Die Bildbearbeitungsfunktion von Grok wird missbraucht
2. Januar 2026 um 14:17:48
Michael Förtsch
Der in X – ehemals Twitter – integrierte KI-Chatbot Grok verfügt seit kurzem über die Möglichkeit, Bilder zu manipulieren und zu bearbeiten. Das funktioniert ganz ähnlich wie bei ChatGPT oder Gemini. Doch während die beiden letztgenannten den Nutzern teils sehr enge Grenzen setzen, lässt xAI den Nutzern sehr viele Freiheiten. Das hat in den letzten Tagen zu teils verstörenden Trends auf X geführt. Nutzer bitten Grok nämlich in öffentlichen Posts unter Bildbeiträgen – vor allem, aber nicht nur von Frauen – darum, die Personen auf den Bildern in Bikinis, transparenten Kleidungsstücken oder aufreizenden Posen darzustellen.
Dieser Trend zielt sowohl auf Prominente als auch auf ganz normale Nutzerinnen und Nutzer, die teils amüsiert, aber auch oft bestürzt, verängstigt und wütend auf die unfreiwilligen Bildmanipulationen reagieren. Einige hinterfragen, ob ein solches Tun überhaupt legal sein könne und ob rechtlich gegen X und xAI vorgegangen werden sollte. Insbesondere, als sichtbar wurde, dass die KI-Bildmanipulation auch auf Fotos von Minderjährigen angewendet wird. Eine Reaktion von X und xAI steht noch aus. Bisher hat sich lediglich der Chatbot selbst geäußert. Er gab an, bei bestimmten Bearbeitung gegen ethische Richtlinien und womöglich US-Gesetze verstoßen zu haben.


