Forscher entdeckten Blutkörperchen in Dinosaurier-Fossil
4. November 2026 um 14:13:21
Michael Förtsch
Forscher haben in einem 115 Millionen Jahre alten Dinosaurier-Fossil Hinweise auf konservierte rote Blutkörperchen entdeckt. Die mineralisierten, zellähnlichen Strukturen wurden im Hinterbeinknochen eines Aratasaurus museunacionali ausfindig gemacht, eines Raubsauriers, dessen Fossilien im Nordosten Brasiliens ausgegraben wurden. Ebenso fanden die Wissenschaftler den Blutfarbstoffbestandteil Häm B und die Aminosäure Hydroxyprolin. Die Forscher sprechen von einer „bahnbrechenden Entdeckung“. Denn die Funde könnten helfen, deutlich mehr über die Evolution des Blutes, den Stoffwechsel und andere biologische Vorgänge bei den ausgestorbenen Tieren in Erfahrung zu bringen.
Jedoch lässt der Fund auch Science-Fiction-Visionen aufleben. Denn die Entdeckung weckt Erinnerungen an den Film Jurassic Park, in dem Dinosaurier mithilfe ihrer DNA wieder zum Leben erweckt werden. Allerdings gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass sich aus den mineralisierten Blutkörperchen tatsächlich Dinosaurier-DNA extrahieren ließe. Das US-Biotech-Start-up Colossal Biosciences, das unter anderem durch genetische Modifikationen das Wollhaarmammut zurückbringen will, veröffentlichte unter einem X-Beitrag zur Entdeckung ein GIF, das scherzhaft Interesse an dem Blut anmeldete.


