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Fraunhofer-Studie: Mit Agri-Photovoltaik könnte Deutschland Klimaziele erreichen

Annapaula Nollert

14. Juli 2025 um 12:44:36

Annapaula Nollert

Kernobst, wie Äpfel, profitiert besonders von der Schutzwirkung durch Photovoltaik-Module, die hier Hagelschutznetze ersetzen. Bild: Fraunhofer ISE
Kernobst, wie Äpfel, profitiert besonders von der Schutzwirkung durch Photovoltaik-Module, die hier Hagelschutznetze ersetzen. Bild: Fraunhofer ISE

„Agri-Photovoltaik“ klingt kompliziert, ist aber einfach: Solarmodule werden über Feldern oder Weiden installiert. So können Landwirte weiter ihre Pflanzen anbauen oder Tiere halten, während gleichzeitig grüner Strom erzeugt wird. Für Deutschland könnte sich der Ausbau von Agri-PV richtig lohnen.


Denn laut einer aktuellen Studie vom Fraunhofer ISE hat Deutschland auf landwirtschaftlichen Flächen das Potenzial, Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 7900 Gigawatt Peak (GWp) aufzubauen. Gigawatt Peak beschreibt die maximale Leistung, die die Solaranlagen bei idealen Bedingungen bringen können. Zum Vergleich: Für die Erreichung der Klimaziele bis 2045 braucht Deutschland deutlich weniger als diese 7900 GWp.


Für ihre Studie haben die Forscher einen sogenannten Bodeneignungsindex genutzt – dabei wurden auch rechtliche, wirtschaftliche und geografische Faktoren berücksichtigt. Besonders geeignet sind Regionen wie Hamburg oder das Breisgau. Dort könnten Agri-PV-Anlagen sogar bis zu 16 Prozent des Strombedarfs einzelner Landkreise nutzen. Eine Herausforderung ist aber die Netzanbindung: Ohne ein gut ausgebautes Stromnetz kann das volle Potenzial der Flächen nicht genutzt werden.


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