Wie gut sind digitale KI-Klone im Praxiseinsatz? Geht so.
2. September 2025 um 16:25:19
Wolfgang Kerler
Taugen digitale KI-Klone bereits als echte Stellvertreter? Ein Journalist der US-Ausgabe von MIT Technology Review wollte es genau wissen. Er ließ sich von einem Start-up mit Künstlicher Intelligenz einen digitalen Avatar bauen, der aussieht, klingt und spricht wie er – und ihn sogar in Meetings vertreten sollte. Doch statt Entlastung erlebte er eher Frust: Sein Klon redete zu überschwänglich, wiederholte sich ständig und zeigte kein wirkliches Gespür dafür, worum es dem echten Reporter eigentlich geht. Fazit: Von einem echten „zweiten Ich“ war er weit entfernt.
Hinter den KI-Klonen steckt ein rasant wachsendes Geschäft. Start-ups wie Delphi oder Tavus versprechen, Wissen und Persönlichkeit von Promis oder Fachleuten mit KI-Avataren zu vervielfältigen – für Fans, Kunden oder Mitarbeiterschulungen. Unternehmen sehen darin neue Marketing- und Vertriebskanäle, und Promis nutzen die Technik, um noch näher bei ihrem Publikum zu sein. Doch der Selbstversuch zeigt: Zwischen Vision und Wirklichkeit klafft noch eine Lücke.


