Auch in China streichen Tech-Firmen Abertausende von Jobs
1. Mai 2026 um 00:34:15
Michael Förtsch
Die großen US-Tech-Konzerne feuern in Entlassungsrunden immer wieder Tausende Mitarbeiter. Erst vor wenigen Tagen kündigte Meta an, rund zehn Prozent seiner gesamten Belegschaft zu entlassen, um sich stärker auf seine KI-Entwicklungen konzentrieren zu können. Im gleichen Zeitraum bot Microsoft sieben Prozent seiner Angestellten an, mit Abfindungen freiwillig in den Ruhestand zu treten. Zuvor hatten bereits Oracle, Block und andere zahlreiche Mitarbeiter entlassen. Wie Rest of World berichtet, sieht es in China aber nicht viel anders aus. Nur sorgen die Entlassungen dort für ein deutlich leiseres Medienecho – oder werden aktiv unter den Teppich gekehrt.
So hat der Tech- und Versandriese Alibaba bereits 2025 rund 34 Prozent seiner gesamten Belegschaft entlassen. Baidu und Tencent jeweils rund sieben respektive fünf Prozent. Das hat, ähnlich wie im Silicon Valley, mit Kosteneinsparungen und KI zu tun, aber nicht nur. Denn laut chinesischen Insidern und Tech-Experten hätten viele Firmen in den vergangenen Jahren aufgrund steigender Börsenwerte massiv eingestellt und viele Jobs geschaffen, die nun nicht mehr benötigt werden. Vor allem in den Bereichen PR, Werbung und Personalwesen. Zum Teil würde aber auch die Belegschaft einfach ausgetauscht. Erfahrene und teure Entwickler etwa gegen junge, aber günstigere Uni-Absolventen. Damit soll der Eindruck erweckt werden, dass die technologische Entwicklung neue Jobs für junge Menschen schafft, wie es die Tech-Firmen der Regierung in Peking versprochen haben.


