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Spionage bei KI-Entwickler: OpenAI-Mitarbeiter festgenommen

Michael Förtsch

16. Oktober 2026 um 00:37:41

Michael Förtsch

Im globalen Wettrennen um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz geht es nicht immer fair zu. Das ist bereits bekannt. Neue Modelle werden sofort nach ihrem Erscheinen analysiert und ihre Fähigkeiten mittels sogenannter Destillation nachgebildet. Wie diese Woche bekannt wurde, gab es offenbar auch einen Abhörversuch in den Büros der KI-Entwickler von OpenAI. Abdulrahman Alfozan, ein inzwischen ehemaliger OpenAI-Mitarbeiter aus Saudi-Arabien, soll an einem USB-Anschluss eines Fernsehers in einem Besprechungsraum ein verdecktes Aufnahmegerät installiert haben, um Gespräche aufzuzeichnen. In einer unbeaufsichtigten Tasche soll ein weiteres, dem ersten ähnliches Aufnahmegerät gefunden worden sein.

 

Wie das Wall Street Journal berichtet, hatte OpenAI seine Mitarbeiter bereits vor dem Vorfall vor Spionage- und Abhörgefahren gewarnt. Sie könnten jederzeit in Cafés und Restaurants belauscht werden. Ebenso könnte ihnen Geld für Geschäftsgeheimnisse angeboten werden. Auch vor romantischen Annäherungen und Flirts wurden sie gewarnt. Hinter vermeintlichen romantischen Partnern oder One-Night-Stands könnten sich auch Spione verbergen. Mitarbeitern wird zudem nahegelegt, sich in der Öffentlichkeit möglichst nicht mit Logos der Firma auf Kleidung oder Arbeitsgeräten zu zeigen. Bei Anthropic und Google soll es ähnliche Warnungen an Mitarbeiter gegeben haben.

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