Das Oktoberfest wird genutzt, um KI zur Überwachung von Menschenmengen zu testen
16. September 2026 um 18:07:04
Michael Förtsch
Wer dieses Jahr das Oktoberfest besucht, wird von Künstlicher Intelligenz überwacht. Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung arbeitet nämlich mit der Stadt München zusammen, um sein KI-Crowd-Monitoring-System GeoVID zu erproben. Wie das Forschungsinstitut betont, werden von den über 50 Kameras auf dem Gelände jedoch keine Einzelpersonen verfolgt oder identifiziert. „Unsere KI betrachtet ausschließlich die Menschenmenge als Ganzes”, sagt Jürgen Beyerer vom Fraunhofer IOSB. Mit GeoVID sollen Besucherströme und Personendichten auf dem Oktoberfest analysiert werden.
Die Live-Überwachung und die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen den Organisatoren dabei helfen, festzustellen, wann, wo und warum es zu Menschenansammlungen kommt. So können sie erkennen, wo sich ein gefährliches Gedränge entwickeln kann oder wann eine Überfüllung droht. Die Auswertung der Kamerabilder erfolgt in einer neuen Sicherheitszentrale samt Koordinierungsraum, die für das Oktoberfest im Servicezentrum der Theresienwiese errichtet wurde.


