Chatkontrolle: Signal droht mit Rückzug aus Europa
2. Oktober 2025 um 07:34:31
Michael Förtsch
Mitte Oktober soll in der Europäischen Union über die sogenannte Chatkontrolle abgestimmt werden. Diese würde App-Entwickler dazu verpflichten, Hintertüren in Messenger-Programme einzubauen und private Nachrichten vor dem Senden anlasslos automatisch zu durchsuchen. Damit soll angeblich die Verbreitung von Darstellungen sexueller Gewalt an Kindern bekämpft werden. Kritiker warnen jedoch vor Missbrauch und Massenüberwachung.
Die Entwickler des sicheren Messengers Signal haben jetzt angekündigt, sich einem solchen Beschluss nicht zu beugen. Sie würden ihre Ende-zu-Ende-Verschlüsselung keinesfalls untergraben. „Wenn wir vor die Wahl gestellt würden, entweder die Integrität unserer Verschlüsselung und unsere Datenschutzgarantien zu untergraben oder Europa zu verlassen, würden wir leider die Entscheidung treffen, den Markt zu verlassen”, so die Signal-Chefin Meredith Whittaker.
Bei der kommenden Abstimmung wird die Position Deutschlands laut Beobachtern eine große Rolle spielen. Die Haltung der aktuellen Bundesregierung ist jedoch bislang recht unklar. Die Abstimmung ist für den 14. Oktober angesetzt.



Das finde ich, ist eine gute Entscheidung der Signal Chefin. Denn aus meiner Sicht wird so die Freiheit der user weiter beschränkt. Die Menschen sind erwachsen, keine kleinen Kinder und können selbst entscheiden, was sie tun. Natürlich gibt es immer verbrecherische und kriminelle Aktivitäten. Die hat es früher schon gegeben. Nur mehr Kontrolle führt zu mehr verdeckten und versteckten Formaten. Es finden sich immer Hintertüren. Also was soll das?