Anthropic stellt fünf Prozent seiner Aktien für eigenen Gemeinwohlfonds bereit
20. Oktober 2026 um 13:59:21
Michael Förtsch
Die Kritik an Künstlicher Intelligenz und den KI-Unternehmen wird immer lauter. Nicht nur wegen zuletzt unberechenbar agierender Modelle, sondern auch wegen der gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Unsicherheit, die die Technologie auslöst. Experten warnen vor Arbeitslosigkeit, wachsender finanzieller Ungleichheit und einer Verschiebung von politischem und wirtschaftlichem Einfluss. Der Kritik will das KI-Unternehmen Anthropic nun mit einem Fonds begegnen. Fünf Prozent seiner Unternehmensanteile sollen dort eingebracht werden.
Der sogenannte Anthropic Public Benefit Fund soll etwa an gemeinnützige Organisationen spenden oder auch direkt „Zuwendungen an bestimmte Bevölkerungsgruppen“ tätigen, wie Anthropic schreibt. Als mögliches Projekt nennt das Unternehmen die Erforschung der Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt. Der Schritt wurde öffentlich durchaus begrüßt, aber auch kritisiert. Denn der Fonds ist keine unabhängige Non-Profit-Organisation, sondern eine Gesellschaft, die direkt Anthropic untersteht. Wer über die Verteilung der potenziellen Milliarden entscheidet, ist noch offen. Die Kontrolle liegt vorerst bei den wohlhabenden Gründern und Managern des KI-Unternehmens.


