Cambridge Analytica: Meta zu Milliardenstrafe verurteilt
22. Oktober 2026 um 15:28:21
Michael Förtsch
Rund acht Jahre ist der Skandal um Cambridge Analytica her. Der Whistleblower Christopher Wylie hatte enthüllt, dass das Datenanalyseunternehmen im großen Stil personenbezogene Daten beschafft hatte, um Wähler zu beeinflussen. Auch im Zusammenhang mit Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2016. Die Daten von Millionen Betroffenen stammten von Facebook. Das hatte zu zahlreichen Klagen geführt. Im US-Bundesstaat New Mexico wurde die Facebook-Mutter Meta nun zu einer Strafe von 25 Milliarden US-Dollar verurteilt. Denn eine Jury hatte festgestellt, dass der Social-Media- und Werbekonzern die Verbraucher darüber getäuscht hatte, wer auf ihre Daten zugreifen und sie nutzen konnte. Aber auch darüber, wie das Unternehmen mit Falschinformationen oder Hassrede umging.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Meta wusste, dass Dritte umfangreichen Zugriff auf personenbezogene Daten von Nutzern hatten und diese unrechtmäßig nutzen konnten. Ebenso habe der Konzern die Verbraucher über seinen Umgang mit Fehl- und Desinformation, Hass und Hetze getäuscht. Dabei habe er entsprechende Inhalte auch aus finanziellen Interessen toleriert. Die Staatsanwälte des Bundesstaates hatten daher eine Strafe von bis zu 40 Milliarden US-Dollar gefordert. Die nun festgesetzten 25 Milliarden US-Dollar sind eine der höchsten Strafen, die bislang gegen ein Social-Media-Unternehmen verhängt wurden. Das Geld soll dem Schulsystem von New Mexico zufließen. Meta will gegen das Urteil Berufung einlegen.


