Nie gedrehte Science-Fiction-Serie: Netflix-Regisseur schuldig gesprochen
16. Dezember 2025 um 07:09:28
Michael Förtsch
Vor einem US-Gericht wurde der Regisseur Carl Rinsch verurteilt. Dem einstigen Protegé von Ridley Scott und Regisseur von 47 Ronin wird vorgeworfen, rund mehrere Millionen US-Dollar von Netflix veruntreut zu haben. Der Streaming-Riese hatte ihn damit beauftragt, für 55 Millionen US-Dollar eine epische Science-Fiction-Serie zu drehen, die er selbst geschrieben und mit eigenen Mitteln bereits zu produzieren begonnen hatte. Während der Corona-Pandemie stellte Netflix weitere 11 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Anstatt die Netflix-Mittel für die Fertigstellung zu verwenden, soll Rinsch das Geld für Wetten mit Aktien sowie für teure Autos, Möbel und Hotelaufenthalte investiert haben.
Die von Rinsch geplante Serie sollte den Titel White Horse tragen und in einer nahen Zukunft spielen, in der künstliche Humanoide namens Organic Intelligence geschaffen wurden. Diese werden von der Gesellschaft ausgestoßen und gründen abseits menschlicher Siedlungen eigene Städte, in denen sie eine gänzlich eigene Kultur entwickeln. Was Netflix überzeugte, soll ein Trailer gewesen sein, der beeindruckende Szenen und eine imposante Zukunftsvision zeigte. Insgesamt soll Rinsch das Material für sechs von 13 Episoden gedreht haben. Jedoch soll laut Netflix keine einzige fertig sein. Rinsch erwartet eine lange Haftstrafe.


