Start-up aus Singapur startet Produktion von Papierbatterie
8. Januar 2026 um 09:37:52
Michael Förtsch
Das in Singapur ansässige Start-up Flint Labs hat auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas den Produktionsstart seiner Papierbatterie angekündigt. Das Unternehmen hatte das Konzept bereits vor drei Jahren vorgestellt. Die von Flint Labs entwickelten Akkumulatoren bestehen zu einem großen Teil aus Zellulose, die auch für die Papierherstellung genutzt wird. Hinzu kommen spezielle Bindestoffe, ein Elektrolyt auf Wasserbasis sowie Zink und Mangan. Sie werden als flache, vakuumversiegelte Päckchen produziert und sollen nach dem Ende ihrer Lebensdauer einfach kompostiert werden können. Denn keine der verwendeten Materialien ist toxisch.
Die Papierbatterien sollen pro Kilowattstunde zwei Mal günstiger und deutlich sicherer als Lithium-Ionen-Batterien sein. Sie können weder Feuer fangen noch explodieren. Hinsichtlich der Einsatzgebiete gäbe es nur bedingt Einschränkungen. Sie könnten in Smartphones, Elektrofahrzeugen, Powerbanks und Laptops verwendet werden. Laut Flint gibt es bereits Partnerschaften mit dem Gaming-Zubehörentwickler Logitech und mit Amazon, das die Papierbatterien etwa im E-Reader Kindle einsetzen könnte. Bei gleicher Batteriegröße bieten die Papierbatterien jedoch nur etwa 70 Prozent der Kapazität von Lithium-Ionen-Batterien. Dazu ist ihre Lebensdauer rund 40 Prozent kürzer und ihre Kapazität sinkt deutlich schneller.


