2023 nahm Lucas Spreiter am renommierten Y Combinator Programm in San Francisco teil und gründete bereits 2018 sein erste KI Unternehmen. Am 23. September ist Lucas zu Gast bei unserem KI-Meetup in München. Der Eintritt ist frei, ihr müsst euch nur anmelden. Kommt vorbei! Let’s meet, AI – Das KI-Meetup bei 1E9! Zu Gast: Lucas Spreiter, Venta AI 23. September 2025, 17:30–22:00 Uhr 1E9, Forum der Zukunft, Deutsches Museum Jetzt anmelden Loading... Lucas Spreiter Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! Konntest du mit diesem Artikel etwas anfangen? Ja Job, der Bot Das freut mich zu hören! Darf ich fragen warum? Abschicken Leider gab es einen Fehler. Bitte probiere es später noch einmal! Zur Startseite comments debug Kommentare Anmelden Kommentar verfassen Kommentar verfassen Deine Meinung teilen Jetzt den ersten Kommentar verfassen. Weiter bei 1E9... Überschrift 3 Cooler Artikel! 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- Die meisten Videospiel-Entwickler interessieren sich nicht für NFTs | 1E9.community
Der Hype um NFTs hat mittlerweile auch die Videospielindustrie erreicht. Zumindest scheint es so. Aber eine Umfrage zeigt nun, dass nur wenige Studios und Entwickler daran interessiert sind, mit NFTs... 24. Januar 2022 Die meisten Videospiel-Entwickler interessieren sich nicht für NFTs Der Hype um NFTs hat mittlerweile auch die Videospielindustrie erreicht. Zumindest scheint es so. Aber eine Umfrage zeigt nun, dass nur wenige Studios und Entwickler daran interessiert sind, mit NFTs und der Blockchain zu arbeiten. Von Michael Förtsch In weniger als drei Jahren haben sich NFTs vom obskuren Technologieexperiment zu einem weltweiten Phänomen entwickelt, über das kontrovers gestritten wird. Denn mit den auf einer Blockchain wie Ethereum, Tezos, Solana oder Cardano festgeschriebenen Einträgen lässt sich ein digitales Besitz- und Echtheitszertifikat erstellen. Die Non-Fungible Token können digitale Kunstwerke, virtuelle Grundstücke, haptische Güter wie eine Immobilie oder sonst irgendeinen Anspruch oder Wert repräsentieren. Zahlreiche Künstler sehen in NFTs eine Möglichkeit , unmittelbar Käufer für ihre Werke zu finden und nachhaltig davon zu profitieren. Spekulanten hoffen auf schnelles Geld. Ebenso werden NFTs gezielt für Betrug und Abzocke eingesetzt. Aber auch die Videospielindustrie hat NFTs für sich entdeckt . Denn mit den Blockchain-Einträgen lassen sich natürlich auch Gegenstände in Videospielen verknüpfen, die Spieler ergattern und dann handeln können – wobei der Entwickler bei jedem Weiterverkauf eine Provision einstreicht. Es sind vor allem Einzelentwickler oder kleine Studios, die bisher in Videospielen wie 0xuniverse , Nine Chronicles , Light Nite , Dark Country , Alien Worlds und Axie Infinity damit experimentieren. Bislang hat alleine Ubisoft als einer der marktbeherrschenden Spielehersteller NFTs in ein großes Videospiel implementiert. Mit der Plattform Quartz und den sogenannten Digits können Spieler seit Dezember NFTs ergattern und handeln , die im Taktik-Shooter Ghost Recon Breakpoint als durch eine Seriennummer als einzigartig gekennzeichnete Ausrüstungsgegenstände funktionieren. Die Integration von NFTs sorgte jedoch für viel Kritik und sonderlich erfolgreich war sie auch nicht. Nur knapp über 30 mal wurden Digits von Spielern laut dem NFT-Handelsplatz Rarible verkauft. Wie nun eine Umfrage zeigt, scheinen nicht nur Spieler, sondern auch das Gros der Entwickler von NFTs wenig begeistert. Brennt sie nieder! Im Vorlauf der diesjährigen Industriekonferenz Game Developers Conference haben die Organisatoren die Erhebung State Of The Game Industry 2022 veröffentlicht, die Trends und Entwicklungen feststellen soll. Laut dieser sind nur sieben Prozent der Studios „sehr interessiert“, mit NFTs zu arbeiten. Knapp über 21 Prozent wären „etwas interessiert“. Ein Prozent würde bereits mit NFTs arbeiten. Ganze 70 Prozent hätten hingegen absolut „kein Interesse“ an der Blockchain-Technologie. Nahezu deckungsgleich ist die Verteilung bei der Frage danach, wie stark Studios an „Kryptowährungen als Zahlungsmethode“ interessiert sind. Laut einigen Entwicklern, die anonym zitiert werden, wären NFTs nur für ein „kleines Publikum“ interessant und „der Druck, mit ihnen zu arbeiten, unangenehm“. Einige Videospielmacher werden sogar recht deutlich und meinen, dass der Hype um NFTs lediglich von Gier und anderen „unschönen Motivation“ getrieben wäre. „Brennt sie nieder“ und „verbannt jeden, der damit zu tun hat“, wird von einem Befragten gefordert. Trotzdem wächst bei den Industriegrößen neben Ubisoft die Motivation, mit NFTs zu arbeiten. Yosuke Matsuda, Präsident des Final-Fantasy -Machers Square Enix, erklärte in einem offenen Brief , er sei trotz der Kritik sehr an der Technologie interessiert. Denn sie könnte für Spieler eine zusätzliche Motivation darstellen. Der Electronic-Arts-Chef Andrew Wilson nannte NFTs sogar „die Zukunft unserer Industrie“ und erklärte, dass digitale Sammelinhalte „einen bedeutenden Bestandteil“ von kommenden Spielen darstellen dürften. Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! 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- Das Münchner Raketen-Start-up Isar Aerospace soll für Airbus Satelliten ins All schießen | 1E9.community
In München arbeitet das junge Start-up Isar Aerospace daran, zukünftig SpaceX, RocketLab und anderen Raketendienstleistern kräftig Konkurrenz zu machen. Denn das Team will noch mehr Satelliten günstig... 9. August 2019 Das Münchner Raketen-Start-up Isar Aerospace soll für Airbus Satelliten ins All schießen In München arbeitet das junge Start-up Isar Aerospace daran, zukünftig SpaceX, RocketLab und anderen Raketendienstleistern kräftig Konkurrenz zu machen. Denn das Team will noch mehr Satelliten günstiger und zuverlässiger ins All schicken. Die ersten interessierten Kunden hat das Unternehmen schon – darunter auch Airbus. Von Michael Förtsch Obersendling, das ist nicht gerade ein Name, der nach Futurismus, Wissenschaft und Innovation klingt. Aber genau in diesem Stadtteil der bayerischen Hauptstadt München, bei den alten Siemenswerken, wird an der Zukunft der bayerischen Luft- und Raumfahrt gearbeitet, die Markus Söder im vergangenem Jahr beschworen hat. Denn dort, in der Kistlerhofstraße, sitzt in einem auffällig unauffälligem Bürobau das Raketen-Start-up Isar Aerospace . Das erst im März 2018 gegründete Unternehmen forscht an Raketen und will diese in naher Zukunft nutzen, um für Kunden beispielsweise Klein- und Kleinstsatelliten in den Erdorbit zu bringen. Denn immer mehr Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen wollen ihre eigenen Satelliten im All haben – um Wissenschaft zu betreiben, auf die Erde herabzuschauen oder ein eigenes Kommunikationsnetz aufzubauen. Laut US-Ökonomen ist der Markt rund um die Mini-Satelliten schon jetzt 339 Milliarden US-Dollar schwer – und soll über die kommenden Jahre stetig wachsen. Doch Raketendienstleister wie SpaceX und RocketLab gibt’s bisher hauptsächlich in Nordamerika. Damit ist Isar Aerospace eine echte Ausnahme – und ein lokaler Hoffnungsträger für die Raketenindustrie. Und das sieht offenbar auch Airbus so. Denn das Start-up hat, obwohl es bisher noch keine Rakete ins All gefeuert hat, mit dem Luft- und Raumfahrtgiganten einen sicheren Kunden. Die Münchner Raketeningenieure sollen, sobald ihre Raketen bereit sind, Telekommunikations-, Erdbeobachtungs- und Radarsatelliten für Airbus ins All schicken. Das haben die beiden Firmen nun in einem Memorandum of Understanding vereinbart. „Die Partnerschaft mit Airbus ist für uns eine Bestätigung, dass wir den richtigen Träger für die vielen neuen Satellitenkonstellationen entwickeln und damit das künftig wohl größte Marktsegment in diesem Bereich bedienen“, sagt Isar-Aerospace-Gründer Daniel Metzler zu 1E9. „Gleichzeitig zeigt es die Möglichkeiten für Kooperationen zwischen etablierten und neuen Unternehmen in der stark wachsenden Raumfahrtindustrie auf.“ Eine Tonne mit einer Rakete Die erste und vorerst wichtigste Rakete von Isar Aerospace wird dabei die 27 Meter lange Spectrum sein, die bei einer Geschwindigkeit von 28.000 Kilometern pro Stunde bis zu einer Tonne in den niedrigen Erdorbit hieven kann – also in 200 bis 2.000 Kilometern Höhe. Damit ist sie, sagt Isar-Aerospace-Gründer Daniel Metzler, „die stärkste privat entwickelte und privat finanzierte Trägerrakete Europas“. Spectrum heißt der Raketentyp den Isar Aerospace entwickelt hat. Mit ihm soll sich in wenigen Jahren regelmäßig bis zu 1.000 Kilogramm an Nutzlast in den Erdorbit transportieren lassen. Isar Aerospace Mit dieser wollen die Münchner aber nicht nur einzelne Satelliten, sondern gleich ganze Satellitenkonstellationen in den Erdorbit bringen. Dafür sollen in einem Startfenster mehrere der Spectrum-Raketen gestartet werden. „Im Vergleich zu großen Trägerraketen wie Ariane 5 oder SpaceX Falcon 9 können wir damit Kleinsatelliten flexibler in den Zielorbit bringen“, so Metzler. „Denn die Satelliten wiegen lediglich 20-400kg, für die eine Ariane 5 mit 20 Tonnen Nutzlastkapazität schlicht zu groß und entsprechend zu teuer ist.“ Wichtig für Isar Aerospace und Airbus ist aber nicht nur die Tragkraft und Flexibilität der Spectrum, sondern dass sie auch vergleichsweise umwelt- und sogar weltraumschonend fliegt. Die vom Team entwickelten und verwendeten Aquila-Raketenmotoren nutzen nämlich Kohlenwasserstoff und Flüssigsauerstoff, die im Vergleich mit Kerosin kaum Schadstoffe zurücklassen. „Gleichzeitig entsteht bei der Trennung der Satelliten im All kein Weltraummüll, der andere Satelliten gefährden könnte“, sagt Metzler. „Das geschieht über Haltemechanismen, die geöffnet werden können ohne Teile wegzusprengen.“ Erster Flug im Jahr 2021 Selbst wenn die Münchner noch nicht so lange im Geschäft sind, sehen sie sich schon ganz vorne. „Im letzten Jahr haben wir erfolgreich Triebwerkskomponenten entwickelt und getestet, für die andere Unternehmen mehr als fünfmal so lange gebraucht haben“, sagt Metzler. Zudem mangle es auch abseits von Airbus nicht an Kunden – junge Start-ups, namhafte Konzerne und auch staatliche Organisationen und Universitäten gehören offenbar dazu. Schließlich werden zahlreiche Satelliten und Satellitenkonstellationen in Europa entwickelt. Die müssen bislang komplizierte Import- und Exportprozesse zu den Raketendienstleistern in die USA durchlaufen. Das könnten sie sich mit Isar Aerospace sparen. Im oberbayerischen Landkreis Altötting testet Isar Aerospace seit einigen Monaten Komponenten für den Raketenantrieb. Isar Aerospace Auch sonst habe Isar Aerospace dank seiner Technik und Lage so einige logistische Vorteile, die durchaus geldwert sind. „Im internationalen Umfeld können wir mit Spectrum aufgrund der reduzierten Trägergröße schneller sein als SpaceX“, sagt Metzler. „Andererseits erreichen wir günstigere Kilogramm-spezifische Preise als RocketLab.“ Weitere aufstrebende Konkurrenten wie Firefly und Vector gibt es zwar – aber die arbeiten mehrheitlich an Raketen, die nochmal kleiner sind als die Spectrum und weniger Masse in den Weltraum bringen können. Noch allerdings müssen die Münchner beweisen, dass sie ihre Raketen sicher und zuverlässig starten können. Geht mit alles nach Plan, wird das dann Ende 2021 soweit sein. Teaserbild: Isar Aerospace Loading... Michael Förtsch Leitender Redakteur Rakete Fire Rakete 554 Cooler Artikel! Job, der Bot Das dürfen leider nur 1E9-Mitglieder. Anmelden Registrieren Werde 1E9-Mitglied, um diesen Artikel weiterzulesen! 1E9 bietet dir gut recherchierten Journalismus, Newsletter und Podcasts über Zukunftstechnologien, dazu inspirierende Events und eine Community von Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Job, der Bot Mitglied werden! Anmelden Job, der Bot Wir freuen uns immer über Feedback, als Mitglied kannst du auch kommentieren. Gib Feedback! Mitglied werden! Nein Hi, ich bin Job, der Bot! Konntest du mit diesem Artikel etwas anfangen? Ja Job, der Bot Das freut mich zu hören! Darf ich fragen warum? Abschicken Leider gab es einen Fehler. Bitte probiere es später noch einmal! 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